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FAQ

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    Darf ich Beiträge, die ich in Sammelwerken (z.B. Festschriften) veröffentlicht habe, auf dem Dokumentenserver meiner Einrichtung, auf einem fachlichen Dokumentenserver oder auf meiner Homepage veröffentlichen?

    Im deutschen Recht können Sie sich auf § 38 Abs 1 und 2 UrhG berufen, in dem es heißt:

    § 38 UrhG: (1) Gestattet der Urheber die Aufnahme des Werkes in eine periodisch erscheinende Sammlung, so erwirbt der Verleger oder Herausgeber im Zweifel ein ausschließliches Nutzungsrecht zur Vervielfältigung und Verbreitung. Jedoch darf der Urheber das Werk nach Ablauf eines Jahres seit Erscheinen anderweitig vervielfältigen und verbreiten, wenn nichts anderes vereinbart ist.
    (2)  Absatz 1, Satz 2 gilt auch für einen Beitrag zu einer nicht periodisch erscheinenden Sammlung, für dessen Überlassung dem Urheber kein Anspruch auf Vergütung zusteht.

    Ob sich der Wortlaut des Gesetzestextes "Vervielfältigung und Verbreitung" nur auf die Verbreitung in körperlicher Form bezieht oder ob hier auch das Recht zur öffentlichen Zugänglichmachung im Sinne von § 19a UrhG, das für eine Online-Verbreitung notwendig ist, eingeschlossen wird, ist unter Juristen umstritten. Zweifelsfrei fällt daher nach Ablauf der Jahresfrist nur das Recht zum Nachdruck an den Autor/die Autorin. Der Spezialist für Bibliotheksrecht Eric Steinhauer geht davon aus, dass das Recht zur öffentlichen Zugänglichmachung nicht automatisch übertragen wird, wenn kein expliziter Verlagsvertrag geschlossen wurde: "Soweit nämlich ein Autor einem Verleger ohne nähere Vereinbarung für eine Zeitschrift oder eine Festschrift einen Beitrag zum Abdruck überlässt, kann nicht davon ausgegangen werden, der Verleger habe auch das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung erworben." (Steinhauer, 2006). Dies hat zur Konsequenz, dass der Verleger ohne eine explizite vertragliche Absprache zu keinem Zeitpunkt ein Nutzungsrecht für eine Online-Verbreitung erworben hat. Der Autor ist damit grundsätzlich frei, Dritten die Online-Verbreitung seines Beitrages zu gestatten oder diese selbst vorzunehmen. Die Juristen Jörn Heckmann und Marc Philipp Weber legen in Kombination mit der allgemeinen Zweckübertragungsregel von § 31 UrhG den § 38 UrhG jedoch dahingehend aus, dass einerseits der Verlag auch das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung erhält und andererseits die Autorin/der Autor nach einem Jahr nur das Recht der körperlichen Verbreitung des Werkes erhält - für eine Online-Bereitstellung reiche der Anwendungsbereich von § 38 UrhG nicht und könne daher nicht als Begründung für eine parallele Selbstarchivierung herangezogen werden (Heckmann & Weber, 2006, S. 2).

    Unabhängig von den geschilderten juristischen Unklarheiten erklären sich viele Verlage nach Ablauf der Jahresfrist mit einer nachträglichen Online-Stellung einverstanden. Eine entsprechende Anfrage kann daher lohnend sein. Dies gilt auch für die Einschränkung im Gesetzestext, dass nur dann die Verwertung durch die Autorinnen und Autoren nach Jahresfrist möglich wird, wenn keine Vergütung für den Aufsatz gezahlt wurde. Viele Verlage erlauben inzwischen die Selbstarchivierung von Beiträgen allerdings auch dann, wenn Honorar bezahlt wurde.

    Weitere Informationen

    Darf ich Aufsätze, die ich in einer Zeitung veröffentlicht habe, auf dem Dokumentenserver meiner Einrichtung, auf einem fachlichen Dokumentenserver oder auf meiner Homepage veröffentlichen?

