Mittwoch, 26.09.2012

 

 

9:00

Registrierung

Foyer

11:00

Eröffnung der Tagung

Mag. Maria Seissl, Leiterin des Bibliotheks-und Archivwesens der Universität Wien 
Univ.-Prof. Dr. Susanne Weigelin-Schwiedrzik, Vizerektorin für Forschung und Nachwuchsförderung an der Universität Wien
Univ. Prof. Dr. Christoph Kratky, Präsident des österr. Wissenschaftsfonds (FWF)

11:30

Eröffnungskeynote: Limited access is a symptom, not the disease

PD Dr. Björn Brembs, FU-Berlin u. Univ. Leipzig
Abstract [Folien/slideshare]

For more than a decade, scientists have been facing increasing access limitations. As producers and consumers of scientific literature, why are they putting up with it? Scientists are trapped in a self-inflicted reputation system that dictates where they need to publish, irrespective of their own reading habits. Access problems pale in comparison with the need to publish or perish. The disease is caused by the reputation system demanding that scientists publish in journals ranking high on a subjective scale provided by a quasi-monopolist corporation, when in fact the data suggest that using this scale is unhelpful at best and unscientific at worst. One evidence-based medicine to cure this disease is thus to abolish journal rank and migrate scholarly communication onto a modern, IT-based platform.

12:00

OA-Aktivitäten der EU: Open Access in Horizon 2020 and the European Research Area

Daniel Spichtinger, Policy Officer, Europ. Commission
Abstract [Folien/PDF]

Die Präsentation gibt einen Überblick über die Open-Access-Aktivitäten der Europäischen Kommission in ihrer Rolle als Politikgestalter und Geldgeber im 7. Rahmenprogramm und im europäischen Forschungsraum (ERA). Der Vortrag wird auf die wichtigsten Vorhaben, auch im Hinblick auf Horizont 2020, eingehen.

12:30

Vorstellung der Messestände

In einminütigen Präsentationen haben die Messeausteller/innen die Möglichkeit, ihre Projekte zu präsentieren [Folien]

13:00

Mittagspause

14:00

Open Access in den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz


Christoph Bruch, Helmholtz-Gemeinschaft, Helmholtz Open Access Koordinationsbüro
[Folien/PDF]
Christian Gumpenberger, ubifo und Univ. Wien
[Folien/PDF]
Christian Fuhrer, Universität Zürich
[Folien/PDF]

15:30

Kaffeepause

16:00

Session 1: Forschungsdaten öffentlich zugänglich machen - Chancen und Herausforderungen

(Making Research Data publicly available: opportunities and challenges)

Moderation: Christoph Bruch
(Helmholtz-Gemeinschaft, Helmholtz Open Access Koordinationsbüro)
Abstract

In wissenschaftlichen Einrichtungen steigt die Aufmerksamkeit für das Anliegen, Forschungsdaten zu sichern und für weitere Nutzungen zugänglich zu machen. Im Wesentlichen lassen sich hier zwei Szenarien identifizieren: a) das Nachprüfprüfen veröffentlichter Ergebnisse; b) die Nutzung der Forschungsdaten in neuen Kontexten. Zur Realisierung der angestrebten Nachprüfbarkeit und Nachnutzbarkeit sind Aktivitäten verschiedener Akteursgruppen notwendig.

Voraussetzung für eine Zugänglichmachung von Forschungsdaten ist eine geeignete Archivierung. Hierzu stehen die einzelnen Wissenschaftsdisziplinen vor der Herausforderung zur Entwicklung entsprechender Standards guter wissenschaftlicher Praxis. Infrastruktureinrichtungen und andere wissenschaftlichen Dienstleister stehen vor der Herausforderung korrespondierende Infrastrukturen zu entwickeln und zu betreiben.

Im Workshop werden die wissenschaftlichen Interessen an der Nachprüfbarkeit und Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten und daraus folgende Praxen bzw. Policies aus vier unterschiedlichen Perspektiven thematisiert:

Ein Vertreter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde als Repräsentant der Perspektive der Förderorganisationen eingeladen. Diese sind u.a. mit der Frage konfrontiert, wie detailliert der Umgang mit Forschungsdaten in Förderbedingungen geregelt werden soll und welche Kosten für das Management von Forschungsdaten angemessen sind.

In zwei Vorträgen wird der Umgang mit Forschungsdaten aus der Perspektive von Geistes- und Sozialwissenschaften thematisiert. Bei diesen Vorträgen wird auch die Rolle von Forschungsdaten-Repositorien und Journalen thematisiert.

Die für das Archivieren und Nachnutzen von Forschungsdaten notwendige Infrastruktur wird in vielen Disziplinen gerade erst aufgebaut. Wo welche Forschungsdaten abgelegt oder gefunden werden können, ist nicht leicht feststellbar. Ebenso fehlen leicht nutzbare Indikatoren über die an den einzelnen Repositorien praktizierten Maßnahmen der Qualitätssicherung. Das auf diese Fragestellungen fokussierte Projekt re3data.org wird im vierten Vortrag des Workshops vorgestellt.

