Session 1: Rechtliche Bedingungen in der Schweiz
Moderation: Dr. Marc Frédéric Schäfer, Universität St. Gallen
Mit der Einführung einer Open Access Forschungsplattform stellen sich sowohl für den Betreiber als auch für den Nutzer zahlreiche rechtliche Fragen. Diese umfassen in erster Linie Fragen des Urheberrechts im Hinblick auf die Bereitstellung der Volltexte und den damit verbundenen haftungsrechtlichen Fragen, falls es zu Urheberrechtsverletzungen kommen sollte. Nachgelagert stellen sich beim Betrieb einer Forschungsplattform allerdings auch datenschutzrechtliche Fragen. Insbesondere dann wenn die Daten einer Forschungsplattform im Hinblick auf die Evaluation der Forschung oder der Forscherinnen und Forscher verwendet werden sollen. Der Workshop gibt einen Überblick über die herrschende Rechtslage in der Schweiz und zeigt mögliche Risiken und Handlungsoptionen aus Sicht der Forschenden und des Betreibers einer Forschungsplattform auf.
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Session 2: Softwarelösungen für Repositorien
Moderation: Dr. Matthias Schulze, UB Stuttgart
- Alexandria
Ruedi Lindegger, Universität St. Gallen
Die Universität St. Gallen entwickelte 2004 ihre Forschungsplattform Alexandria, die vollständig auf Open Source-Software beruht und selber Open Source ist. Die Funktionalitäten der Forschungsplattform gehen über jene eines Repositorys hinaus: Im Zentrum stehen die drei Bereiche Personen, Publikationen, Projekte, welche miteinander verknüpft sind und so einen umfassenden Überblick über die Forschungstätigkeiten an der Universität St. Gallen bieten. Die Selbstarchivierungstätigkeit der Forschenden, über die Jahre verglichen, zeigt eine stark zunehmende Nutzung der Forschungsplattform, ebenfalls die Zugriffszahlen aus dem Internet. Zudem werden im Vortrag weitere Zusatzfunktionalitäten von Alexandria beschrieben.
Folien zum Vortrag (PDF, 461 KB) - Publication Management (Pubman)
Nicole Kondic & Juliane Müller, Max Planck Digital Library
PubMan ist eine Anwendung, die es Mitarbeitern von Forschungsorganisationen ermöglicht, Publikationsdaten nachhaltig zu speichern, zu verwalten und anzureichern sowie für andere Webdienste zur Verfügung zu stellen. Die Anwendung basiert auf der eSciDoc Infrastruktur. eSciDoc ist ein 2004 bis 2009 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Gemeinschaftsprojekt der MPG und dem Fachinformationszentrum FIZ Karlsruhe. Die Anwendung wird seit Mai 2009 in der MPG eingeführt und wird das aktuelle Repository der MPG (eDoc) ablösen.
Durch die Konzeption als Publication Repository, basierend auf einer service-orientierten Architektur, werden verschiedene fachliche und technische Anforderungen an nachhaltige und nachnutzbare Datenhaltung adressiert. Besonderes Augenmerk wurde in der Konzeption und Planung auf Aspekte der Nachnutzung von Daten (Metadaten und Komponenten, wie zB. Volltexte oder Supplementary Material) gelegt. Grundlegende Funktionen eines Repositories, wie die Vergabe von persistenten Identifikatoren (PIDs), automatische Versionierung und standardisierte Beschreibung der Daten für Dissemination und Langzeit-Archivierung sind durch die Anbindung an die eSciDoc Infrastruktur gewährleistet.
Der Vortrag wird neben einer Demonstration der Funktionalitäten besonderes Augenmerk auf PubMan als Werkzeug zur Unterstützung und Förderung von Open Access richten, insbesondere im Rahmen der Open Access Policy der MPG.
