Posterausstellung

Bei der Postersession wurden die folgenden Poster zu Abschlussarbeiten im Bereich Open Access vorgestellt:


Peer-Review-Verfahren zur Qualitätssicherung von Open-Access-Zeitschriften – systematische Klassifikation und empirische Untersuchung (Dr. Uwe Müller, Humboldt-Universität zu Berlin)
Abstract

Die Zuschreibung wissenschaftlicher Qualität zu Veröffentlichungen ist klassischerweise eng mit Begutachtungsprozessen verbunden, mit deren Durchführung im Vorfeld der eigentlichen Publikation ein Mindestmaß an Qualität gesichert werden soll. Auch wenn diese so genannten Peer-Review-Verfahren seit Jahrzehnten Gegenstand teils grundsätzlicher Kritik sind, bildet dieser Ansatz in den Augen der meisten Wissenschaftler/innen noch immer das Mittel der Wahl für eine effektive Qualitätssicherung. Er ist vor allem für wissenschaftliche Zeitschriften etabliert, seine konkrete Ausgestaltung trägt erheblich zum Renommee der jeweiligen Publikation bei. Währenddessen stehen die stets an Bedeutung gewinnenden Open-Access-Zeitschriften unter dem Verdacht, geringere Qualitätsmaßstäbe anzusetzen und Artikel zu publizieren, die zuvor keine oder eine weniger strenge Kontrolle durchlaufen haben. Im Rahmen einer Dissertation wurde eine umfassende Studie durchgeführt, in der die Peer-Review-Verfahren von weltweit mehr als 1.200 wissenschaftlichen Open-Access-Zeitschriften untersucht und miteinander verglichen wurden. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die meisten Open-Access-Zeitschriften tatsächlich Peer-Review-Verfahren einsetzen, und legen außerdem nahe, dass eine große Bandbreite unterschiedlicher Verfahren und Eigenschaften von Peer Review existieren – etwa die gegenseitige Anonymität von Autor/innen und Gutachter/innen, der Informationsfluss, das Verfahren zur Auswahl der Gutachter und formale Regelungen in Bezug auf mögliche Interessenkonflikte. Dabei hängt das Aussehen eines konkreten Begutachtungsprozesses wesentlich von dem Wissenschaftsgebiet und der Art des Verlegers der betreffenden Zeitschrift ab. Die Studie zeichnet ein vielfältiges Bild und zeigt, dass die wissenschaftliche Qualität der veröffentlichten Beiträge insbesondere auch für Open-Access-Zeitschriften ein bestimmendes Thema ist.

Maßnahmen zur Steigerung der Akzeptanz von Open-Access-Zeitschriften (Dr. Karin Weishaupt, Institut Arbeit und Technik)
Abstract

Im Verhältnis zu den vielen Erklärungen und Aktivitäten rund um Open Access ist die praktische Umsetzung noch immer gering. Im Rahmen einer Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin ist im Mai / Juni 2008 ist eine Befragung unter 1000 Autor/innen von Open-Access-Aufsätzen durchgeführt worden mit dem Ziel, Maßnahmen zur Akzeptanz-steigerung zu entwickeln. Welchen Nutzen sehen Autor/innen in Open Access? Welche Ziele verfolgen sie damit, speziell in Open-Access-Zeitschriften zu publizieren, und welchen Einfluss haben diese Ziele auf ihr Verhalten? Wie stehen sie zum Author-Pays-Modell? Welche Aspekte dieser Publikationsform werden besonders wichtig erachtet? Die Antworten auf diese und andere Fragen werden vorgestellt und daraufhin ausgewertet, welche Maßnahmen die Akzeptanz von Open-Access-Zeitschriften steigern könnten.