Impulsreferate:

Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten - Ansätze und Strategien der DFG
Stefan Winkler-Nees
(Deutsche Forschungsgemeinschaft):
Abstract [Folien/PDF]

Qualitätsgesicherte Forschungsdaten bilden einen Grundpfeiler des wissenschaftlichen Fortschritts. Sie belegen wissenschaftliche Erkenntnisse und sind vielfach auch Grundlage weiterer Forschung. Die Implementierung eines nachhaltigen Forschungsdatenmanagements mit dem Ziel, durch ihre Verfügbarkeit die Qualität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in der Wissenschaft zu fördern, ist daher eine wichtige Aufgabe, derer sich die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) angenommen hat. Mit als entscheidende Elemente neben einem Infrastrukturaufbau und der Entwicklung geeigneter Regelwerke haben sich die Schaffung von Anreiz- und Anerkennungsmechanismen für „data sharing“ sowie die Akzeptanz der Informationsangebote seitens der Wissenschaft herausgestellt. In einigen Disziplinen sind diese Elemente bereits seit Längerem etabliert und sie verfügen über entsprechende Infrastrukturen und Praxiserfahrungen. Für andere Disziplinen müssen sie erst entwickelt und aufgebaut werden. Gemeinsam mit Forschenden sowie Fachleuten aus dem Informationsmanagement entwickelt die DFG Strategien und Maßnahmen, um den Aufbau einer geeigneten Infrastrukturlandschaft für möglichst alle wissenschaftlichen Disziplinen zu unterstützen.

„Prekäre Evidenz“ – Die epistemische Dimension von Open-Access und Open-Data am Beispiel des Digital Pantheon Project
Christian Berndt

Abstract [Folien/PDF]

Während die bisherige Diskussion um Open-Access und Open-Data vor allem um soziale, juristische und ökonomische Fragen kreiste, soll dieser Beitrag die bislang wenig reflektierte epistemische Dimension von Open-Access ins Zentrum rücken, das heißt, die Frage, welche Auswirkungen digitale Untersuchungsmethoden im Verbund mit immer leistungsfähigeren elektronischen Kommunikationskanälen für die wissenschaftliche Zusammenarbeit und die Rechtfertigung wissenschaftlicher Erkenntnisse haben.

Am Beispiel des Digital Pantheon Project (http://www.digitalpantheon.ch) wird exemplarisch analysiert, wie digital gestützte Forschung aufbereitet und kommuniziert werden muss, um die auf Basis digitaler Erkenntnismittel erzielten Ergebnisse auch angemessen zu rechtfertigen. Aus den Erfahrungen der Projektarbeit werden einige generelle Anforderungen an Open-Access Vorhaben in den (Geistes)Wissenschaften abgeleitet und zur Diskussion gestellt werden, die eine nachhaltige Nutzung digital gestützter Forschungsergebnisse im Rahmen einer arbeitsteiligen Forschungspraxis sicher stellen.

Anforderungen für den Aufbau eines publikationsbezogenen Datenarchivs in den Wirtschaftswissenschaften
Sven Vlaeminck
(ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft)
Abstract [Folien/PDF]

Ein disziplinenspezifischer Ansatz, der auf die Bereitstellung von Forschungsdaten im Kontext der zugehörigen Publikation abzielt, erörtert das Projekt EDaWaX (http://www.edawax.de/) für den Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Zunächst wird der Vortrag den Status Quo in den Wirtschaftswissenschaften in Hinsicht auf die Bereitstellung und Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten aus Fachzeitschriften darstellen. Daran anschließend werden die Ergebnisse unserer Projekt-Studie zu so genannten Data Availability Policies in wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften vorgestellt. Hierbei wird auch beleuchtet, in wiefern sich OA-Zeitschriften von traditionellen Subskriptionszeitschriften bei der Umsetzung von Forschungsdatenrichtlinien unterscheiden. Abschließend werden bisherige Mechanismen zur Verfügbarmachung von Forschungsdaten bei wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften vorgestellt, sowie Gaps und Verbesserungspotenziale umrissen.

Forschungsdaten-Repositorien - Typen, Herausforderungen und Perspektiven
Heinz Pampel
(Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ)
Abstract  [Folien/PDF]  [Folien/slideshare]

Die Forderung nach dauerhaften Zugänglichkeit und Nachnutzung digitaler Forschungsdaten stellt das Wissenschaftssystem vor Herausforderungen. Eine dieser Herausforderungen ist die Konzeption und Umsetzung von Infrastrukturen, die wissenschaftliche Daten dauerhaft organisieren und zugänglich machen. Vermehrt entstehen digitale Repositorien, auf denen Forschungsdaten zur Nachnutzung bereitgestellt werden. Im Rahmen des von der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes re3data.org - Registry of Research Data Repositories (http://re3data.org) wird ein Verzeichnis von Forschungsdaten-Repositorien aufgebaut. Anliegen des Projektes ist es Wissenschaftlern, Förderorganisationen, infrastrukturellen Serviceeinrichtungen, wie Bibliotheken, Daten- und Rechenzentren, sowie Herausgebern von wissenschaftlichen Zeitschriften einen Überblick über Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten zu geben. Projektpartner sind das Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI) der Humboldt-Universität zu Berlin und die Bibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Der Vortrag beleuchtet die Landschaft der Forschungsdaten-Repositorien und gibt einen Bericht über Stand und Perspektive von re3data.org.

