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Session 1: Forschungsdaten öffentlich zugänglich machen - Chancen und Herausforderungen

(Making Research Data publicly available: opportunities and challenges)

Moderation: Christoph Bruch
(Helmholtz-Gemeinschaft, Helmholtz Open Access Koordinationsbüro)

Sessionabstract:

In wissenschaftlichen Einrichtungen steigt die Aufmerksamkeit für das Anliegen, Forschungsdaten zu sichern und für weitere Nutzungen zugänglich zu machen. Im Wesentlichen lassen sich hier zwei Szenarien identifizieren: a) das Nachprüfprüfen veröffentlichter Ergebnisse; b) die Nutzung der Forschungsdaten in neuen Kontexten. Zur Realisierung der angestrebten Nachprüfbarkeit und Nachnutzbarkeit sind Aktivitäten verschiedener Akteursgruppen notwendig.

Voraussetzung für eine Zugänglichmachung von Forschungsdaten ist eine geeignete Archivierung. Hierzu stehen die einzelnen Wissenschaftsdisziplinen vor der Herausforderung zur Entwicklung entsprechender Standards guter wissenschaftlicher Praxis. Infrastruktureinrichtungen und andere wissenschaftlichen Dienstleister stehen vor der Herausforderung korrespondierende Infrastrukturen zu entwickeln und zu betreiben.

Im Workshop werden die wissenschaftlichen Interessen an der Nachprüfbarkeit und Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten und daraus folgende Praxen bzw. Policies aus vier unterschiedlichen Perspektiven thematisiert:

Ein Vertreter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde als Repräsentant der Perspektive der Förderorganisationen eingeladen. Diese sind u.a. mit der Frage konfrontiert, wie detailliert der Umgang mit Forschungsdaten in Förderbedingungen geregelt werden soll und welche Kosten für das Management von Forschungsdaten angemessen sind.

In zwei Vorträgen wird der Umgang mit Forschungsdaten aus der Perspektive von Geistes- und Sozialwissenschaften thematisiert. Bei diesen Vorträgen wird auch die Rolle von Forschungsdaten-Repositorien und Journalen thematisiert.

Die für das Archivieren und Nachnutzen von Forschungsdaten notwendige Infrastruktur wird in vielen Disziplinen gerade erst aufgebaut. Wo welche Forschungsdaten abgelegt oder gefunden werden können, ist nicht leicht feststellbar. Ebenso fehlen leicht nutzbare Indikatoren über die an den einzelnen Repositorien praktizierten Maßnahmen der Qualitätssicherung. Das auf diese Fragestellungen fokussierte Projekt re3data.org wird im vierten Vortrag des Workshops vorgestellt.

Impulsreferate:

Webressourcen:

Digital Pantheon Project | EDaWaX | re3data.org

 

 

Session 2: Publikationsfonds und Förderprogramme: Erfahrungsberichte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Moderation: Gernot Deinzer (UB Regensburg)

Sessionabstract:

Neben dem grünen Weg des Selbstarchivierens gewinnt der goldene Weg der Primärpublikation in Open-Access-Zeitschriften immer mehr an Bedeutung. Universitäten bzw. Bibliotheken richten dazu oftmals einen zentralen Publikationsfond ein, welcher Gelder für die Open-Access-Publikationen zur Verfügung stellt. Vielfach wird dabei auf die Förderprogramme von Förderorganisationen zur Finanzierung eines solchen Fonds zurückgegriffen.

In dieser Session sollen die Möglichkeiten zum Einrichten eines derartigen Publikationsfonds ausführlich diskutiert werden. Dazu sollen in einführenden Impulsvorträgen die bisherigen Erfahrungen einer Fördereinrichtung (FWF) sowie einer schweizerischen (Zürich) und dreier deutscher Universitäten (Göttingen, Regensburg, Stuttgart) vorgestellt werden.

Impulsreferate:

 
 

Session 3: DINI-Session zu Repositorien: Best Practices und
Content-Strategien

Moderation: Lutz Kowalke (SLUB Dresden)

Sessionabstract:

Die Session richtet sich insbesondere an Mitarbeiter institutioneller und disziplinärer Repositorien und findet unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI) statt.

Anders als in den Vorjahren wird das DINI-Zertifikat in diesem Jahr nur eine untergeordnete Rolle in der Session spielen. Im Vordergrund sollen stattdessen allgemein Best Practices und Strategien zur Content-Akquise stehen, die einen Großteil der alltäglichen Arbeit im Betrieb eines Repositoriums ausmachen.

Welche Best Practices machen ein "gutes" Repositorium aus? Erfahrungen und Vorbilder aus den verschiedensten Bereichen können in der Session diskutiert und ausschnittsweise auch von den einleitenden Impulsreferaten thematisiert werden. Mögliche Diskussionspunkte könnten sein:

.) Formate von Repositoryinhalten: Metadaten, Volltexte (klassische Monografien, Zeitschriftenartikel, Dissertationen oder andere Qualifikationsarbeiten); Volltexte in Form von Sekundärpublikationen, bspw. Retrodigitalisate, Pre- oder Postprints oder "born-digitals"; Inhalte von anderen Anbietern, bspw. durch Harvestingaktivitäten von Verlagen (bspw. SWORD) oder anderen Repositorien (bspw. OAI-PMH).