Folien zum Vortrag (PDF, 1.361 KB) - DiPP als Fedora-basierte Publikationplattform
Dr. Andres Quast, Hochschulbibliothekszentrum NRW
Das Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen in Köln stellt mit dem System Digital Peer Publishing (DiPP) eine der wenigen deutschen Publikationsplattformen zur Verfügung, auf der Wissenschaftler eigene elektronische Journals gründen und betreiben können. Technisch basiert die Plattform auf der Fedora Repository-Software und dem CMS-System Plone. Fedora ermöglicht die Speicherung und flexible Verwaltung von erweiterten Publikationen, die z.B. Multimediaobjekte wie Filme oder Tondokumente enthalten können. Mit Plone lassen sich konfigurierbare Workflows für das Einreichen und die Begutachtung (z.B. Double Blind Peer Review) von Publikationen umsetzen. Beide Systeme sind erweiterbar und lassen sich gut an zukünftige Entwicklungen anpassen. Diese Flexibilität bedeutet, dass sich Fedora basierte Repository-Systeme (bisher) nicht einfach 'Out of the Box' aufsetzen und betreiben lassen. Am Beispiel DiPP soll deshalb Konzeption und Betrieb eines solchen Systems vorgestellt werden.
Folien zum Vortrag (PDF, 913 KB) - Die Repository-Infrastruktur der Leibniz-Gemeinschaft
Benjamin Zapilko, Anita Eppelin & Dr. Maximilian Stempfhuber, Leibniz-Gemeinschaft, Arbeitsgruppe Open Access
Eine Umfrage unter den Bibliotheken der Leibniz-Institute ergab eine hohe Bereitschaft, auf der Basis fachlich organisierter Repositories an einer gemeinsamen Sicht auf die Open-Access-Publikationen aus der Leibniz-Gemeinschaft mitzuwirken. Getragen von den in der Leibniz-Gemeinschaft organisierten Fachinformationseinrichtungen und Zentralbibliotheken und in Kooperation mit der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek wird derzeit eine verteilte Repository-Infrastruktur aufgebaut, bei der sich die Gesamtsicht in der Leibniz-Homepage aus den fachlichen Sichten der beteiligten Fach-Repositories speist. (Ausführliches Abstract)
Folien zum Vortrag (PDF, 289 KB) - Green Road 2.0? Selbstarchivierung als integrierte Funktion von Social-Networking-Diensten
Lambert Heller, TIB Hannover
Zwei kleine europäische Startup-Unternehmen, Mendeley und ResearchGATE, versuchen neuerdings Selbstarchivierung und Social Networking in jeweils einem Webdienst bzw. einer Literaturverwaltungs-Software zusammenzubringen und intelligent miteinander zu kombinieren. Welchen Mehrwert könnte Social Networking für die aktive Selbstarchivierung bzw. für neuartige Wege des Entdeckens interessanter Open-Access-Literatur haben? Welche der bei Mendeley und ResearchGATE entstehenden Daten werden in welcher Form zugänglich und nachnutzbar sein? Welche Implikationen könnten die neuen Angebote dieses Typs für Open Access-Repositories haben?
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Session 3: Open Access in Lizenzen und Konsortien
Moderation: Karlheinz Pappenberger, Bibliothek der Universität Konstanz
- Max Planck Gesellschaft
Dr. Ralf Schimmer, Max Planck Digital Library
Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) hat bereits seit 2005 einen Publikationsfonds, der im Rahmen des allgemeinen Budgets für elektronische Informationsressourcen mit verwaltet wird. Seit Jahren unterstützt die MPG unmittelbare Open Access-Publikationen ihrer Wissenschaftler durch den Abschluss entsprechender Verträge mit Open Access-Verlagen. Zum anderen versucht die MPG, Open Access-Anliegen auch im Rahmen ihrer herkömmlichen Lizenzverträge verstärkt mit zu berücksichtigen. In diesem Beitrag wird ein Überblick über die Aktivitäten und Ansätze der MPG gegeben. Dabei sollen einige spezielle Möglichkeiten und Herausforderungen, mit denen sich Institutionen und Konsortien in solchen Situationen konfrontiert sehen, herausgearbeitet werden.
Folien zum Vortrag (PDF, 254 KB) - Publikationsfond der Universität Bielefeld
Dr. Wolfram Horstmann, UB Bielefeld
An der Universität Bielefeld wurde ein Publikationsfonds in einer Pilotphase eingerichtet, der helfen soll, dass eine Open Access Primärpublikation nicht durch anfallende Kosten verhindert wird. Wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern keine eigenen Mittel (Hausmittel, Drittmittel, DFG-Publikationspauschale etc.) zur Deckung von evtl. anfallenden Kosten zur Verfügung stehen, soll der Publikationsfonds einspringen. Dies ist insbesondere für Nachwuchswissenschaftler wichtig, die teilweise nicht über entsprechende eigene Mittel verfügen. Auch alternative Publikationsformen, etwa in den Geisteswissenschaften, sollen unterstützt werden.