    Bei der Veröffentlichung von Artikeln in Zeitungen werden in der Regel nur einfache Nutzungsrechte übertragen. Damit dürfen Autor/innen ihren Artikel direkt nach Erscheinen auch anderweitig bereitstellen. In anderen Fällen gilt:

    § 38 UrhG (3) Wird der Beitrag einer Zeitung überlassen, so erwirbt der Verleger oder Herausgeber ein einfaches Nutzungsrecht, wenn nichts anderes vereinbart ist. Räumt der Urheber ein ausschließliches Nutzungsrecht ein, so ist er sogleich nach Erscheinen des Beitrags berechtigt, ihn anderweitig zu vervielfältigen und zu verbreiten, wenn nichts anderes vereinbart ist.

    Ob sich der Wortlaut des Gesetzestextes "vervielfältigen und verbreiten" nur auf die Verbreitung in körperlicher Form bezieht oder ob hier auch das Recht zur öffentlichen Zugänglichmachung im Sinne von § 19a UrhG, das für eine Online-Verbreitung notwendig ist, eingeschlossen wird, ist unter Juristen umstritten. Zweifelsfrei fällt daher nach nur das Recht zum Nachdruck an den Autor/die Autorin. Der Spezialist für Bibliotheksrecht Eric Steinhauer geht davon aus, dass das Recht zur öffentlichen Zugänglichmachung nicht automatisch übertragen wird, wenn kein expliziter Verlagsvertrag geschlossen wurde. Mit Bezug auf andere Arten von Sammlungen (Zeitschriften und Festschriften) schreibt er: "Soweit nämlich ein Autor einem Verleger ohne nähere Vereinbarung für eine Zeitschrift oder eine Festschrift einen Beitrag zum Abdruck überlässt, kann nicht davon ausgegangen werden, der Verleger habe auch das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung erworben." (Steinhauer, 2006). Dies hat zur Konsequenz, dass der Verleger ohne eine explizite vertragliche Absprache zu keinem Zeitpunkt ein Nutzungsrecht für eine Online-Verbreitung erworben hat. Der Autor ist damit grundsätzlich frei, Dritten die Online-Verbreitung seines Beitrages zu gestatten oder diese selbst vorzunehmen. Die Juristen Jörn Heckmann und Marc Philipp Weber legen in Kombination mit der allgemeinen Zweckübertragungsregel von § 31 UrhG den § 38 UrhG jedoch dahingehend aus, dass einerseits der Verlag auch das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung erhält und andererseits die Autorin/der Autor nach Erscheinen nur das Recht der körperlichen Verbreitung des Werkes erhält - für eine Online-Bereitstellung reiche der Anwendungsbereich von § 38 UrhG nicht und könne daher nicht als Begründung für eine parallele Selbstarchivierung herangezogen werden (Heckmann & Weber, 2006, S. 2).

    Unabhängig von den geschilderten juristischen Unklarheiten kann eine Anfrage an den jeweiligen Verlag, ob er im Fall der Übertragung ausschließlicher Nutzungsrechte dennoch mit der parallelen Online-Stellung einverstanden ist, lohnend sein.


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    Darf ich meine bereits in einer Zeitschrift veröffentlichten Artikel auf dem Dokumentenserver meiner Einrichtung, auf einem fachlichen Dokumentenserver oder auf meiner Homepage veröffentlichen?

    Die gesetzliche Grundlage in Deutschland ist

    § 38 UrhG: (1) Gestattet der Urheber/die Urheberin die Aufnahme des Werkes in eine periodisch erscheinende Sammlung, so erwirbt der Verleger oder Herausgeber im Zweifel ein ausschließliches Nutzungsrecht zur Vervielfältigung und Verbreitung. Jedoch darf der Urheber/die Urheberin das Werk nach Ablauf eines Jahres seit Erscheinen anderweit vervielfältigen und verbreiten, wenn nichts anderes vereinbart ist.