.) Einbindung des Repositories in universitäre und bibliothekarische Workflows;

.) Nutzerinformation und -schulung, bspw. intuitive und hochwertige Selbstarchivierungsprozesse;

.) Verfahren und Instrumente, bspw. Publikationsförderung, OpenAIRE-Compliance für EU-Projekte, Mehrwertdienste.

Nach den einführenden Impulsreferaten schließt sich eine - hoffentlich ausführliche - Diskussion an, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erfahrungen, Problemstellungen und Lösungen austauschen. Hierfür ist es angeraten, bereits im Vorfeld Fragestellungen, Probleme und Lösungsansätze zu überlegen.

Für Fragen zur Session steht der Moderator Herr Dr. Lutz Kowalke (Lutz.Kowalke[at]slub-dresden.de) zur Verfügung.

Impulsreferate:

Webressourcen:

OAN | LeibnizOpen 

 

 

Session 4: Anwendungs- und Nutzungsbeispiele von Open Access

Moderation: Franziska Lorenz (Universitätsverlag Göttingen)

Sessionabstract:

War Open Access in seinen Anfängen vor allem eine politische Forderung, ist es heute in vielen Disziplinen eine Realität, die sich in routinierten Publikationswegen abspielt. In anderen Wissenschaftsbereichen hingegen stehen die Entwicklungen noch am Anfang, etwa in den buchorientierten Disziplinen oder im Betrieb von Publikationsinfrastrukturen durch Hochschulen. Die Session nimmt solche Entwicklungen in den Blick und zeigt ebenfalls auf, wie das Open-Access-Publizieren sich mit anderen Entwicklungen sowohl in den Weiten des Internets als auch den Tiefen des wissenschaftlichen Arbeitens verknüpft, nämlich den sozialen Medien, den virtuellen Forschungsumgebungen und der Forschungsevaluation.

Impulsreferate / Expertendiskussion:

  • Doris Haslinger (FWF): Erfahrungen mit der FWF-E-Book-Library
    [abstract] [Folien/PDF]
  • Isabella Meinecke (SUB Hamburg): Zeitschriftenhosting mit OJS -
    Der Zeitschriftenserver von Hamburg University Press
    [abstract] [Folien/PDF]
  • Eelco Ferwerda: Open Access for Books in Europe: The OAPEN pilot projects in the UK and Netherlands and the Directory of Open Access Books (Vortrag in englischer Sprache)
    [Folien/PDF]
  • Stefanie Haustein (Forschungszentrum Jülich), Lambert Heller (TIB/UB Hannover), Felix Lohmeier (SLUB Dresden): ExpertInnendiskussion zum Thema "Der Autor als Mittelpunkt?" Open-Access-Publikationen und ihr Widerhall in sozialen Medien, virtuellen Forschungsumgebungen und Forschungsevaluation

Webressourcen:

OJS | HUP-Zeitschriftenserver | OAPEN | DOAB | 3 Thesen für die OA-Tage

 

 

Session 5: OpenAIRE und OpenAIRE+

Moderation: Anja Oberländer (Bibliothek der Univ. Konstanz)

Sessionabstract:
Der Workshop führt in das EU-Projekt OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe) ein, das Wissenschaftler/innen und Institutionen bei der Umsetzung des Open-Access-Piloten der Europäischen Kommission und der Open-Access-Guidelines des Europäischen Forschungsrates unterstützt. Anhand von konkreten Praxisbeispielen werden Repositorienbetreiber und Institutionen informiert, wie Sie die Anforderungen in Ihren Einrichtungen umsetzen können. Hierfür wird erklärt, wie die "OpenAIRE compliance" des eigenen Repositories realisiert werden kann, und wie man die Wissenschaftler/innen in den Institutionen informieren und zugleich erfolgreich Content-Akquise für das Repository betreiben kann. Für Fragen und Diskussion zur konkreten Umsetzung der Anforderungen stehen Vertreter verschiedener Institutionen beratend zur Verfügung.

Zudem wird die aktuelle Projekterweiterung OpenAIRE+ eingehend vorgestellt, die die Verknüpfung von Forschungsdaten mit wissenschaftlichen Publikationen voranbringen soll.

Impulsreferate:

  • Najla Rettberg (SUB Göttingen): Das ‘Plus’ in OpenAIRE: Zugang zu europäischer Forschung [Folien/PDF]
  • Matthias Lösch (UB Bielefeld), Paolo Manghi (ISTI), Jochen Schirrwagen (UB Bielefeld): Putting Research Information into Context across Research Infrastructures [Folien/PDF]
  • André Hoffmann (UB Konstanz): OpenAIRE Guidelines und Compliance: Umsetzung, Beratung und Content-Akquise mit der Umsetzung an der Universität Konstanz als konkretem Beispiel [Folien/PDF]
  • Paul Schultze-Motel (Helmholtz-Gemeinschaft): OpenAIRE – Umsetzung in der Helmholtz-Gemeinschaft [Folien/PDF]

