Moderation: Agathe Gebert (GESIS)

POSUKO
POrtable SUchKOntexte zur Vernetzung von Bibliotheken, Verlagen und Wissenschaftlern
Martin Roos (UB Hagen)
Abstract | Video Poster

Im Rahmen des Open-Access-Journals eleed (e-learning and education) wird ein neuer kollaborativer Ansatz zur Literaturrecherche erprobt. Ausgehend von den Artikeln, ihren Metadaten und ihren Literaturreferenzen sollen das semantische Verständnis während der Recherche visualisiert, Suchkontexte expliziert und Suchinformationen für Bibliotheken und Verlage nutzbar gemacht werden. Suchkontexte von Nutzenden können offengelegt und über Anbietergrenzen hinweg zur Verbesserung der Suche genutzt werden.

Das sich so ergebende semantische Suchnetz soll durch offene Dienste über ein freies Austauschformat abgelegt und genutzt werden. Durch Suchaktivitäten wächst der Suchkontext an. Anbieter können ihn nicht nur zur Verbesserung von Suchergebnissen nutzen, sondern auch ihre Literatur-Metadaten anreichern.

Der kooperative Ansatz wird von der UB Hagen und dem Open-Access-Journal eleed in einem Forschungsprojekt erprobt. Wir laden Wissenschaftler ein, den Dienst zum Aufbau von Recherchenetzen zu nutzen.

 

Open Source for Open Access
Das Repository-Framework „MyCoRe“
Wiebke Oeltjen
(Universität Hamburg)
Abstract | Video | Poster

MyCoRe ist eine Open-Source-Software für Web-Anwendungen zum Erschließen, Recherchieren, Veröffentlichen und Präsentieren von Metadaten und digitalen Inhalten. Publikationsserver und Online-Archive können mit dem Framework ebenso erstellt werden wie institutionelle oder fachliche Repositorien. MyCoRe stellt ein breites Spektrum an Funktionalität zur Verfügung, das individuell anpassbar, vielseitig einsetzbar und nachhaltig nutzbar ist:

  • MyCoRe ist vielseitig einsetzbar: Bundesweit werden MyCoRe-Anwendungen z.B. als Archive, Kataloge, Dokumentenserver oder Bilddatenbanken betrieben.
  • MyCoRe ist anpassbar an eigene Anforderungen und an individuelle Datenmodelle für das jeweils eigene Repositorium – „My Content Repository“.
  • MyCoRe ist nachhaltig, aufgrund des Einsatzes bewährter Software-Komponenten und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Software seit mehr als 10 Jahren.

Über 60 MyCoRe-Anwendungen werden bundesweit an mehr als 20 Standorten betrieben. Eingesetzt wird MyCoRe von Universitätsbibliotheken und Universitätsrechenzentren, aber auch von den Bundeseinrichtungen DESTATIS und BMEL für die Veröffentlichung von Open-Access-Publikationen. Weitere Informationen finden Sie auf der MyCoRe-Homepage unter www.mycore.de.

 

2014 Census of Open-Access-Repositorien in Germany, Austria and Switzerland
Maxi Kindling
(IBI, Berlin)
Abstract | Video | Poster I Poster II

Die nach Ländern aufgeteilten (D, A und CH) 2014 Census-Poster ergänzen die im Plenums-Vortrag vorgetragenen Inhalte. Die visualisierten Ergebnisse geben den KonferenzteilnehmerInnen eine weitere Möglichkeit der Information und Diskussion des Census mit deren AutorInnen. Wie auch schon bei den Open-Access-Tagen 2013 in Wien werden die Ergebnisse in Form von Infografiken veranschaulicht:

  • zwei Poster zur Präsentation der oben genannten Ergebnisse des 2014 Census deutscher Open-Access-Repositorien
  • ein Poster zur Präsentation der oben genannten Ergebnisse des 2014 Census österreichischer und Schweizer Open-Access-Repositorien.