Der Goldene Weg des Open Access-Publizierens - Anreize und Hindernisse aus Sicht wissenschaftlicher Autoren (Maria Bertele, Hochschule der Medien Stuttgart)
Abstract

Die Bachelorarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin beschäftigt sich mit Anreizen und Hindernissen für eine Publikation auf dem Goldenen Weg aus Sicht von Autoren. Die Auswertung verschiedener Studien im Rahmen der Bachelorarbeit hat verdeutlicht, dass Wissenschaftler/innen einer dortigen Publikation oftmals noch skeptisch gegenüberstehen. Die vorherrschenden Vorbehalte wurden deshalb aufgegriffen und Open-Access-Zeitschriften im Kontext der Reputationssteigerung kritisch beurteilt sowie finanzielle und rechtliche Aspekte und die dauerhafte Verfügbarkeit der Publikationen beleuchtet. Dabei konnten verschiedene Anreize für Autor/innen herausgestellt werden: Neben einer maximalen Sichtbarkeit der Publikation erlauben vielfältige Darstellungs- und Vernetzungsmöglichkeiten neue Arten der Repräsentation der Ergebnisse, deren nachhaltige Verfügbarkeit durch „Persistent Identifier" gewährleistet ist. Im Kontext der Rezeption und Anerkennung durch Fachkollegen machen sich diese Vorteile bereits bemerkbar, denn Publikationen in Open-Access-Zeitschriften werden häufiger wahrgenommen und zumindest nicht seltener zitiert. Dazu tragen auch neuartige Peer-Review-Verfahren bei Open-Access-Zeitschriften bei. Der rechtliche Kontext bietet gegenüber einer Printpublikation einen entscheidenden Anreiz: Der Autor/die Autorin hält sich durch die Einräumung eines einfachen Nutzungsrechtes über Lizenzen die Möglichkeit offen, sein Werk noch anderweitig zu publizieren. Rechtssicherheit wird dabei auch durch verschiedene technische Maßnahmen gewährleistet. Kritisch zu sehen ist jedoch die Anerkennung von Publikationen in Open-Access-Zeitschriften: Die häufige Überbewertung des bei vielen Open-Access-Zeitschriften noch geringen Journal Impact Factors (JIF) u.a. seitens der Forschungsförderer ist dabei häufig ein Hindernis. Die öffentliche Positionierung von Wissenschaftsorganisationen und gerade die im STM-Bereich wachsende Zahl an Open-Access-Zeitschriften mit hohem JIF zeigt aber eine positive Entwicklung auf. Auch das zunächst abschreckende Author-Pays-Modell kann aufgrund der häufig übernommenen Finanzierung durch die jeweiligen Institutionen häufig zumindest nicht mehr als Hindernis gesehen werden. Insgesamt konnten in der Arbeit zahlreiche Anreize, aber durchaus auch einige Hindernisse für eine Publikation in einer Open-Access-Zeitschrift aufgezeigt werden. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass diese Hindernisse mit zunehmender Bekanntheit möglicherweise beseitigt und mehr Autoren für den Goldenen Weg gewonnen werden können.


Anforderungen an eine rechtliche Verankerung des Open Access Prinzips (Dr. Marcus Hirschfelder, Saarbrücken)
Abstract

Im Zuge der Umsetzung der Vorgaben der Richtlinie 2001/29/EG zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft in deutsches Recht wurden de lege ferenda verschiedene Ansätze zur Normierung eines gesetzlichen Zugriffsrechts auf wissenschaftliche Forschungsergebnisse zugunsten von Wissenschaft und Allgemeinheit diskutiert. Vorgeschlagen wurde mitunter, ein Zweitveröffentlichungsrecht zugunsten des Autors in einem neuen § 38 UrhG vorzusehen, wonach dem Urheber das unabdingbare Recht zukommen sollte, sein Werk 6 Monate nach der Erstveröffentlichung anderweitig — also bspw. auf der eigenen Webseite — öffentlich zugänglich zu machen. Auch eine Anbietungspflicht gegenüber der Hochschule in einem neuen § 43 Abs. 2 UrhG wurde erörtert. Hiernach soll die Hochschule innerhalb einer sechsmonatigen Frist entscheiden können, ob sie das Werk selbst veröffentlicht. Die genannten Umsetzungsvorschläge berücksichtigen jedoch nicht die internationalen und insbesondere europarechtlichen Vorgaben. Die Richtlinie 2001/29/EG enthält hierzu für die Mitgliedsstaaten verbindliche Vorgaben, sie normiert Rechte des Urhebers und Schranken zugunsten verschiedener Interessengruppen. Gerade der Schrankenkatalog der Richtlinie ist jedoch abschließender Natur, so dass neue Schranken auf mitgliedsstaatlicher Ebene europarechtlich unzulässig sind. Dies gilt auch für die genannten Vorschläge, die ihrem Wesen nach als Schrankenregelungen einzuordnen sind. Eine rechtliche Verankerung des Open-Access-Prinzips ist daher auf europäischer Ebene zu verorten. Eine nähere Untersuchung der Vorgaben der Richtlinie 2001/29/EG zeigt, dass diese als limitierende Faktoren auf die Verbreitung wissenschaftlicher Information wirken, mithin ein Reformbedarf besteht. Die genannten Vorschläge auf nationaler Ebene sind indes nicht geeignet, eine europarechtskonforme Umsetzung zu verwirklichen.