Session 2: Publikationsfonds und Förderprogramme: Erfahrungsberichte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Moderation: Gernot Deinzer (UB Regensburg)
Abstract

Neben dem grünen Weg des Selbstarchivierens gewinnt der goldene Weg der Primärpublikation in Open-Access-Zeitschriften immer mehr an Bedeutung. Universitäten bzw. Bibliotheken richten dazu oftmals einen zentralen Publikationsfond ein, welcher Gelder für die Open-Access-Publikationen zur Verfügung stellt. Vielfach wird dabei auf die Förderprogramme von Förderorganisationen zur Finanzierung eines solchen Fonds zurückgegriffen.

In dieser Session sollen die Möglichkeiten zum Einrichten eines derartigen Publikationsfonds ausführlich diskutiert werden. Dazu sollen in einführenden Impulsvorträgen die bisherigen Erfahrungen einer Fördereinrichtung (FWF) sowie einer schweizerischen (Zürich) und dreier deutscher Universitäten (Göttingen, Regensburg, Stuttgart) vorgestellt werden.

Impulsreferate:

Erfahrungen mit den Förderprogrammen des Wissenschaftsfonds (FWF)
Falk Reckling
(FWF)
Abstract [Folien/PDF]

Der FWF, als größte Förderorganisation für Grundlagenforschung in Österreich, verfolgt zwei Schienen für die Förderung von Open-Access-Publikationen: eine für Zeitschriftenartikel und eine für Buchpublikationen.
Für referierte Zeitschriftenartikel, die aus FWF-Projekten hervorgehen, können Zusatzanträge gestellt werden. Damit werden mit zusätzlichen Mitteln die Kosten für Publikationen sowohl in reinen Open-Access- als in Hybrid-Zeitschriften bis drei Jahre nach Projektende finanziert, siehe: http://www.fwf.ac.at/de/projects/referierte_publikationen.html. Um das Verfahren für die ProjektleiterInnnen zu vereinfachen, hat der FWF mit einigen Großverlagen (u.a. Elsevier, Wiley, BMC) Vereinbarungen über Direktverrechnungen der Publikationskosten getroffen. ProjektleiterInnen aus den Lebenswissenschaften und verwandter Gebiete sind zudem aufgefordert, ihre Publikationen in UKPubMedCentral zu archivieren. Die dafür anfallenden Kosten werden vom FWF getragen, siehe: http://www.fwf.ac.at/de/public_relations/oai/pubmed.pdf

Für Buchpublikationen gibt es das gesonderte Programm „Selbständige Publikationen“. Hier zahlt der FWF einen Paketpreis in Höhe von durchschnittlich € 16.000. Dieses Paket enthält das Peer Review (wenn es vom Verlag selbst durchgeführt wird), ein Lektorat, die klassischen Druckkosten und Open Access. Alle geförderten Buchpublikationen müssen schließlich zeitgleich mit der Druckfassung in der FWF E-Book Library freizugänglich archiviert werden, siehe: http://www.fwf.ac.at/de/projects/selbststaendige_publikationen.html

Einschließlich klassischer Publikationskosten wie page charges, Farbabbildungen, Druckkosten etc. hat damit der FWF im Jahr 2011 insgesamt € 2,1 Mio. investiert (davon ca. zwei Drittel für Open Access). Das sind etwa mehr als 1% des Jahresbudgets (und 0,7% für Open Access).

Erfahrungen mit Publikationsfonds an der Universität Zürich
Franziska Moser
(Universität Zürich)
[Folien/PDF]

Erfahrungen mit Publikationsfonds an den Universitäten Stuttgart und Göttingen
Matthias Schulze
(UB Stuttgart) / Sabine Witt (SUB Göttingen)
[Folien 1/PDF]  [Folien 2/PDF]

Erfahrungen mit Publikationsfonds an der Universität Regensburg
Gernot Deinzer
(UB Regensburg)
[Folien/PDF]

Session 3: DINI-Session zu Repositorien: Best Practices und

Content-Strategien

Moderation: Lutz Kowalke (SLUB Dresden)
Abstract

Die Session richtet sich insbesondere an Mitarbeiter institutioneller und disziplinärer Repositorien und findet unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI) statt.

Anders als in den Vorjahren wird das DINI-Zertifikat in diesem Jahr nur eine untergeordnete Rolle in der Session spielen. Im Vordergrund sollen stattdessen allgemein Best Practices und Strategien zur Content-Akquise stehen, die einen Großteil der alltäglichen Arbeit im Betrieb eines Repositoriums ausmachen.

Welche Best Practices machen ein "gutes" Repositorium aus? Erfahrungen und Vorbilder aus den verschiedensten Bereichen können in der Session diskutiert und ausschnittsweise auch von den einleitenden Impulsreferaten thematisiert werden. Mögliche Diskussionspunkte könnten sein:

.) Formate von Repositoryinhalten: Metadaten, Volltexte (klassische Monografien, Zeitschriftenartikel, Dissertationen oder andere Qualifikationsarbeiten); Volltexte in Form von Sekundärpublikationen, bspw. Retrodigitalisate, Pre- oder Postprints oder "born-digitals"; Inhalte von anderen Anbietern, bspw. durch Harvestingaktivitäten von Verlagen (bspw. SWORD) oder anderen Repositorien (bspw. OAI-PMH).