Folien zum Vortrag (PDF, 709 KB) - Konsortium Baden-Württemberg
Dr. Adalbert Kirchgäßner, Bibliothek der Universität Konstanz
Kostenrelationen unterschiedlicher Publikationsformen
Auf der Basis der Kosten für Abonnementzeitschriften und für Open-Access-Publikationen wird diskutiert, welche finanziellen Auswirkungen beide Geschäftsmodelle auf die Informationsversorgung der Wissenschaft hat. Es wird ermittelt, welche Kosten entstehen würden, wenn die Konstanzer Wissenschaftler ihre Zeitschriftenbeiträge nur in Open-Access-Zeitschriften veröffentlichen würden. Dies wird den realen Zeitschriftenkosten gegenübergestellt. Anhand dieser Ergebnisse wird diskutiert, welche Vorteile es für die Universitäten in Baden-Württemberg - und darüber hinaus - hätte, wenn in den Verträgen mit den großen Zeitschriftenverlagen vereinbart werden würde, alle Publikationen der Wissenschaftler baden-württembergischer Hochschulen open access zu veröffentlichen.
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Session 4: Open-Access-Zeitschriften
- GIGA - Umwandlung von Journalen
Dr. Andreas Holtz, GIGA German Institute of Global and Area Studies - goJIL - Neugründung eines rechtswissenschaftlichen Journals
Micha Comnick, Universität Göttingen - Economics
Olaf Siegert, Dt. Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften - querelles-net: Umwandlung einer bestehenden Onlinezeitschrift mittels OJS
Marco Tullney, Freie Universität Berlin
querelles-net existiert seit 2000 als kostenfrei nutzbare Online-Rezensionszeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung. Anfang 2009 wurde die Zeitschrift auf das Redaktionssystem Open Journal Systems (OJS) umgestellt, dabei wurden nicht nur die Nutzungsrechte konkretisiert (Creative Commons), sondern auch bei Metadaten und anderen wichtigen Komponenten nachgebessert.
In der Diskussion zum Thema Open-Access-Zeitschriften gibt es bislang nur wenige Standards bzw. Vergleichbarkeiten. Vielmehr wurden E-Journals meist autonom in ihrem konkreten Projekt- bzw. Fachkontext vorgestellt.
Um hier eine stärkere Vergleichbarkeit zu ermöglichen, haben sich die Vortragenden der Session vorab auf verschiedene Kriterien (z.B. Organisationsstruktur / beteiligte Partner, technische Lösungen, Copyrights) geeinigt, die für alle Zeitschriften relevant sind. Anhand dieser Kriterien sollen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Journals dargestellt werden. Zudem wird auf die Frage eingegangen, welche Erfahrungen bislang mit dem Management der jeweiligen Fachzeitschriften gemacht wurden.
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Session 5: Geschäftsmodelle des elektronischen Publizierens
Moderation: Anja Lengenfelder und Dr. Christoph Bruch, Max Planck Digital Library
- Study of Open Access Publishing (SOAP)
Anja Lengenfelder, Max Planck Digital Library & Bettina Goerner, Springer Science+Business Media
Das von der EU geförderte zweijährige Projekt „Study of Open Access Publishing (SOAP)“, welches seit März 2009 läuft, beschreibt und analysiert die vielfältigen Open Access Modelle. Die beteiligten Partner stammen sowohl aus der Verlagswelt als auch aus Forschungseinrichtungen. Geplant ist neben einer Studie auch eine umfangreiche Umfrage unter Wissenschaftlern verschiedenster Disziplinen zu ihrer Einstellung zu Open Access. Ziel des Projektes ist eine detaillierte Analyse möglicher Richtungen, in die sich das wissenschaftliche Publizieren in der Zukunft entwickeln könnte.