Open-Access-Messe 2009

Im Rahmen der Open-Access-Tage Konstanz fand an beiden Veranstaltungstagen die Open-Access-Messe statt. Verlagen, Repositorien, Open-Access-Zeitschriften und Projekten im Kontext des Open Access wurde die Möglichkeit gegeben, ihre Angebote und Aktivitäten einem breiten Publikum aus der deutschsprachigen Wissenschaftslandschaft vorzustellen. Wissenschaftler/innen und auch alle übrigen Interessierten hatten so die Möglichkeit, Informationen zu den verschiedenen Projekten und Angeboten direkt vor Ort zu beziehen und sich beraten zu lassen.

Liste der Messestände

Arbeitsgemeinschaft Universitätsverlage / Open Access Publishing in European Networks (OAPEN)

Abstract

Die Arbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage (AG Univerlage) ist ein Zusammenschluss von 17 Verlagen aus Deutschland, Österreich und Norditalien, die wissenschaftliche Publikationen unterschiedlichster Provenienz verlegen. Die seit 2005 bestehende Zusammenarbeit in der Arbeitsgemeinschaft dient neben dem kollegialen Erfahrungsaustausch und
der Etablierung von Best Practices vor allem der Außendarstellung unserer Arbeit und Dienstleistungen. Die Arbeitsgemeinschaft ist unter anderem regelmäßig auf der Frankfurter Buchmesse und dem Deutschen Bibliothekartag vertreten.

Auf europäischer Ebene verfolgt seit 2008 das EU-geförderte konsortiale Projekt Open Access Publishing in European Networks (OAPEN) das Ziel, ein nachhaltiges Publikationsmodell sowie ein Netzwerk für die Open-Access-Publikation von Monographien aus den Geistes- und Sozialwissenschaften zu entwickeln. Die praktischen Entwicklungen werden ergänzt durch zielgerichtete Studien zu Publikationsgewohnheiten und -strukturen in den Geistes- und Sozialwissenschaften. An OAPEN sind acht europäische Hochschulen und Wissenschaftsverlage beteiligt.

Beide Initiativen unterstützen Hochschulen und ihre Autoren beim Publizieren nach dem Open-Access-Prinzip, beispielhaft umgesetzt in der Hybridveröffentlichung als Print-on-Demand-Druckfassung kombiniert mit
einer Open-Access-Verfügbarmachung über ein digitales Repositorium.

AG Univerlage: [Folien zum Vortrag/PDF]
OAPEN: [Folien zum Vortrag/PDF]

Copernicus Publications

Abstract

Copernicus Publications ist seit 1994 als Wissenschaftsverlag am Markt etabliert, seit 2001 als Open Access Publisher. Copernicus Publications publiziert momentan 22 begutachtete Zeitschriften und 12 wissenschaftliche Diskussionsforen und ist vornehmlich im Bereich der Geowissenschaften aktiv.

Digital Peer Publishing NRW (DiPP NRW)

Abstract

Die Initiative Digital Peer Publishing NRW unterstützt neue Formen der wissenschaftlichen Kommunikation, indem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – in Zusammenarbeit mit Bibliotheken – technische, rechtliche und organisatorische Hilfen an die Hand gegeben werden, um Informationen über ihren Forschungszweig für ihre Peers auf digitalem Wege zu verbreiten. Ein webbasiertes Peer-Review-Verfahren stellt hierbei die hohe wissenschaftliche Qualität der Artikel sicher. Mit der Digital Peer Publishing Lizenz (DPPL) werden Nutzungsbedingungen für die Inhalte autorenfreundlich geregelt.

DINI e.V.