.) Einbindung des Repositories in universitäre und bibliothekarische Workflows;

.) Nutzerinformation und -schulung, bspw. intuitive und hochwertige Selbstarchivierungsprozesse;

.) Verfahren und Instrumente, bspw. Publikationsförderung, OpenAIRE-Compliance für EU-Projekte, Mehrwertdienste.

Nach den einführenden Impulsreferaten schließt sich eine - hoffentlich ausführliche - Diskussion an, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erfahrungen, Problemstellungen und Lösungen austauschen. Hierfür ist es angeraten, bereits im Vorfeld Fragestellungen, Probleme und Lösungsansätze zu überlegen.

Für Fragen zur Session steht der Moderator Herr Dr. Lutz Kowalke (Lutz.Kowalke[at]slub-dresden.de) zur Verfügung.

Impulsreferate:

Open-Access-Netzwerk (OAN): Mehrwertdienste und Vernetzung für Open-Access-Repositorien in Deutschland
Maxi Kindling
(HU-Berlin)
Abstract

Mit dem Ziel die Open-Access-Infrastruktur in Deutschland zu stärken, wurde im Rahmen des DFG-Projekts OA-Netzwerk ein Netzwerk zertifizierter Open-Access-Repositorien in Deutschland aufgebaut. OA-Netzwerk aggregiert die Metadaten der in den Repositorien vorgehaltenen OA-Dokumente und reichert sie mittels verschiedener Dienste an. Grundlage der gemeinsamen Infrastruktur und der mit OA-Netzwerk verbundenen oder kooperierenden Projekte sind die Standards des DINI-Zertifikats für Dokumenten- und Publikationsservices.

Während der Projektlaufzeit 2007-2012 wurden die DINI-zertifizierten Repositorien in OA-Netzwerk eingebunden. Daneben wurde die Vernetzung auf der technischen Ebene z. B. durch die Publikation des OA-Netzwerk-Datenraums als Linked Open Data verfolgt. Auf der organisatorischen Ebene wurde die Vernetzung der verschiedenen Akteure im Open-Access-Umfeld forciert, u. a. im Kontext der Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren von DINI e.V.

Die Ergebnisse von OA-Netzwerk stellen einen wichtigen Schritt zu einer verbesserten Informations-versorgung im Bereich von Open-Access-Publikationen dar und bilden die technologische Grundlage für bereits entwickelte oder noch in Planung befindliche Mehrwertdienste. Daneben bestehen Kooperationen mit verschiedenen internationalen Projekten und Initiativen.

In dem Vortrag sollen die erreichten Ergebnisse von OA-Netzwerk, verschiedene Studien ebenso wie die Desiderate und zukünftige Herausforderungen für die Open-Access-Infrastruktur diskutiert werden. (AutorInnen: Julia Iwanowa, Maxi Kindling, Michaela Voigt, Sammy David; Humboldt-Universität zu Berlin, 24.05.2012)

Metadatenqualität v. Repositorien
Paul Vierkant
(HU Berlin)
Abstrakt

Zehn Jahre Budapest Open Access Initiative ist ein guter Zeitpunkt um kritisch Bilanz zu ziehen, wie sich die deutsche Open-Access-Repositorienlandschaft in der letzten Dekade entwickelt hat. Hierbei wird ein vergleichender Blick auf die Entwicklung von Repositorien in und außerhalb von Deutschland geworfen. Besonders im Fokus stehen die Interoperabilität von Repositorien und die dafür notwendige Einhaltung von Metadaten-Standards. Basierend auf einer Erhebung von Open-Access-Repositorien in Deutschland soll ein allgemeiner Überblick über die Repositorienlandschaft, aber auch einzelne Einblicke in Best-Practice-Repositorien gegeben werden. Im Rahmen dieser Erhebung kam der DINI-OAI-Validator zum Einsatz, mit dem Repositorienbetreiber die Möglichkeit haben, die Standardkonformität ihrer Metadaten zu überprüfen und ggf. zu verbessern. Der Vortrag gibt einen Überblick über den Status Quo von Metadatenstandardisierung deutscher Open-Access-Repositorien.

JuSER - Volltextrepositorium und mehr
Alexander Wagner
(Forschungszentrum Jülich)
Abstrakt [Folien/PDF]