    Ob sich der Wortlaut des Gesetzestextes "vervielfältigen und verbreiten" nur auf die Verbreitung in körperlicher Form bezieht oder ob hier auch das Recht zur öffentlichen Zugänglichmachung im Sinne von § 19a UrhG, das für eine Online-Verbreitung notwendig ist, eingeschlossen wird, ist unter Juristen umstritten. Zweifelsfrei fällt daher nach Ablauf der Jahresfrist nur das Recht zum Nachdruck an den Autor/die Autorin. Der Spezialist für Bibliotheksrecht Eric Steinhauer geht davon aus, dass das Recht zur öffentlichen Zugänglichmachung nicht automatisch übertragen wird, wenn kein expliziter Verlagsvertrag geschlossen wurde: "Soweit nämlich ein Autor einem Verleger ohne nähere Vereinbarung für eine Zeitschrift oder eine Festschrift einen Beitrag zum Abdruck überlässt, kann nicht davon ausgegangen werden, der Verleger habe auch das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung erworben." (Steinhauer, 2006). Dies hat zur Konsequenz, dass der Verleger ohne eine explizite vertragliche Absprache zu keinem Zeitpunkt ein Nutzungsrecht für eine Online-Verbreitung erworben hat. Der Autor ist damit grundsätzlich frei, Dritten die Online-Verbreitung seines Beitrages zu gestatten oder diese selbst vorzunehmen. Die Juristen Jörn Heckmann und Marc Philipp Weber legen in Kombination mit der allgemeinen Zweckübertragungsregel von § 31 UrhG den § 38 UrhG jedoch dahingehend aus, dass einerseits der Verlag auch das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung erhält und andererseits die Autorin/der Autor nach einem Jahr nur das Recht der körperlichen Verbreitung des Werkes erhält - für eine Online-Bereitstellung reiche der Anwendungsbereich von § 38 UrhG nicht und könne daher nicht als Begründung für eine parallele Selbstarchivierung herangezogen werden (Heckmann & Weber, 2006, S. 2).

    Unabhängig von den geschilderten juristischen Unklarheiten kann eine Anfrage an den jeweiligen Verlag, ob er im Fall der Übertragung ausschließlicher Nutzungsrechte dennoch mit der nachträglichen Online-Stellung einverstanden ist, lohnend sein.


    Weitere Informationen

    Muss ich eine Open-Access-Publikation aus dem Netz löschen, wenn der Beitrag nachträglich gedruckt erscheint?

    Sie sollten dem Verlag gegenüber offen kommunizieren, dass Ihre Publikation bereits Open Access erschienen ist. Gelöscht werden muss die Publikation im Internet nur, wenn der Verlag dies zur Voraussetzung des Vertragsabschlusses macht und Sie dem zustimmen wollen.

    Reicht für die geforderte Veröffentlichung meiner Dissertation die elektronische Publikation?

    Die Kultusministerkonferenz hat am 30.10.1997 die Promotionsordnungen der Universitäten um die Möglichkeit der Online-Dissertation erweitert (Grundsätze für die Veröffentlichung von Dissertationen). In den hier vereinbarten Grundsätzen heißt es, dass die Verbreitung einer Dissertation auch durch die Ablieferung einer elektronischen Version, deren Datenformat und deren Datenträger mit der Hochschulbibliothek abzustimmen sind, gesichert werden kann. Es gilt natürlich immer die Promotionsordnung der jeweiligen Hochschule beziehungsweise Fakultät.

    Was muss ich bei der Einreichung eines Manuskripts bei einer Open-Access-Zeitschrift oder bei einem Dokumentenserver beachten?

    Die Vorgehensweisen und Anforderungen bei der Einreichung eines Manuskripts sind fachspezifisch und von Zeitschrift zu Zeitschrift bzw. je nach Institution, die den Dokumentenserver betreibt, verschieden. Im Allgemeinen geben die Herausgeber von Open-Access-Journalen bzw. die Betreiber von Dokumentenservern auf ihren Webseiten detaillierte Informationen zum Publikationsprozedere (Journale: z.B. Forum Qualitative Sozialforschung, Atmospheric Chemistry and Physics). Dokumentenserver: z.B. SSOAR, MONARCH. Einige Open-Access-Journale geben konkrete Hinweise und Beispiele zur Manuskriptgestaltung (z.B. Forum Qualitative Sozialforschung oder die Word Guideline des New Journal of Physics).