Abstract

Die Arbeitsgruppe "Elektronisches Publizieren" unterstützt das elektronische Publizieren an deutschen Hochschulen durch die Erarbeitung von Empfehlungen für Dokumenten- und Publikationsservices und durch die Organisation von Schulungen und Veranstaltungen zum Thema. Sie vergibt seit 2003 in einem normierten Verfahren ein Zertifikat für Dokumenten- und Publikationsservices.

Damit sollen Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei der Umsetzung eines Mindeststandards für den Aufbau von Institutional Repositories unterstützt werden. Zusätzlich zum Zertifikat werden auch Beratung und Hilfestellungen für Betreiber von Dokumenten- und Publikationsservices beim Aufbau qualifizierter Dienstleistungen angeboten.

DINI unterstützt aktiv den Aufbau eines nationalen Netzwerks zertifizierter Open Access Repositories als Baustein einer europäischen Forschungsinfrastruktur, die im Rahmen des EU-Projektes DRIVER verwirklicht wird. Neben den genannten Schwerpunkten engagiert sich DINI auch bei der Umsetzung der Intentionen der Open Access Bewegung. Hier kooperiert DINI mit der Informationsplattform open-access.net. Ein weiterer Gegenstand der Arbeit der Gruppe sind alternative und ergänzende Ansätze zur Impact-Messung wissenschaftlicher Publikationen basierend auf Nutzungsdaten. Hier besteht eine enger Austausch mit der LIBER Access Division und der Research Library des Los Alamos National Laboratory.

Damit fungiert die DINI Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren als Initiator, Koordinator und Vermmittler zwischen den unterschiedlichen Förderprojekten, die im Rahmen der Open Access Messe vorgestellt werden.
Die Sicherung der Nachhaltigkeit der Projektergebnisse wird durch DINI vorgenommen.

Unter dem Dach der DINI-Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren werden in diesem Jahr folgende Projekte bei den Open-Access-Tagen präsentiert:

Open-Access-Statistik
Abstract
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Im DFG-Projekt OA-Statistik wird eine Infrastruktur zur Aggregation und Standardisierung von Nutzungsdaten aus Institutionellen Repositorien, Linkresolvern und Lizenzservern aufgebaut. Um eine große Verbreitung der Projektergebnisse zu gewährleisten, werden zum einen Empfehlungen in das DINI-Zertifikat übernommen. Zum anderen werden Repository-Betreibern Guidelines, Hilfedokumente und Softwarepakete zur Verfügung gestellt, damit diese standardisierte Nutzungsdaten erfassen und aussagekräftige Statistiken bereitstellen können.

CARPET (Community for Academic Reviewing, Publishing and Editorial Technology)
Abstract

Die fortschreitende Virtualisierung von Medien und Arbeitsprozessen verändert die wissenschaftliche Kommunikation. Publikationen als Produkt der wissenschaftlichen Arbeit werden sowohl in den Vorstufen der Produktion als auch in der Nutzung und Verbreitung in hohem Masse elektronisch verarbeitet. Eine Reihe von Werkzeugen kommen hier zum Einsatz: Textverarbeitungsprogramme, Satzsysteme, Programme zur Literaturverwaltung usw. Mit dem Projekt CARPET soll eine effiziente Nutzung von Werkzeugen und Dienstleistungen für das wissenschaftliche Publizieren unterstützt werden.

DOARC (Distributed Open Access Reference Citation Services)
Abstract

Im Projekt DOARC erhalten Autoren und Leser leistungsfähige Werkzeuge zur Literaturverwaltung im Internet, z. B. Import und Export von Referenzen in  BibTeX und EndNote sowie die Darstellung verwandter Arbeiten mittels Zitationsgraphen. Neben unterschiedlichen Möglichkeiten zur interaktiven Visualisierung ähnlicher Themengebiete, Zitationshäufigkeiten etc. sollen diese eine direkte Navigation zu verwandten Arbeiten ermöglichen. Um die Nutzerfreundlichkeit und Popularität dieser Werkzeuge zu erhöhen, sollen sie zeitnah in der etablierten Fach-Community des Cluster Science Net implementiert und erprobt werden. Die Erschließung von Zitationen soll in enger Kopplung mit dem Vorhaben Open-Access Netzwerk (OAN) erfolgen, die Attraktivität von OA-Repositorien erhöhen und somit den Open-Access-Prozess unterstützen.

