Informationsplattform Open Access: Abstracts

SCOAP³: Die Open-Access-Strategie einer Disziplin

Annette Holtkamp, European Organization for Nuclear Research (Cern)

In Fortsetzung der langen Open-Access-Tradition in der Hochenergiephysik (HEP) arbeitet die SCOAP3-Initiative (Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics) darauf hin, das Gros der HEP-Zeitschriftenliteratur unter Wahrung der bestehenden hohen Qualitätsstandards für jedermann frei zugänglich zu machen. 

In diesem Modell werden Peer Review und andere Dienste der Verlage zentral durch Förderorganisationen und Bibliotheken finanziert. Die Umlenkung bestehender Subskriptionsfonds ermöglicht den Übergang zu Open Access ohne zusätzliche Kosten für Bibliotheken oder Forschungsgruppen. 

In diesem Beitrag werden der gegenwärtige Stand der Initiative und die nächsten Schritte vorgestellt. 

Die Open-Access-Strategie des KIT

Frank Scholze, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist am 1. Oktober 2009 aus dem Zusammenschluss des Forschungszentrums Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft und der Universität Karlsruhe hervorgegangen. Damit entstand eine der weltweit größten Forschungs- und Lehreinrichtungen mit dem Potential und dem Anspruch, in Gebieten wie der Energieforschung oder der Nanotechnologie eine Spitzenposition einzunehmen.

Das Präsidium des KIT verabschiedet im März 2010 eine Grundsatzposition zu Open Access. Mit dieser macht das KIT deutlich, dass Open Access eine zukunftsweisende Strategie der Wissenschaftskommunikation ist.

Bereits an den Vorgängereinrichtungen des KIT wurden Servicestrukturen rund um Open Access betrieben. Diese werden nun unter dem Dach KIT zusammengeführt. Die KIT-Bibliothek fördert und begleitet diesen Prozess federführend. So betreibt sie beispielsweise den Open-Access-Verlag KIT Scientific Publishing und integriert die Publikationsdatenbanken und Repositorien des KIT im Rahmen des neu einzuführenden Forschungsinformationssystems KIM-FIS.

Der Beitrag beschreibt die strategischen Überlegungen bei der Implementierung von Open Access an einer Institution international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Darüber hinaus wird ein Einblick in die bisher realisierten praktischen Aktivitäten gegeben.