    Was muss ich tun, wenn ich mein Dokument in einem Open-Access-Journal publizieren will?

    Eine Übersicht über alle derzeit herausgegebenen Open-Access-Journale gibt das Directory of Open Access Journals (DOAJ), das laufend erweitert wird. Es ist nach Sprachen, Fachdisziplinen und weiteren Kriterien durchsuchbar.

    Eine gute Übersicht liefern die Autorenrichtlinien des New Journal of Physics des Institute of Physics (IOP) oder die Informationen zum Publikationsprozedere des Forum Qualitative Sozialforschung. Die Anforderungen sind jedoch für die verschiedenen Journale unterschiedlich. Hierüber informieren die entsprechenden Webseiten.  

    Welche Möglichkeiten gibt es, Monografien im Open Access zu bereitzustellen?

    Die Open-Access-Publikation oder Selbstarchivierung von Monografien und Sammelbänden kann über entsprechende institutionelle oder disziplinäre Repositorien sowie Universitätsverlage erfolgen, die über eine Open-Access-Policy verfügen. Während institutionelle Repositorien und Universitätsverlage in der Regel nur Mitgliedern der eigenen Einrichtung das Publizieren oder Selbstarchivieren ermöglichen, ist die Verfügbarmachung auf entsprechenden disziplinären Dokumentenservern einrichtungsunabhängig. Unterstützung finden Sie meist sehr ausführlich auf den jeweiligen Webseiten. Ob die Bereitstellung einer Monografie, die bereits in einem Verlag erschienen ist, auf einem Dokumentenserver rechtlich gestattet ist, hängt davon ab, welche Rechte Sie dem Verlag übertragen haben. Hier hilft ein Blick in den Verlagsvertrag oder die Rücksprache mit dem Verlag. Einige Verlage öffnen sich zunehmend dem Open-Access-Gedanken und erlauben die Selbstarchivierung von Monografien. Eine weitere Möglichkeit ist das hybride Publizieren, welches vor allem Universitätsverlage und Wissenschaftsverlage praktizieren und bei dem neben der online bereitgestellten Open-Access-Version auch eine kostenpflichtige gedruckte Version veröffentlicht wird.

    Welche Möglichkeiten habe ich, eine Open-Access-Veröffentlichung vertraglich durchzusetzen?

    Wenn Sie ihre Artikel in kostenpflichtigen Zeitschriften veröffentlichen, sich aber trotzdem das Recht der Selbstarchivierung auf einem Dokumentenserver vorbehalten möchten, sollten Sie dem Verlag nach Möglichkeit nur ein einfaches Nutzungsrecht übertragen.

    Das Recht auf eine Hinterlegung Ihrer Publikationen auf einem Dokumentenserver können Sie sich sichern,

    1. indem Sie einschränkende Formulierungen wie "die exklusive Abgabe aller Rechte" im Vertrag deutlich streichen, bevor sie ihn unterzeichnen. In einem Anschreiben sollten Sie den Verlag auf diese Streichung hinweisen.
    oder

    2. indem Sie den zu unterschreibenden Vertrag durch Vertragszusätze oder Textpassagen ergänzen. Der bekannteste Vertragszusatz ist das SPARC Author's Addendum. Mittels der Copyright Addendum Engine von Science Commons und SPARC können Autorinnen und Autoren je nach Wunsch ein Addendum in den Varianten Access-Reuse, Delayed Access und Immediate Access automatisch im Internet erstellen.

    Weitere Vertragszusätze bieten das Forschungszentrum Jülich oder die MIT Libraries.

    Weitere Informationen finden Sie auf den Rechtsseiten.

    Welche technischen Anforderungen muss das Manuskript erfüllen?

    Bei Journals herrscht bei Texten oft weitgehend Formatfreiheit, während Graphiken meist als Extra-Dateien in einem gängigen Graphikformat geschickt werden müssen. Genaue Informationen finden Sie in der Regel auf der Webseite des jeweiligen Journals. Ausführliche Informationen zum Format der Graphikdatei geben auch die Graphikrichtlinien des New Journal of Physics.