OA-Netzwerk
Abstract

Das „Open-Access-Netzwerk“ zielt auf eine verstärkte Vernetzung von Repositorien, um den deutschen Forschungsbeitrag national und international sichtbarer zu machen. Hintergrund ist, dass digitale Sammlungen im Hinblick auf Wahrnehmung und Nutzung erst in einer organisatorisch und technisch vernetzten Umgebung ihre optimale Wirkung entfalten. OA-Netzwerk bildet das Dach des virtuellen Projektverbundes für „OA-Statistik“ sowie „OA-Citation“, die zugehörige Dienste wie Nutzungsmessungen und Zitationsanalysen entwickeln werden.

OA-Policies
Abstract

Im Rahmen dieses von der DFG geförderten Projektes sollen die an zahlreichen deutschen Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen vorhandenen Informationen zu Möglichkeiten der zusätzlichen Bereitstellung von bereits in einem Verlag veröffentlichten oder noch zu veröffentlichenden wissenschaftlichen Arbeiten (self-archiving von Preprints bzw. Postprints) erfasst, strukturiert, aufbereitet und im Rahmen des internationalen Informationssystems der SHERPA/RoMEO-Liste zugänglich gemacht werden.

pedocs – Der Dokumentenserver im Fachportal Pädagogik

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Das Projekt „Aufbau eines fachlichen Repositories für Pädagogik und Erziehungswissenschaft“ beinhaltet die Entwicklung eines mit dem Fachportal Pädagogik gekoppelten fachlichen Dokumentenservers für die Pädagogik / Erziehungswissenschaft.
Ziel des Projekts "pedocs" ist es, einen Pool von möglichst aktuellen und frei zugänglichen Sekundärpublikationen im Bereich der pädagogischen Verlagszeitschriften zu schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf wissenschaftlichen audiovisuellen Materialien für die Unterrichts- bzw. Schulforschung.

Das Projekt setzt sich aus folgenden fachlichen, technologischen und evaluativen Komponenten zusammen:

  • Fachbezogene Information und Aktivierung der erziehungswissenschaftlichen Fachcommunity im Hinblick auf Open Access und das Open Repository  "pedocs";
  • Umsetzung einer mehrgleisigen Akquisitionsstrategie mit Schwerpunkt auf frei verfügbaren Pre- und Postprints von pädagogisch relevanten Fachzeitschriften sowie audiovisuellen Forschungsprimärdaten für die Unterrichtsforschung;
  • Aufbau eines interoperablen technisch-administrativen Repositorysystems;
  • Integration des fachlichen Repositories in die Struktur des Fachportal Pädagogik, Einbindung vorhandener publikationsunterstützender Services und Beratungskomponenten und Aufbau neuer Distributionsschienen;
  • Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit des Angebotes und Entwicklung und Einsatz eines fundierten Evaluationskonzeptes. 

Außerdem sollen die technisch-methodischen Voraussetzungen für das Projekt „Langzeitarchivierung Pädagogik“ geschaffen werden.
Gefördert wird das Projekt "pedocs" von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Economics – The Open Access, Open Assessment E-Journal

Abstract

Economics – the Open Access Open Assessment E-Journal ist eine elektronische Zeitschrift für Wirtschaftswissenschaften, die als interaktive Kommunikations- und Publikationsplattform konzipiert ist. Dabei werden neben der traditionellen Evaluierung der eingereichten Papers durch eingeladene Gutachter parallel auch Bewertungen durch registrierte Nutzer des Journals vorgenommen. Diese sind auf den Webseiten offen einsehbar (Open Assessment). Neben den Beiträgen selbst bietet das Journal auch die zugehörigen Datensätze an, die von den Autoren für Ihre Forschung benötigt wurden. Die Nutzung der Beiträge wird über eine Zählung der Downloads sowie der Zitierhäufigkeit dokumentiert. Economics läuft unter der Federführung des Instituts für Weltwirtschaft in Kooperation mit der ZBW und wird von der DFG gefördert.