Webressourcen:

OpenAIRE | OpenAIRE+

 

 

Session 6: Bibliometrische Aspekte von Open Access

Moderation: Christian Gumpenberger (UB Wien)

Sessionabstract:

Der goldene Weg (das Publizieren in Open-Access-Journals) gilt heute vielfach als das ideale Ziel und wird zunehmend von Forschungsfördergebern forciert. Er gilt aber gerade in Koexistenz mit dem traditionellen Zeitschriftensubskriptionsmodell als schwierig zu finanzieren. Abgesehen vom finanziellen Aspekt existieren auf Seiten der WissenschafterInnen Vorbehalte in Bezug auf den Impact von Open-Access-Journals. Im Zeitalter der verstärkten Evaluierung wissenschaftlicher Leistungen gewinnt somit der Einsatz von bibliometrischen Verfahren auch im Bereich Open Access an Bedeutung und soll entsprechend in dieser Session behandelt werden.

In einem ersten Impulsreferat wird aufgezeigt, wieviele der laut Ulrichs und DOAJ (Directory of Open Access Journals) als Open Access geführten Zeitschriften auch tatsächlich in den Journal Citation Reports (JCR) von Thomson Reuters indexiert sind und somit einen Journal Impact Factor (JIF) aufweisen. Die Ergebnisse werden sowohl fachgebiets- als auch länderspezifisch dargestellt. Das zweite und dritte Impulsreferat dienen der überblicksartigen Verlaufsdarstellung von gesamtösterreichischen Publikationen bzw. Publikationen der Universität Wien in Open-Access-Journals für den Zeitraum 2007-2011. Impulsreferat Nr. 4 berichtet über die Kriterien für die Herausgabe neuer (oder umzuwandelnder) OA-Journals an der Universität Wien im Rahmen des Projekts „Publikationsberatung“. Das letzte Impulsreferat geht schließlich auf die Bedeutung des Social Media Impacts ein.


Impulsreferate:

 
 

Session 7: Vom Subskriptions-Modell zu Open Access - Potentiale für Fachzeitschriften

Moderation: Olaf Siegert (ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft), Anita Eppelin (ZB MED, Köln/Bonn)

Sessionabstract:

Bei der weiteren Umsetzung von Open Access in den einzelnen Wissenschaftsfächern hat sich herausgestellt, dass es zwar mittlerweile eine Vielzahl von Open-Access-Zeitschriften gibt, diese es aber bislang nur in wenigen Ausnahmen geschafft haben, in den Kern der fachlich zentralen Journals vorzustoßen, die sich durch hohe Platzierungen in Zeitschriftenrankings oder Impact Faktoren auszeichnen. Vor diesem Hintergrund kann die Umwandlung von bereits etablierten Fachzeitschriften hin zu Open Access entscheidende Impulse für die Akzeptanz von Open Access in einem Fach bewirken.

Doch was bedeutet so eine Umwandlung im Einzelnen? Wie sehen die Erfahrungen aus, aus denen für zukünftige Vorhaben gelernt werden kann? Welches sind die Hürden, die jeweils zu nehmen sind, welche Punkte sprechen unter Umständen auch gegen die Umstellung weg vom Subskriptionsmodell? Welche Auswirkungen auf die Entwicklung der Journals sind durch die Umstellung zu beobachten?

Unsere Session möchte sich diesen Fragen widmen und differenziert dazu nach unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Impulsreferate reichen daher von der Herausgeber- über die Verlagsseite bis hin zur Sicht der Forschungsförderer und werden danach hoffentlich von einer spannenden Diskussion ergänzt.

Impulsreferate:

Webressourcen:
Knowledge Exchange | SpringerOpen | SCOAP3 | jbm

 
 

Session 8: Aufbau von Open-Access-Angeboten an Bibliotheken

Moderation: Guido Blechl (UB Wien)

Sessionabstract:

Die Session richtet sich in erster Linie an EntscheidungsträgerInnen in Bibliotheken, die vorhaben, ein eigenes Open-Access-Angebot an ihrer Institution aufzubauen. Ausgehend von Grundsatzfragen, ob dies denn überhaupt nötig ist, wird anhand von konkreten Beispielen und Erfahrungen aufgezeigt, wie dies erfolgen kann und welche organisatorischen und rechtlichen Maßnahmen hier zu treffen sind.

Impulsreferate:

  • Bruno Bauer (UB Med.-Uni Wien): Wie sollen Bibliotheken strategisch auf Open Access reagieren? [Folien/PDF]
  • Guido Blechl (UB Wien) Aufbau von Open-Access-Strukturen am Beispiel der UB Wien [Folien/PDF]
  • Patrick Danowski (IST Austria): Going Open Access - alles ganz einfach? [Folien/slideshare]
  • Susanne Blumesberger (UB Wien): Herausforderungen beim Aufbau einer universitätsweiten Open-Access-Infrastruktur am Beispiel von Phaidra [Folien (PDF)]
  • Seyavash Amini (Max-Planck-Gesellschaft): Rechtliche Aspekte beim Aufbau von Repositorien [Vortrag wurde abgesagt]