Das Forschungszentrum Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, ist eines der größten Forschungszentren Europas. Sein wissenschaftlicher Output von jährlich über 4.000 Publikationen wird bislang in einer proprietären Veröffentlichungsdatenbank nachgewiesen, welche die maßgebliche Grundlage für das Reporting darstellt. Parallel dazu betreibt die Zentralbibliothek bislang das Volltextrepositorium JUWEL (JUelicher Wissenschaftliche Elektronische Literatur)  auf der Basis von DSpace. JUWEL bietet den Mitarbeitern des Forschungszentrums die Möglichkeit, Publikationen im Rahmen einer Zweitverwertung (Green Road des Open Access) der Öffentlichkeit kostenlos über das Internet zur Verfügung zu stellen und so die Sichtbarkeit der eigenen Arbeit zu erhöhen. Aktuelle Entwicklungen machten eine Neuausrichtung dieser Systeme erforderlich. Nach Abwägung möglicher Optionen fiel die Entscheidung auf das vom CERN entwickelte OpenSource-System Invenio  als Basis. Die Aufgaben wurden kooperativ in einem gemeinsamen Projekt von DESY, Forschungszentrum Jülich, GSI Darmstadt und RWTH Aachen zusammen mit dem CERN bearbeitet. Invenio wurde um einige neue Komponenten erweitert und auf die Bedürfnisse der Kooperationspartner angepasst. Im neuen System JuSER (Juelich Shared Electronic Resources) sind zahlreiche Funktionalitäten zur Erleichterung und Beschleunigung der Dateneingabe und automatisierten Inhaltsanreicherung implementiert, die die Bedienung deutlich vereinfachen und die Benutzbarkeit verbessern. Private Bereiche und Workbench-Funktionen ermöglichen die Verwendung des Systems entlang des gesamten Publikationsprozesses.

LeibnizOpen: zentrales Open-Access-Publikationsverzeichnis der Leibniz-Gemeinschaft auf Basis eines Netzwerks von Fachrepositorien
Anita Eppelin
(ZB MED Köln/Bonn)
Abstrakt [Folien/PDF]

Open Access ist in der Strategie der Leibniz-Gemeinschaft fest verankert und wird zunehmend auf zentraler Ebene gefördert und in den Instituten umgesetzt. Insbesondere die Infrastruktureinrichtungen betreiben fachspezifische Open-Access-Angebote, die alle Wissenschaftsbereiche abdecken. Sie werden von Instituten und Fachcommunities innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft und darüber hinaus genutzt. Durch die Dissemination über fachspezifisch etablierte Informationsangebote (z.B. Fachdatenbanken) und umfassenden Support (z.B. bei der Retrodigitalisierung von Institutsschriftenreihen) werden Anreize geschaffen und Aufwände reduziert, um die Akzeptanz dieser Angebote und somit letztlich die Open-Access-Verfügbarkeit wissenschaftlicher Publikationen insgesamt zu steigern.

LeibnizOpen (www.leibnizopen.de) hat zum Ziel, die Open-Access-Publikationen aus der Leibniz-Gemeinschaft auf dem grünen Weg des Open Access in einem zentralen Portal zu bündeln. Dazu wurden die Inhalte von DIPF, GESIS, TIB, ZB MED, ZBW und ZPID betriebener Repositorien durch die Entwicklung gemeinsamer technischer und Metadaten-Standards zusammengeführt. Daneben werden flankierend Aktivitäten zur Akzeptanzsteigerung von Open Access in den Instituten, zur Content Akquise sowie zur Klärung damit verbundender Rechtsfragen betrieben. Um trotz der charakteristisch hohen Eigenständigkeit und äußerst heterogenen Publikationskulturen der Leibniz-Institute das gemeinsame Ziel effizient zu verfolgen, besteht eine enge Abstimmung zwischen den LeibnizOpen betreibenden Einrichtungen und weiterer Strukturen der Leibniz-Gemeinschaft, wie der Geschäftsstelle und den Arbeitskreisen für Open Access sowie Bibliotheken und Informationseinrichtungen.

Nach der Entwicklungsphase ist LeibnizOpen im Sommer 2011 online gegangen; es befindet sich seither in einem laufenden Work in Progress. Im Vortrag werden der Status Quo vorgestellt und über die Erfahrungen beim Aufbau des Portals und der zugrundeliegenden Infrastrukturen berichtet. Herausforderungen und Risiken, insbesondere bei der Kommunikation mit den Instituten, werden zur Diskussion gestellt, aber auch Chancen, die sich etwa in einer engeren Vernetzung im Hinblick auf Open Access innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft manifestieren.

Session 4: Anwendungs- und Nutzungsbeispiele von Open Access

Moderation: Franziska Lorenz (Universitätsverlag Göttingen)
Abstract

War Open Access in seinen Anfängen vor allem eine politische Forderung, ist es heute in vielen Disziplinen eine Realität, die sich in routinierten Publikationswegen abspielt. In anderen Wissenschaftsbereichen hingegen stehen die Entwicklungen noch am Anfang, etwa in den buchorientierten Disziplinen oder im Betrieb von Publikationsinfrastrukturen durch Hochschulen. Die Session nimmt solche Entwicklungen in den Blick und zeigt ebenfalls auf, wie das Open-Access-Publizieren sich mit anderen Entwicklungen sowohl in den Weiten des Internets als auch den Tiefen des wissenschaftlichen Arbeitens verknüpft, nämlich den sozialen Medien, den virtuellen Forschungsumgebungen und der Forschungsevaluation.