EconStor

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Das fachliche Repository EconStor der ZBW fokussiert auf wirtschaftswissenschaftliche Publikationen aus Deutschland und enthält bereits über 10.000 Volltexte. Dabei handelt es sich überwiegend um graue Literatur wie Arbeits- und Diskussionspapierserien wirtschaftswissenschaftlicher Fakultäten und Institute. Zukünftig sollen verstärkt weitere elektronische Publikationsarten, insbesondere Konferenzbeiträge und Postprints eingeworben und im freien Zugang angeboten werden. Die Volltexte sollen über Schnittstellen in international renommierten fachlichen Webangeboten wie RePEC und SSRN eingebunden werden.

Freie Universität Berlin

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Die Freie Universität Berlin hat einer gemeinsamen Initiative des Center für Digitale Systeme (CeDiS) und der Universitätsbibliothek folgend im Januar 2006 die "Berliner Erklärung über den freien Zugang zu wissenschaftlichen Wissen" unterzeichnet. Am 23. Juli 2008 hat der Akademische Senat der Freien Universität eine Open-Access-Policy verabschiedet, in der er den freien Zugang zu Quellen des menschlichen Wissens und kulturellen Erbes ausdrücklich befürwortet und allen Universitätsangehörigen empfiehlt, ihre Forschungsergebnisse und wissenschaftlichen Arbeiten auf Open-Access-Dokumentenservern zu archivieren oder in Open-Access-Zeitschriften zu veröffentlichen. Beide Open-Access-Strategien, der goldene wie der grüne Weg, werden an der Freien Universität konsequent verfolgt.

Das Center für Digitale Systeme hat – in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Qualitative Forschung in der Internationalen Akademie an der Freien Universität Berlin – in verschiedenen Drittmittelprojekten Vorarbeiten geleistet, um in der FU Berlin, aber auch unter einer nationalen und internationalen Perspektive, über Open Access zu informieren und Möglichkeiten des Open-Access-Publizierens weiter zu fördern. So betreibt CeDiS in Kooperation mit dem Institut für Qualitative Forschung die heute weltweit führende Open-Access-Zeitschrift für qualitative Forschung Forum Qualitative Forschung / Forum: Qualitative Social Research (FQS). Beide Einrichtungen haben – zusammen mit GESIS-Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften – das fachlichen Repositorium für die Sozialwissenschaften Social Science Open Access Repository (SSOAR) aufgebaut und sind einer der Projektpartner der Informationsplattform open-access.net. Im Rahmen des DFG-Projekts "Integration von FQS in die Virtuelle Fachbibliothek Sozialwissenschaften" wurde auf die Publikationssoftware Open Journals System (OJS) umgestellt. CeDiS hat zusätzliche Komponenten von OJS programmiert, die in die Standardsoftware übernommen wurden. Mit querelles-net, der von der Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin herausgegebenen Rezensionszeitschrift, wird nach FQS die zweite Open-Access-Zeitschrift mittels der bei CeDiS betriebenen Publikationssoftware verwaltet und veröffentlicht. FQS und querelles-net tragen auch mit der Pflege der deutschen Übersetzung von OJS zur OJS-Community bei.

Der Dokumenten- und Publikationsservice der Universitätsbibliothek  bietet allen Angehörigen der Freien Universität Berlin die organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen zur elektronischen Veröffentlichung wissenschaftlicher Dokumente und stellt diese unter Einhaltung von Qualitätsstandards im Internet für Forschung und Lehre bereit. Der Dokumenten- und Publikationsserver schützt durch besondere Maßnahmen wie digitale Signaturen und Zeitstempel vor Verfälschungen. Betrieb und Weiterentwicklung sind eingebunden in nationale und internationale Initiativen und Projekte wie die Networked Digital Library of Theses and Dissertation (NDLTD) und die Open Archives Initiative (OAI).

German Medical Science

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German Medical Science ist ein Open-Access-Portal für Online-Zeitschriften, Kongresse und Forschungsberichte aus dem Gesamtbereich der Medizin und richtet sich an alle, die an und mit wissenschaftlichen Publikationen arbeiten. Es bietet freien Zugang zu hochrangigen und qualitätsgeprüften medizinischen Fachartikeln und allen Wissenschaftlern aus dem medizinischen Bereich die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse online zu publizieren.
German Medical Science wird kooperativ erstellt und bereitgehalten von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) und der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED), der zentralen Fachbibliothek für Medizin, Gesundheit, Ernährung, Umwelt und Agrar für die Bundesrepublik Deutschland.