Folien zum Vortrag (PDF, 252 KB) - Publishing and the Ecology of European Research (PEER)
Dr. Christoph Bruch, Max-Planck-Gesellschaft
Publishing and the Ecology of European Research - PEER
Ziel des Projektes PEER ist die Generierung von empirischen Daten zu den Auswirkungen einer systematischen Umsetzung des Grünen Weges zu Open Access. Zu diesem Zweck haben sich kooperierende Verlage bereit erklärt in der der Projektlaufzeit von drei Jahren Postprints von 60.000 Artikeln aus 300 Zeitschriften für das Projekt zur Verfügung zu stellen. Diese Postprints werden auch nach dem Projektende der Öffentlichkeit weiter kostenfrei zur Verfügung stehen.
Die Postprints werden über kooperierende Repositorien zugänglich gemacht. Die Hälfte der verfügbaren Postprints soll deren Autoren archiviert werden. Durch Logfileanalyse und Befragungen sollen Informationen über das Verhalten der Autoren gewonnen werden. Die Zugriffe auf die Postprints wird dokumentiert und analysiert werden. Mit weiteren Befragungen werden mit dem Selbstarchivieren verbundene Kosten erhoben. Das Projekt wird von einem Konsortium aus Organisationen durchgeführt, die bei der Beurteilung von Fragen im Zusammenhang mit Open Access regelmäßig divergierende Auffassungen vertreten:
Konsortialpartner - International Association of Scientific, Technical and Medical
Publishers (STM) - European Science Foundation
- Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
- Max-Planck-Gesellschaft
- Institut National de Recherche en Informatique et en Automatique
(INRIA)
Kooperationspartner - SURF Foundation
- Universität Bielefeld
Im Vortrag wird das Projekt vorgestellt und der Stand nach dem ersten Jahr seiner dreijährigen Laufzeit erläutert.
Folien zum Vortrag (PDF, 697 KB) - OAPEN - Ein Kooperationsmodell für Buchverlage
Dr. Birgit Schmidt, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek
Sieben europäische Universitätsverlage und drei Universitäten, darunter auch der Universitätsverlag Göttingen, entwickeln im EU-geförderten Projekt "Open Access Publishing in European Networks" (OAPEN, www.oapen.org) ein Open-Access-Publikationsmodell für Bücher aus den Geistes-, Sozial- und Gesellschaftswissen. Die praktischen Entwicklungen wie eine Plattform oder Geschäfts- und Erlösmodelle für qualitätsgeprüfte Open-Access-Medien werden durch wissenschaftliche Studien ergänzt. Diese Studien sollen Aufschluss darüber bringen, wie Open Access in den genannten Wissenschaftsbereichen gefördert und mit den Anforderungen der verschiedenen Interessengruppen (Wissenschaftler, Verlage, Bibliotheken, Förderer und Wissenschaftsinstitutionen) angemessen umgegangen werden kann.
Folien zum Vortrag (PDF, 1.179 KB) - Open Access Geschäftsmodelle und evolutionär stabile Strategien
Dr. Matthias Hanauske, Goethe-Universität Frankfurt a.M.
Die zukünftige Entwicklung des Marktes für wissenschaftliche Fachinformation ist durch das Entscheidungsverhalten der auf diesem Markt agierenden Akteure bestimmt. Wissenschaftler, Verlage und Bibliotheken sind ständig wiederkehrenden, interdependenten Entscheidungssituationen unterworfen, wobei die individuellen Ziele und Präferenzen oft im Konflikt mit den Zielen der anderen Akteure stehen. Die Spieltheorie liefert einen analytischen Zugang zur Beschreibung und Vorhersage solcher interaktiver Entscheidungssituationen. Nach einer kurzen Einführung in das Themengebiet sollen in diesem Vortrag die Ergebnisse einer, auf spieltheoretischen Grundannahmen basierenden, numerischen Marktsimulation dargestellt werden. Es wird des Weiteren auf die im Markt herrschenden Netzwerkstrukturen eingegangen und das spieltheoretische Konzept der evolutionär stabilen Strategie im Kontext von Open Access Geschäftsmodellen diskutiert.
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Session 6: Offene Session
Moderation: Rubina Vock
- Google Book Search - Chance für Open Access?