Impulsreferate / Expertendiskussion:

Erfahrungen mit der FWF-E-Book-Library
Doris Haslinger
(FWF)
Abstract [Folien/PDF]

Vor 3 Jahren hat der FWF seine für wissenschaftliche Publikationen bestehende Initiative zur Open Access-Förderung forciert und auf die Förderung von Open-Access-Veröffentlichungen von Büchern ausgeweitet. AutorInnen und Verlage konnten auf freiwilliger Basis zusätzliches Geld für eine Open Access-Archivierung der vom FWF geförderten selbstständigen Publikationen auf der Homepage des Verlages beantragen. Nach einer weitgehend positiven Annahme dieser Fördermöglichkeit  erweiterte der FWF das Förderangebot und verstärkte die freie und kostenlose  Zugänglichkeit der geförderten wissenschaftlichen Publikationen. So fördert der FWF die seit Dezember 2011 eingereichten Anträge mit Pauschalsummen, in denen die Herstellungskosten sowie die Kosten für ein Lektorat, ein Fremdsprachenlektorat oder eine Übersetzung inkludiert sind. Außerdem besteht nun die Verpflichtung, alle im Rahmen dieses Programmes geförderten Publikationen zeitgleich Open Access in der FWF-E-Book-Library zu archivieren.

Die FWF-E-Book-Library ist ein Repositorium des FWF, das vom PHAIDRA-Team der Universität Wien technisch unterstützt wird. Ziel ist es, alle seit Dezember 2011 beim FWF eingereichten und geförderten Publikationen zeitgleich mit dem Erscheinen des Buches, des E-Books, oder Ähnlichem der scientific community kostenlos und frei zugänglich im Internet zur Verfügung zu stellen. 

Der FWF bietet den Verlagen und AutorInnen außerdem an, alle vom FWF geförderten und seit 2000 erschienenen Bücher zu digitalisieren und in der FWF-E-Book-Library Open Access zu veröffentlichen.

Zeitschriftenhosting mit OJS - Der Zeitschriftenserver von Hamburg University Press
Isabella Meinecke
(SUB Hamburg)
Abstract [Folien/PDF]

Seit Sommer diesen Jahres bietet Hamburg University Press, der OA-Verlag der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Zeitschriftenhosting an (siehe http://journals.sub.uni-hamburg.de/). Der Server basiert auf der Open-Source-Software Open Journal Systems (OJS) und wurde unter Berücksichtigung der im aktuellen DINI-Zertifikat formulierten Kriterien konzipiert. Er bietet ein Dach für begutachtete wissenschaftliche OA-Zeitschriften. Die Herausgeber der jeweiligen Zeitschrift sind dabei verantwortlich für den Workflow, während der Bibliotheksverlag sich auf die Präsentation und Sichtbarmachung der Zeitschriften und ihres Inhalts kümmert.

Das Angebot, das sich zurzeit an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hamburg richtet, wurde aufgrund von aus der Wissenschaft geäußerten Wünschen realisiert. Der Verlag verfügt durch die Realisierung der GIGA Journal Family (http://hup.sub.uni-hamburg.de/giga) bereits über Erfahrungen mit einer ähnlichen Struktur.

Der Vortrag wird das Projekt vorstellen und aus den bereits gesammelten Erfahrungen Schlüsse ziehen. Feedback und ein Austausch mit den Anwesenden über das hier geschilderte Modell sind sehr erwünscht.

Open Access for Books in Europe: The OAPEN pilot projects in the UK and Netherlands and the Directory of Open Access Books (Vortrag in englischer Sprache)
Eelco Ferwerda

[Folien/PDF]

ExpertInnendiskussion zum Thema "Der Autor als Mittelpunkt?" Open-Access-Publikationen und ihr Widerhall in sozialen Medien, virtuellen Forschungsumgebungen und Forschungsevaluation
Stefanie Haustein
(Forschungszentrum Jülich), Lambert Heller (TIB/UB Hannover), Felix Lohmeier (SLUB Dresden)

18:00

Vorstellung der Sessions im Plenum

Die Erkenntnisse und Ergebnisse der Sessions werden kurz zusammengefasst und dargestellt.

Donnerstag, 27.09.2012

9:00

Session 5: OpenAIRE und OpenAIRE+

Moderation: Anja Oberländer (Bibliothek der Univ. Konstanz)
Abstract

Der Workshop führt in das EU-Projekt OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe) ein, das Wissenschaftler/innen und Institutionen bei der Umsetzung des Open-Access-Piloten der Europäischen Kommission und der Open-Access-Guidelines des Europäischen Forschungsrates unterstützt. Anhand von konkreten Praxisbeispielen werden Repositorienbetreiber und Institutionen informiert, wie Sie die Anforderungen in Ihren Einrichtungen umsetzen können. Hierfür wird erklärt, wie die "OpenAIRE compliance" des eigenen Repositories realisiert werden kann, und wie man die Wissenschaftler/innen in den Institutionen informieren und zugleich erfolgreich Content-Akquise für das Repository betreiben kann. Für Fragen und Diskussion zur konkreten Umsetzung der Anforderungen stehen Vertreter verschiedener Institutionen beratend zur Verfügung.

Zudem wird die aktuelle Projekterweiterung OpenAIRE+ eingehend vorgestellt, die die Verknüpfung von Forschungsdaten mit wissenschaftlichen Publikationen voranbringen soll.