 

OA-Publizieren in der Bibliothek
Das Konzept des ZB MED – Leibniz-Informationszentrums Lebenswissenschaften
Ursula Arning (ZB MED, Köln)
Abstract | Video | Poster

Das ZB MED - Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften entwickelt seit über 10 Jahren in seiner Abteilung "Digitales Publizieren" OA-Produkte, von denen einige inzwischen zum Kerngeschäft der ZB MED gehören. Mittels eines Posters werden die neuen Strategien des ZB MED im Bereich OA vorgestellt: Die drei Säulen "Beraten, Publizieren, Vernetzen" verdeutlichen, wie in einer öffentlichen Einrichtung die Verbindung von Theorie und Praxis im Bereich des OA-Publizierens gelingen kann.

 

Open Access im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Status quo und Perspektiven
Bodo Rödel und Christian Woll (BIBB Bonn)
Abstract | Video | Poster

Seit 2010 gibt es zum Thema Open Access im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) umfangreiche Arbeiten. Diese mündeten in der Verabschiedung einer Open-Access-Policy des BIBB und der Umsetzung des sogenannten „goldenen Weges“ für unterschiedliche Veröffentlichungsreihen. Beiträge aus der Fachzeitschrift des BIBB „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis (BWP)“ werden im Rahmen des „grünen Weges“ nach einem Jahr Open Access zur Verfügung gestellt.

Als logische Fortführung der Open-Access-Strategie des BIBB wird aktuell der Aufbau eines Repositories vorangetrieben. Im Rahmen eines sechsmonatigen Projektes wurden mit Blick auf den Bedarf in der Berufsbildungsforschung verschiedene Varianten eines Repositories - von einem institutionellen BIBB-Repository bis hin zu einem fachlichen und international ausgerichteten Repository - geprüft. Das Poster berichtet über die Open-Access-Aktivitäten des BIBB und über die Projektergebnisse.

 

Open Access Citation Effect bei BioMed Central
Stefan Busch (BioMed Central, Heidelberg)
Abstract | Poster

Über die Existenz und die Größe eines „Open Access Citation- Effect“ wird weiterhin diskutiert. Eine Quelle für entsprechende Daten sind die Entwicklungen von Impact-Faktoren bei Zeitschriften, die vom Subskriptionsmodell zum OA-Modell gewechselt sind. Am Beispiel solcher Journals bei BioMed Central lassen sich einige Einsichten über den Effekt und dabei wirksame Faktoren gewinnen. Das Poster bietet ein Update zu Trends, die erstmals bei den OA-Tagen 2013 vorgestellt wurden.

 

SCOAP3-Start zum 1.1.2014
Golden Open Access in der Hochenergiephysik
Angelika Kutz (TIB, Hannover)
Abstract | Poster

Die TIB ist deutsche Zentrale Fachbibliothek für Technik sowie Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik. Sie sieht sich im Dienste dieser Wissenschafts-Communities für fachspezifische Informationen auch jenseits traditioneller Publikations- und Lizenzformen in der Verantwortung. SCOAP³ (Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics) ist ein weltweiter Zusammenschluss aus Bibliotheken und Wissenschaftlern mit dem Ziel, wissenschaftliche Publikationen in der Hochenergiephysik (HEP) open-access zugänglich zu machen. Die TIB koordiniert im Rahmen des DFG-geförderten Projekts SCOAP³-DH die Teilnahme deutscher Hochschulen am Konsortium.

Das Projekt ist zum 01.01.2014 unter Beteiligung von 11 Verlagen und Fachgesellschaften für eine Laufzeit von zunächst drei Jahren gestartet. Die internationale Projektstruktur ist nunmehr vertraglich formalisiert. Die TIB ist neben DESY (für HGF) und der MPG SCOAP³ beigetreten, um die Beteiligung der deutschen Hochschulen zu ermöglichen. Das SCOAP3-Repositorium des CERN steht bereits zur Verfügung. Das Poster wird über den aktuellen Stand dieses Pilot-Projektes berichten.