Dr. Klaus Graf, RWTH Aachen
Die gerichtliche Einigung zwischen Google und den in den USA klagenden Verlagen/Autorenverband hat auch in Deutschland Aufsehen erregt. Verwertungsgesellschaften haben bereits ihren Widerstand angekündigt. Es stellt sich die Frage, ob die für die USA ins Auge gefasste Einigung, die es unter anderem zulässt, bis zu 20 % vergriffener Bücher darzustellen, und die für öffentliche US-Bibliotheken ein Terminal mit Einsichtsmöglichkeiten in den Gesamtbestand der gescannten vergriffenen Bücher vorsieht, den Bedürfnissen der Wissenschaftsautor/innen eher entgegenkommt als die rigide Haltung der deutschsprachigen Verwertungsgesellschaften und der Autorenverbände, die ja nicht mehr Zugang für die Öffentlichkeit wollen, sondern weniger. (Ausführliches Abstract) - Qualitätssicherung, Impact Factor und Open Access – eine schwierige Beziehung!
Karin Weishaupt, Institut für Arbeit und Technik
Open-Access-Zeitschriften haben mit dem Problem zu kämpfen, dass oft Zweifel an ihrer Qualität geäußert und ihnen das Fehlen des berühmt-berüchtigten Impact Factors vorgeworfen wird. Wenn man das Begutachtungsverfahren, das durchaus umstritten ist, als Qualitätsmaßstab anerkennt, brauchen die Open-Access-Zeitschriften keinen Vergleich zu scheuen: Ein weitaus höherer Prozentsatz dieser Zeitschriften praktiziert eine Begutachtung als von wissenschaftlichen Zeitschriften insgesamt! (Ausführliches Abstract)
Folien zum Vortrag (PDF, 511 KB) - Open Access Publishing – Eine differenzierte Betrachtung aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen.
Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann, Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur
Die Diskussion rund um Open Access Publishing wird sehr intensiv, aber häufig auch sehr emotional, ja gar dogmatisch geführt. Befürworter wie Gegner dramatisieren häufig die Folgen, betrachtet aus der jeweiligen Perspektive (vgl. z.B. Zimmermann, 2009; Reuss, 2009). Auffällig ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Open-Access-Debatte häufig pauschalierend geführt wird, und nicht die Situation verschiedener Disziplinen, ggf. in verschiedenen länderspezifischen Kontexten, berücksichtig wird. (Ausführliches Abstract)
Folien zum Vortrag (PDF, 301 KB) - Open Access aus Autorenperspektive: wachsende Bereitschaft zur Open Access Publikation durch positive Erfahrung als Leser.
Heidemarie Hanekop, Soziologisches Forschungsinstitut an der Universität Göttingen
Ergebnisse einer Befragung von Wissenschaftlern als Autoren und Leser in Deutschland
Die ersten Studien zur Akzeptanz und Nutzung von Open Access unter Wissenschaftlern (z.B. DFG 2005) zeigen eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen hoher Akzeptanz internetbasierter, frei zugänglicher Publikationen (aus Leserperspektive) und begrenzter Bereitschaft eigene Publikationen als Open-Access-Publikation zu veröffentlichen (Autorenperspektive). Solche Ergebnisse wurden bestärkt durch enttäuschte Erwartungen mancher Open-Access-Plattformanbieter (z.B. von Repositories oder Archiven), die zwar auf großes Interesse bei Lesern stoßen, es aber sehr viel schwerer haben, Autoren zum Mitmachen zu gewinnen. (Ausführliches Abstract)
Folien zum Vortrag (PDF, 511 KB)
Session 7: Verankerung von Open Access an Institutionen
Anhand dreier Beispiele wird vorgestellt und diskutiert, wie Open Access an Institutionen verankert und gefördert werden kann. Als Beispiele dienen die Universität St. Gallen, die Helmholtz-Gemeinschaft und die Universität Zürich. Dabei geht es um Aspekte wie beispielsweise Policies zu Open Access und Repositorien, Marketing, Mehrwerte, Rolle verschiedener Entscheidungsträger, Unterstützung der Autoren, Erfahrungen mit den Autoren und ihr Feedback, und Einwerben von Dokumenten.