Impulsreferate:

Das ‘Plus’ in OpenAIRE: Zugang zu europäischer Forschung
Najla Rettberg
(SUB Göttingen)
[Folien/PDF]

Putting Research Information into Context across Research Infrastructures
Matthias Lösch
(UB Bielefeld), Paolo Manghi (ISTI), Jochen Schirrwagen (UB Bielefeld)
[Folien/PDF]

OpenAIRE Guidelines und Compliance: Umsetzung, Beratung und Content-Akquise mit der Umsetzung an der Universität Konstanz als konkretem Beispiel
André Hoffmann (UB Konstanz)
[Folien/PDF]

OpenAIRE – Umsetzung in der Helmholtz-Gemeinschaft
Paul Schultze-Motel
(Helmholtz-Gemeinschaft)
[Folien/PDF]

Session 6: Bibliometrische Aspekte von Open Access

Moderation: Christian Gumpenberger (UB Wien)
Abstract

Der goldene Weg (das Publizieren in Open-Access-Journals) gilt heute vielfach als das ideale Ziel und wird zunehmend von Forschungsfördergebern forciert. Er gilt aber gerade in Koexistenz mit dem traditionellen Zeitschriftensubskriptionsmodell als schwierig zu finanzieren. Abgesehen vom finanziellen Aspekt existieren auf Seiten der WissenschafterInnen Vorbehalte in Bezug auf den Impact von Open-Access-Journals. Im Zeitalter der verstärkten Evaluierung wissenschaftlicher Leistungen gewinnt somit der Einsatz von bibliometrischen Verfahren auch im Bereich Open Access an Bedeutung und soll entsprechend in dieser Session behandelt werden.

In einem ersten Impulsreferat wird aufgezeigt, wieviele der laut Ulrichs und DOAJ (Directory of Open Access Journals) als Open Access geführten Zeitschriften auch tatsächlich in den Journal Citation Reports (JCR) von Thomson Reuters indexiert sind und somit einen Journal Impact Factor (JIF) aufweisen. Die Ergebnisse werden sowohl fachgebiets- als auch länderspezifisch dargestellt. Das zweite und dritte Impulsreferat dienen der überblicksartigen Verlaufsdarstellung von gesamtösterreichischen Publikationen bzw. Publikationen der Universität Wien in Open-Access-Journals für den Zeitraum 2007-2011. Impulsreferat Nr. 4 berichtet über die Kriterien für die Herausgabe neuer (oder umzuwandelnder) OA-Journals an der Universität Wien im Rahmen des Projekts „Publikationsberatung“. Das letzte Impulsreferat geht schließlich auf die Bedeutung des Social Media Impacts ein.


Impulsreferate:

Impact Evolution von Gold Open Access Journals
Christian Gumpenberger (UB-Wien)
[Folien/PDF]

Österreichische Publikationen in Gold Open Access Journals
Juan Gorraiz
(UB-Wien)
[Folien/PDF]

Publikationen der Universität Wien in Open Access Journals
Steve Reding
(UB-Wien)
[Folien/PDF]

Qualitätskriterien für Gold Open Access Journals
Juan Gorraiz (UB-Wien)
[Folien/PDF]

Zitate, Downloads und altmetrics: Möglichkeiten zur Messung von wissenschaftlichem Impact?
Stefanie Haustein
(Forschungszentrum Jülich)
[Folien /PDF]

Session 7: Vom Subskriptions-Modell zu Open Access - Potentiale für Fachzeitschriften

Moderation: Olaf Siegert (ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft), Anita Eppelin (ZB MED, Köln/Bonn)
Abstract

Bei der weiteren Umsetzung von Open Access in den einzelnen Wissenschaftsfächern hat sich herausgestellt, dass es zwar mittlerweile eine Vielzahl von Open-Access-Zeitschriften gibt, diese es aber bislang nur in wenigen Ausnahmen geschafft haben, in den Kern der fachlich zentralen Journals vorzustoßen, die sich durch hohe Platzierungen in Zeitschriftenrankings oder Impact Faktoren auszeichnen. Vor diesem Hintergrund kann die Umwandlung von bereits etablierten Fachzeitschriften hin zu Open Access entscheidende Impulse für die Akzeptanz von Open Access in einem Fach bewirken.

Doch was bedeutet so eine Umwandlung im Einzelnen? Wie sehen die Erfahrungen aus, aus denen für zukünftige Vorhaben gelernt werden kann? Welches sind die Hürden, die jeweils zu nehmen sind, welche Punkte sprechen unter Umständen auch gegen die Umstellung weg vom Subskriptionsmodell? Welche Auswirkungen auf die Entwicklung der Journals sind durch die Umstellung zu beobachten?

Unsere Session möchte sich diesen Fragen widmen und differenziert dazu nach unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Impulsreferate reichen daher von der Herausgeber- über die Verlagsseite bis hin zur Sicht der Forschungsförderer und werden danach hoffentlich von einer spannenden Diskussion ergänzt.

Impulsreferate:

Aktivitäten bei Knowledge Exchange
Gernot Deinzer
(UB Regensburg)
[Folien/PDF]

Umgewandelte Journals bei SpringerOpen
Bettina Görner
(Springer)
[Folien/PDF]

Zum aktuellen Stand bei SCOAP3
Angelika Kutz
(TIB Hannover)
[Folien/PDF]

Die Open-Access-Transformation des Journal of Business Market Management
Jana Möller
(FU Berlin)
[Folien/PDF]

Session 8: Aufbau von Open-Access-Angeboten an Bibliotheken

Moderation: Guido Blechl (UB Wien)
Abstract

Die Session richtet sich in erster Linie an EntscheidungsträgerInnen in Bibliotheken, die vorhaben, ein eigenes Open-Access-Angebot an ihrer Institution aufzubauen. Ausgehend von Grundsatzfragen, ob dies denn überhaupt nötig ist, wird anhand von konkreten Beispielen und Erfahrungen aufgezeigt, wie dies erfolgen kann und welche organisatorischen und rechtlichen Maßnahmen hier zu treffen sind.