GESIS-Leibniz Institut für Sozialwissenschaften

Abstract

Die GESIS ist die Infrastruktureinrichtung für die Sozialwissenschaft, die wissenschaftliches Arbeiten durch die Bereitstellung entsprechender Beratungen, Daten und Informationen unterstützt. GESIS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

GIGA German Institute of Global and Area Studies

Abstract |[Folien zum Vortrag/PDF]

Seit Dezember 2007 wird am GIGA German Institute of Global and Area Studies ein Pilotprojekt für die Überführung etablierter sozialwissenschaftlicher Fachzeitschriften in Open Access Journals durchgeführt. Zwei Jahre wird das GIGA und der Kooperationspartner Hamburg University Press von der DFG gefördert. Die Printausgaben werden beibehalten. Im Dezember 2009 werden die Zeitschriften in einem gestuften Verfahren online sein. Dies wird die direkte Diskussion mit den wissenschaftlichen Communities vor Ort verbessern.

Globethics.net

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Herausforderung: Die Vision von Globethics.net ist es, Ethikern und an Ethik interessierten Menschen weltweit, aber vor allem Menschen aus Entwicklungsländern einen freien Zugang zu Fachliteratur zu bieten und ein soziales Netzwerk aufzubauen.

Lösung: Point Software konzipierte und implementierte, eine kollaborative digitale Bibliothek auf Basis Web-2.0-Technologie.
Erfolg: Kurze Zeit nach Aufschaltung der Globethics.net Digital Library greifen mehr als 3.500 Mitglieder von über 170 Ländern auf fachspezifische Artikel zu. Mitglieder von Globethics.net benützen diese Dokumente als Grundlage für ihre Arbeit und weltweiten Konferenzen.

Helmholtz Open Access Projekt

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Seit 2005 unterstützt das Helmholtz Open Access Projekt die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie deren Helmholtz-Zentren bei der Umsetzung von Open Access. Der eigene Newsletter und die Open-Access-Workshops sind nur zwei Beispiele dafür, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über neueste Entwicklungen, Strategien und Ideen informiert und beraten werden.Auf dem Messestand informiert das Projekt über seine Aktivitäten. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,35 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Die Helmholtz-Gemeinschaft gehörte 2003 zu den Erstunterzeichnern der „Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“. Dieses Bekenntnis zu Open Access wurde anschließend durch die Mitgliederversammlung der Helmholtz-Gemeinschaft ausdrücklich bestätigt.

Kooperation zwischen der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften (Trier)

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Unter dem Dach der Akademienunion entstehen in den acht deutschen Akademien der Wissenschaften in langfristig angelegten Vorhaben Grundlagenwerke der geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschung: wissenschaftliche Wörterbücher, Lexika und kritische Gesamtausgaben bedeutender Philosophen und Komponisten. Diese für die Bewahrung unseres kulturellen Erbes wertvollen Wissensspeicher werden in intensiver Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier, das über eine ausgezeichnete Expertise im Bereich der Digitalisierung, Erschließung, Sicherung und Vernetzung geistes- und kulturwissenschaftlicher Grundlagenwerke verfügt, für die digitale Zukunft gerüstet. Einige bereits digital vorliegende und Open Access zugängliche Publikationen werden auf dem Stand vorgestellt.

NEEO – Network of European Economists Online

Abstract

NEEO – Network of European Economists Online ist ein Projekt des internationalen Bibliotheksnetzwerks NEREUS mit 18 Partnern aus 10 Ländern. Ziel von NEEO ist es, den kompletten Publikationsoutput von WirtschaftswissenschaftlerInnen der beteiligten Einrichtugen im Sinne des Open Access im Internet frei zugänglich zu machen. Dabei werden die Publikationen über die Repositorien der Partnereinrichtungen bereitgestellt und über ein fachliches Harvesting in einem gemeinsamen Webangebot zusammengeführt werden.  Auf deutscher Seite nimmt die ZBW an NEEO teil, die im Rahmen des Projekts die Publikationen der ForscherInnen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) bearbeitet und über ihr Repository EconStor bereitstellt.