- Von Open Access zur Forschungskommunikation - Erfahrungen mit der Forschungsplattform Alexandria
Dr. Marc Frédéric Schäfer, Universität St. Gallen
Die Universität St. Gallen hat mit der Forschungsplattform Alexandria eine Webseite geschaffen, über welche die Forscher der Universität ihre Forschungsergebnisse weltweit veröffentlichen können. Bei der Planung und Konzeption des Projekts standen in erster Linie die Transparenz der Forschungsleistung der Universität St. Gallen im Vordergrund. Erst zu einem späteren Zeitpunkt wurden an der Universität St. Gallen Überlegungen zu Open Access in die Diskussion mit einbezogen. Auf diese Weise ist die Universität St. Gallen im Rahmen der Open Access Bewegung im Vergleich zu anderen Universitäten einen eher untypischen Weg gegangen.
Folien zum Vortrag (PDF, 744 KB) - Open Access in der Helmholtz-Gemeinschaft
Dr. Andreas Hübner, Helmholtz-Gemeinschaft
Open Access spielt seit einigen Jahren ein wichtige Rolle in Deutschlands
größter Forschungsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft.
Dabei hat sich gezeigt, dass für die praktische Umsetzung von Open Access in den einzelnen Helmholtz-Zentren u.a. die Formulierung einer offiziellen Open Access Politik auf hoher Ebene einen bedeutenden Stellenwert hat. Der Vortrag beleuchtet die für die Verankerung von Open Access in der Helmholtz-Gemeinschaft wichtigen Wegmarken und gibt Einblicke in die aktuelle Arbeit des Helmholtz Open Access Projekts.
Folien zum Vortrag (PDF, 1.807 KB) - Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung von Open Access Prof. Dr. Christian Fuhrer, Universität ZürichDie Universität Zürich war die erste Universität in der Schweiz, welche die Berliner Erklärung unterschrieb. Mit dem Zurich Open Repository and Archive (ZORA) richtete sie eine Plattform ein, auf welcher die Forschenden der Universität ihre wissenschaftlichen Arbeiten hinterlegen und damit weltweit optimal sichtbar machen. Leitlinien der Universitätsleitung, praktische Unterstützung durch die ZORA-Redaktion auch zu urheberrechtlichen Fragen, Import- und Exportmöglichkeiten aus ZORA und eine Verbindung mit den Akademischen Berichten der Universität fördern die Umsetzung von Open Access.
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Session 8: Open Access zu Forschungsdaten
- Sünje Dallmeier-Tiessen, Helmholtz-Gemeinschaft
- Heinz Pampel, Helmholtz-Gemeinschaft
Das digitale Zeitalter hat Forschenden neue Möglichkeiten in der Handhabung wissenschaftlicher Daten eröffnet. International gewinnt die Forderung nach einemverantwortungsvollen und organisierten Umgang mit Forschungsdaten, die im Rahmen der öffentlich geförderten Forschung entstehen, an Bedeutung. Wissenschaftliche Einrichtungen und Wissenschaftler sind gefordert sich dieser Herausforderung zustellen. Der Workshop beleuchtet die Relevanz des Themas und stellt innovative Herangehensweisen an den Open Access zu Forschungsdaten vor. Darüber hinaus werden mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern grundlegende Herausforderungen rund um das Thema Open Data diskutiert.
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Session 9: Open-Access-Statistik
- Standardisierte Nutzungsanalysen als alternative Impact-Messungen wissenschaftlicher Publikationen
Sabine Henneberger, Humboldt-Universität zu Berlin (CMS)
Es wird eine kurze Einführung gegeben, warum eine Nutzungsanalyse in der Form von Downloadstatistik sinnvoll ist. Absicht ist es, die Teilnehmer für die Probleme, die bei Downloadstatistiken auftreten, zu sensibilisieren, um die Beweggründe und Ziele des Projektes OA-Statistik verstehen und einordnen zu können.
Folien zum Vortrag (PDF, 583 KB) - Projektvorstellung OA-Statistik
Bettina Bauer, Universiätsbibliothek Stuttgart
Im DFG-Projekt OA-Statistik wird eine Infrastruktur zur Aggregation und Standardisierung von Nutzungsdaten aus Institutionellen Repositorien, Linkresolvern und Lizenzservern aufgebaut. Um eine große Verbreitung der Projektergebnisse zu gewährleisten, werden zum einen Empfehlungen in das DINI-Zertifikat übernommen. Zum anderen werden Repository-Betreibern Guidelines, Hilfedokumente und Softwarepakete zur Verfügung gestellt, damit diese standardisierte Nutzungsdaten erfassen und aussagekräftige Statistiken bereitstellen können.