Impulsreferate:

Wie sollen Bibliotheken strategisch auf Open Access reagieren?
Bruno Bauer (UB Med.-Uni Wien)
[Folien/PDF]

Aufbau von Open-Access-Strukturen am Beispiel der UB Wien
Guido Blechl (UB Wien)
[Folien/PDF]

Going Open Access - alles ganz einfach?
Patrick Danowski (IST Austria)
[Folien/slideshare]

Herausforderungen beim Aufbau einer universitätsweiten Open-Access-Infrastruktur am Beispiel von Phaidra
Susanne Blumesberger (UB Wien)
[Folien (PDF)]

Rechtliche Aspekte beim Aufbau von Repositorien [Vortrag wurde abgesagt]
Seyavash Amini (Max-Planck-Gesellschaft)

11:00

Vorstellung der Sessions im Plenum

Die Erkenntnisse und Ergebnisse der Sessions werden kurz zusammengefasst und dargestellt.

11:30

Mittagspause

12:30

Projekt PEER (Publishing and the Ecology of European Research): Herausforderungen und Ergebnisse

Barbara Kalumenos, STM
Abstract [Folien/PDF]

PEER  war ein von der Europäischen Kommission im Rahmen von eContentplus unterstütztes Projekt, in welchem ganz unterschiedliche Akteure aus dem Bereich der wissenschaftlichen Kommunikation zusammenarbeiteten, die bei der Beurteilung von Fragen im Zusammenhang mit Open Access regelmäßig divergierende Auffassungen vertreten, wie Verlage, Bibliotheken, Repositorienbetreiber, Förderorganisationen und Forscher. Ziel des Projektes war die Generierung empirischer Daten zu den Auswirkungen einer systematischen Umsetzung des grünen Weges zu Open Access. Dazu wurde ein einmaliger Beobachtungsraum (PEER Observatory) geschaffen, der es ermöglichte, die großangelegte, systematische Online-Bereitstellung von Autorenmanuskripten in Repositorien zu erforschen. Im Observatory stellten kooperierende Verlage während der Projektlaufzeit (bis Mai 2012) stage-2-Artikel aus 241 Zeitschriften zur Verfügung, die in sechs teilnehmenden Repositorien verfügbar gemacht wurden. Auf dieser Grundlage wurden drei Forschungsprojekte durchgeführt. Durch Logfileanalysen und Befragungen wurden Informationen über die Nutzung von Artikeln in Repositorien, das Verhalten von Forschern als Autoren und Leser sowie die wirtschaftlichen Effekte bei den involvierten Partnern gewonnen.

Im ersten Teil des Vortrages wird die Entwicklung des PEER Observatorys vorgestellt und die damit auftretenden technischen Anforderungen auf Seiten von Verlagen und Repositorien erklärt. Der zweite Teil bietet einen Überblick über die Vorgehensweise und fasst die Ergebnisse der im Projekte realisierten Forschungsstudien zusammen.

13:00

"Living" Archives – How data archiving can contribute to quality in qualitative research 

Andrea Smioski, WISDOM
Abstract [Folien/PDF]

The dramatic increase in qualitative research raises the question of how to deal with research data. Large archives, such as the UK Data Archive, now dispose of specialized facilities for the archiving of qualitative data. In 2007, the Austrian archive for social science research data, the Vienna Institute for Social Science Documentation and Methodology (WISDOM), established a qualitative archive as well. However, qualitative data requires different archiving strategies than quantitative data. Comprehensive data documentation is essential for the secondary use of archived qualitative material, confidentiality issues need to be given greater consideration and metadata description for qualitative data comprises different and at times more in-depth information about a study than it does for quantitative research data.

This paper examines archiving strategies for qualitative data, which were developed at WISDOM in the course of the last four years. Light will be shed on the close interconnection of research and archiving processes. Archiving processes, such as data documentation and data management, are understood as integral parts of and intrinsically tied to the research process. Therefore it is of utmost importance to involve researchers in the archiving process. This has further consequences for the lifecycle of a data set. Archiving is not understood as a final stage in the data lifecycle. Instead, a new concept, the concept of a “living archive” is introduced. Through reuse of archived data, e.g. additional data generation, the production of more detailed transcriptions or new coding schemes, collections can grow and, in the long term, increase in value. Finally, this paper illustrates how data archiving can contribute to the quality of qualitative research and highlights the importance of archives as instances for quality assurance.

13:30

Podiumsdiskussion: Open Access Publishing Trends

Moderation: Helmut Hartmann (KEMÖ/OBVSG)

Margo Bargheer (Universitätsverlage)
Bettina Görner (Springer)
Martin Rasmussen (Copernicus)
Eva-Maria Scheer (Wiley)

 

 

14:30

Abschlusskeynote

Prof. Dr. Gabriele Beger, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
[Folien/PDF]

14:50

Verabschiedung