 

FOSTER – Open.Science.Training
Birgit Schmidt und Astrid Orth (SUB Göttingen)
Abstract | Video | Poster

Freier Zugang zu unterschiedlichen Formen wissenschaftlicher Ergebnisse wird für die Forschung in Europa ein wichtiger Zukunftsmotor. Insbesondere für die nachrückende Generation an Forschern, die in einer vernetzten Umwelt groß geworden sind, liegen die Vorteile digitaler Methoden beim Forschen und Lernen auf der Hand. Jedoch sind praktische Fragen manchmal nicht einfach zu beantworten: wo gibt es Zugang zu qualitätsgesicherten Materialien, wie und wo kann jeder selbst Ergebnisse publizieren, unter welchen Bedingungen können Informationen weitergegeben und genutzt werden?

Das Projekt FOSTER – Foster Open Science Training for European Research (http://www.fosteropenscience.eu) – hat sich zum Ziel gesetzt, diese Fragen zu beantworten. Das auf zwei Jahre angelegte EU-Projekt wird Theorie und Praxis von Open Access und Open Science im Rahmen eines breit angelegten Trainingsprogrammes anschaulich vermitteln. Die wichtigsten Interessengruppen, speziell Nachwuchsforscher unterschiedlichster Fachrichtungen sowie Projektmanager und Forschungsadministratoren, können aus einer Vielfalt an Informations- und Lehrmethoden die für sie geeigneten auswählen. Die Bandbreite umfasst klassische Seminare genauso wie Hands-on-Workshops sowie eLearning und Blended-Learning- Formate. Einen Schwerpunkt in der Projektstrategie stellt die Einbindung der Trainingsinhalte in postgraduale Ausbildungen, Summer Schools oder veranstaltungsbegleitende Workshops dar. Multiplikatoren wie Mitarbeiter in Forschungsbibliotheken und -einrichtungen werden ausgebildet und dabei unterstützt, eigene Trainingsprogramme in ihren jeweiligen Institutionen aufzusetzen.

Das Poster beschreibt die Ziele und Strategien des Projektes Lehr- und Trainingsmaterial zu den Themen Open Access und Open Science zur Verfügung zu stellen, insbesondere im Hinblick auf die durch die EU-Kommission erstellten Vorgaben in der Forschungsförderung – Stichwort Horizon 2020. Erste Ergebnisse des Projektes, das im Februar 2014 gestartet wurde, werden vorgestellt, darunter das für das Jahr 2014 geplante Trainingsprogramm, das aus einer ersten offenen Ausschreibung hervorgegangen ist.

 

Open Access versus Copyright
On the Organization and International Political Economy of Access to Scientific Knowledge
Marc Scheufen (Institute of Law & Economics, Hamburg)
Abstract | Video | Poster

Der Wissensschaffungsprozess in der Wissenschaft ist in vielerlei Hinsicht ein kumulativer Prozess. Nicht erst seit Sir Isaar Newtons berühmten Metapher über die Riesen, auf dessen Schultern er stand, wissen wir über die Bedeutung einzelner Bausteine der Wissenschaft, die zugleich Grundlage für neue Häuser des Wissens sind. Einsicht über diese Tatsache verdeutlicht, dass Zugang zu diesem Wissen eine wesentliche Determinante des Wissensschaffungsprozesses darstellt. Das Urheberrecht, das diesen Zugang regelt, steht indes seit einiger Zeit in der Kritik. Insbesondere die Rolle des Urheberrechts in der Wissenschaft wurde in der Vergangenheit stark kritisiert. Diese Diskussion hat zwei Hintergründe: Auf der einen Seite sind die Subskriptionspreise für wissenschaftliche Zeitschriften in den vergangenen Jahren rapide gestiegen mit fundamentalen Folgen für den Zeitschriftenbestand in Bibliotheken. Das Urheberrecht schafft in diesem Zusammenhang erst die Grundlage für Preisdiskriminierungsstrategien der Verlage. Auf der anderen Seite scheint die eigentliche Intention des Urheberrechts – die Schaffung (finanzieller) Anreize – in der Wissenschaft nicht vordergründig zu sein. In der Tat geben Wissenschaftler ihre Arbeiten in der Regel ohne ein entsprechendes Honorar an die Verlage, um andere Ziele, wie den Aufbau von Reputation, zu verfolgen.
Diese Arbeit thematisiert diese Urheberrechtsdiskussion und hinterfragt die Rolle des Urheberrechts in der Wissenschaft. Zugleich wird die Möglichkeit eines freien Zugangs zu wissenschaftlichem Wissen unter dem Open Access Modell diskutiert. Im Besonderen steht dabei die internationale Dimension dieser Forschungsfrage im Mittelpunkt. Die Arbeit diskutiert die Konsequenzen eines „Regime“-Wechsels im wissenschaftlichen Publikationsmarkt – vom traditionellen Closed Access (Urheberrecht) zum Open Access Modell. Wir vergleichen beide Modelle aus wohlfahrtökonomischer Perspektive. Ein Blick auf die politökonomische Dimension zur Implementierung des Open Access Modells auf internationaler Ebene verdeutlicht anschließend die mögliche Bedeutung aber auch die Gefahren von Open Access für Entwicklungsländer. Die Arbeit schließt mit einer sieben Punkte Agenda, die in der politischen Diskussion und den Maßnahmen berücksichtigt werden sollte.