Folien zum Vortrag (PDF, 342 KB) - Technische Umsetzung der Datenerfassung und -übermittlung am Beispiel von OPUS und DSpace
Björn Mittelsdorf, Saarländische Landes- und Universitätsbibliothek
Der bidirektionale Datentransfer zwischen Repositorium und zentralem Server wird anhand zweier Beispiele dargestellt. Hierbei werden sowohl die hierfür entwickelten Protokolle als auch organisatorische Rahmenbedingungen erläutert.
Folien zum Vortrag (PDF, 139 KB) - Erste Ergebnisse der Auswertung von Nutzungsdaten
Daniel Metje, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Der Vortrag wird den derzeitigen Entwicklungsstand auf Seiten der Auswertung der erhobenen Daten präsentieren und so einen Eindruck der Analysemöglichkeiten und der grafischen Präsentation geben. Zugleich soll in einem Ausblick erläutert werden, welche weiteren Services zu erwarten sind.
Folien zum Vortrag (PDF, 521 KB)
Session 10: Voraussetzungen für ein wissenschaftsfreundliches Urheberrecht
- Wie privat kann das Eigentum des wissenschaftlichen Autors an seinem Werk sein?
Prof Dr. Rainer Kuhlen, Universität Konstanz - Der 3. Korb - Stand der Vorarbeiten und Perspektiven aus Sicht der KMK
Dr. Thomas Pflüger, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Stuttgart
Das Bundesjustizministerium (BMJ) hat Anfang des Jahres aufgrund von Entschließungen des Deutschen Bundestages und des Bundesrates bei Verabschiedung des sog. „2. Korbs“ zur Prüfung weiteren gesetzgeberischen Handlungsbedarfs die beteiligten Kreise - unter anderem auch die Kultusministerkonferenz (KMK) - anhand eines umfangreichen Fragebogens aufgefordert, ihre Positionen darzustellen. Unter Beteiligung des Referenten wurde von einer Arbeitsgruppe des Hochschulausschusses eine Stellungnahme erarbeitet und dem BMJ als Positionspapier der KMK zugeleitet.Gegenstand des Vortrags sind insbesondere die den Hochschulbereich betreffenden Positionen der KMK sowie deren Entstehungsgeschichte. Neben anderen Punkten liegt den Ländern daran, das „Zweitverwertungsrecht“ für Wissenschaftspublikationen, denen aus öffentlichen Mitteln finanzierte Forschungsergebnisse zugrunde liegen, rechtlich abzusichern. Neu ins Spiel gebracht wird in dem Positionspapier der KMK der Vorschlag, die bisherigen kleinteiligen Schrankenregelungen durch eine allgemein gefasste Norm abzulösen.
Dabei soll auch eine erste Einschätzung der Perspektiven ihrer Umsetzbarkeit unter veränderten politischen Rahmenbedingungen erfolgen.
Session 11: DINI-Worskhop zu fachlichen Repositorien
- Moderation: Doris Bambey, DIPF & Ulrich Herb, Saarländische Landes- und Universitätsbibliothek
Zwei fachliche Repositorien aus den Sozialwissenschaften und den Naturwissenschaften stellen sich vor. Daneben sollen gemeinsam u.a. Fragen der Qualitätssicherung, der Inhaltsgewinnung, der fachlichen bzw. interdisziplinären Einbindung sowie der Vernetzung von Repositorien diskutiert werden. Wesentlich sind hierbei der Erfahrungsaustausch und Überlegungen zur Nachnutzung vorhandener Instrumente und Strategien.
- EconStor - ein fachliches Repository für die Wirtschaftswissenschaften
Ralf Flohr, ZBW -- Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, Kiel
Folien zum Vortrag (PDF, 1.363 KB) - Das fachliche Repositorium GEO-LEO/e-docs/ als Modul der geo- und montanwissenschaftlichen virtuellen Fachbibliothek
Bernhardt Wagenbreth, TU Bergakademie Freiberg



