Plos

Abstract | [Folien zum Vortrag/PDF]

Die Public Library of Science (PLoS) ist eine gemeinnützige Vereinigung von Wissenschaftlern und Medizinern mit dem Anliegen, die wissenschaftliche und medizinische Literatur der Welt zu einem öffentlichen Gut zu machen. Unsere Ziele bestehen darin

  • die Tür zur Weltbibliothek des wissenschaftlichen Wissens zu öffnen, indem wir Wissenschaftlern, Medizinern, Patienten und Studenten überall auf der Welt unbeschränkten Zugang zu den neuesten Forschungsergebnissen gewähren;
  • Forschung, gut informierte medizinische Praxis und Bildung zu fördern, indem wir [Nutzern] ermöglichen, sämtliche veröffentlichte Artikel im Volltext zu durchsuchen und spezifische Ideen, Methoden, Experimentenergebnisse und Beobachtungen ausfindig zu machen;
  • Wissenschaftlern, Bibliothekaren, Verlegern und Unternehmern zu ermöglichen, innovative Wege zu finden, um die weltweite Schatzsammlung von wissenschaftlichen Ideen und Entdeckungen zu erkunden und zu nutzen.

Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek

Abstract

Die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek präsentiert ihre Open-Access-Aktivitäten.

Open Access: Was geht? Services in grün und gold für eine Uni, ein Fach und eine Region

  • SciDok als institutionelles Open-Access-Repository der Universität des Saarlandes (UdS)
  • PsyDok als disziplinäres Repository für die Psychologie
  • SaarDok  als Server für elektronische Dokumente mit regionalem Bezug

Darüber hinaus werden Weiterentwicklungen in Form von Open-Access-Journals und eines Open-Access-Verlags für die UdS und das Fach Psychologie vorgestellt.

Social Science Open Access Repository

Abstract | [Folien zum Vortrag/PDF]

Social Science Open Access Repository - ein Open Access Dokumentenserver für die Sozialwissenschaften - wurde in Zusammenarbeit mit der FU Berlin (Center für Digitale Systeme und Institut für Qualitative Forschung) im Rahmen einer DFG-Förderung aufgebaut und beinhaltet zurzeit 3700 Dokumente im Volltext.
SSOAR richtet sich an das sozialwissenschaftliche Fachpublikum, das qualitätsgeprüfte Inhalte bestandsübergreifend durchsuchen und auf Dokumente frei und direkt zugreifen möchte. Das Repository bietet den SozialwissenschaftlerInnen gleichzeitg die organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen zur elektronischen Verfügbarmachung wissenschaftlicher Dokumente.
GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften ist für den nachhaltigen Betrieb des SSOAR-Repository zuständig.

Die GESIS ist die Infrastruktureinrichtung für die Sozialwissenschaft, die wissenschaftliches Arbeiten durch die Bereitstellung entsprechender Beratungen, Daten und Informationen unterstützt. GESIS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Bibliothek der Universität Konstanz

Abstract

Die Universität Konstanz fordert bereits seit 2005 alle Wissenschaftler der Universität auf, ihre Publikationen Open Access zur Verfügung zu stellen. Die Umsetzung von Open Access an der Universität Konstanz wird vor allem durch den Betrieb des Institutional Repository KOPS vorangetrieben, das seit Beginn des Jahres 2009 zu einer Volltextbibliographie ausgebaut wird und weit über 7.000 Volltextdokumente enthält, die sich breit über alle Fächer verteilen.
Die Bibliothek führt regelmäßige Informationsveranstaltungen zu den Themen Open Access und der Einstellung von Dokumenten in KOPS durch, bietet einen Veröffentlichungsservice für größere Dokumentenmengen an und unterstützt bei der Gründung und dem Betrieb von Open-Access-Zeitschriften. Publikationen in Open-Access-Zeitschriften werden finanziell gefördert. Im Rahmen internationaler Zusammenarbeit, z.B. als Mitglied des Netzwerkes europäischer Repositorienbetreiber Nereus, wird die Weiterentwicklung des Institutional Repository KOPS und die internationale Sichtbarkeit der Dokumente darin vorangetrieben.
Ergänzt wird das Engagement für Open Access durch die Mitwirkung an der zentralen Informationsplattform open-access.net in Kooperation mit den Universitäten Göttingen, Bielefeld und der Freien Universität Berlin im Rahmen eines von der DFG geförderten Projekts (2006-2010).