 

OpenAIRE-Guidelines
Anja Oberländer (UB Konstanz)
Abstract | Video | Poster

OpenAIRE unterstützt die Open Access Policy der Europäischen Kommission durch Aufbau und Umsetzung einer Infrastruktur die Wissenschaftler/innen dabei unterstützt, das Open Access Mandat der EU umzusetzen. OpenAIRE setzt sich für eine offene wissenschaftliche Kommunikation ein und ermöglicht durch ein Netzwerk von institutionellen und disziplinären Repositorien den Zugang zu Open-Access-Inhalten.

Menge und Sichtbarkeit dieser Inhalte aus Repositorien, Datenarchiven und CRIS können deutlich erhöht werden, wenn ein allgemeingültiger und interoperabler Ansatz im Einklang mit bestehenden Richtlinien verfolgt wird. OpenAIRE hat sich von einer reinen Publikationsplattform zu einer umfassenderen Infrastruktur weiterentwickelt, die alle Arten wissenschaftlichen Outputs umfasst. Um dies in die Praxis umzusetzen, wurde ein integriertes Set von Richtlinien mit spezifischen Anforderungen zur Erreichung der Ziele von OpenAIRE entworfen. Durch die Umsetzung der OpenAIRE Guidelines in den wissenschaftlichen Kommunikationssystemen können Autoren die Open-Access-Anforderungen der Europäischen Kommission und ebenso anderer Förderorganisationen, die mit OpenAIRE kooperieren, erfüllen.

Dieses Poster stellt die OpenAIRE Guidelines vor und hebt dabei die speziellen Richtlinien für Repositorien, Datenarchive und CRIS-Systeme hervor. Zudem wird das Richtlinien-Wiki vorgestellt, das der Repositoriencommunity Möglichkeiten für Einblick und Austausch über die im Rahmen von OpenAIRE geleistete Arbeit im Bereich der Interoperabilität bietet.

 

Offen, einfach, sicher: datorium
Natascha Schumann (GESIS, Köln)
Abstract | Video | Poster

datorium ist ein Service von GESIS zur Veröffentlichung und Nachnutzung von sozialwissenschaftlichen Forschungsdaten. Dieser Service richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Forschungsdaten einfach und sicher archivieren und mit anderen Forscherinnen und Forschern teilen möchten. Die Daten werden einfach und bequem über die Weboberflache hochgeladen. Sie werden dann u.a. im Hinblick auf Datenschutz überprüft und im GESIS Datenarchiv gespeichert.

GESIS befürwortet einen möglichst uneingeschränkten Zugang zu öffentlich finanzierten Forschungsdaten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können jedoch festlegen, ob ihre Daten ohne jegliche Registrierung, mit Registrierung oder erst mit ihrer Einwilligung genutzt werden können.

Die in datorium veröffentlichten Daten sind referenzierbar, zitierbar und erhalten einen DOI. Die Metadaten werden gleichzeitig an DataCite weitergegeben und sind damit auch international recherchierbar.