    Bei Dokumentenservern (Repositorien) ist das übliche Format PDF, wobei Texte und Graphiken in einem File kombiniert sind und das Format PDF/A für die Langzeitarchivierung besonders geeignet ist. Ein weiteres Format, welches sich vor allem für mathematische Texte gut eignet, ist LaTex.

    Generell gilt: wenn Sie eine parallele Publikation auf einem institutionellen Dokumentenserver ablegen wollen, sollte diese den Anforderungen der Langzeitarchivierung digitaler Objekte entsprechen. Beispielsweise können heute gängige und unproblematische Sicherheitsvorkehrungen an PDFs wie das Unterbinden von Änderungen oder Seitenentnahme unter Umständen in mehreren Jahren Probleme bei der Migration oder Emulation verursachen. Sprechen Sie daher mit den Betreibern der Repositorien, ob Sie Sicherheitsvorkehrungen an den Dateien vornehmen können.

    Wer übernimmt die Kosten für die Publikation in einer Open-Access-Zeitschrift?

    In einigen Open-Access-Journalen werden die Publikationen über Autorengebühren, auch als Article processing charge bezeichnet, finanziert. Die Höhe dieser Gebühren schwankt zwischen den einzelnen Zeitschriften und beträgt zwischen 3.000$ pro veröffentlichtem Artikel (z.B. Molecular Systems Biology, Springer), 200 bis 1.600 EUR je nach Zeitschrift bei BioMedCentral, und 23 bis 38 EUR pro Seite beim Journal of Atmospheric Chemistry and Physics).

    Darüber hinaus gibt es aber auch Open-Access-Zeitschriften, die Publikationen ohne Kosten für Autorinnen und Autoren ermöglichen. Die Kosten, die für die Veröffentlichung und Verbreitung entstehen, werden z.B. von den Universitäten, die die Autorinnen oder Autoren beschäftigen, oder von Stiftungen oder Fördereinrichtungen, die deren Forschungsarbeit finanzieren, übernommen. Des Weiteren gibt es viele Mischfinanzierungsmodelle, die ebenfalls die autorenunabhängige Finanzierung von Open-Access-Publikationen ermöglichen.

    Weitere Informationen

    Wie kann ich als unabhängige/r wissenschaftliche/r Autor/in (welche/r derzeit nicht direkt einer Universität oder Forschungseinrichtung angeschlossen ist) meine bereits gedruckten Texte Open Access publizieren?

    Es gibt inzwischen zahlreiche fachliche Repositorien, bei denen das Kriterium der Dokumentenannahme nicht die Zugehörigkeit zu einer Institution sondern der fachliche Zusammenhang ist. Auch Sondersammelgebietsbibliotheken können dem jeweiligen Sondersammelgebiet entsprechend Texte in ihre Repositorien aufnehmen. Eine Anfrage an entsprechende Repositorien ist daher sicherlich lohnend. Eine weltweite Übersicht über vorhandene Repositorien liefert das Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR), in dem gezielt nach Repositorien mit bestimmten fachspezifischen Inhalten gesucht werden kann.

    Eine andere Möglichkeit wäre, die Texte auf der eigenen Homepage zur Verfügung zur stellen. Allerdings ist die digitale Veröffentlichung auf Repositorien dem Einstellen von Texten auf der eigenen Homepage vorzuziehen, da so die Vorteile, die Repositorien bieten, genutzt werden können.

    Wie kann ich meine Dissertation Open Access veröffentlichen?

    Inzwischen ermöglichen fast alle deutschen Universitäten die elektronische Publikation von Dissertationen. Zuständig für die digitale Publikation sind in der Regel die Hochschulbibliotheken, dort erhalten Sie die notwendigen Informationen. Eine gute Übersicht und hilfreiche Tipps (z.B. bezüglich rechtlicher Aspekte, technischer Anforderungen) bietet auch die Internetplattform DissOnline. Als Autor haben Sie selbstverständlich das Recht, ihre Dissertation unter eine freie Lizenz zu stellen

    Wo finde ich Unterstützung bei der Auswahl einer Open-Access-Zeitschrift?

    Die Schritte, die beim Veröffentlichen in Open-Access-Zeitschriften anfallen, ähneln im Grunde genommen denen bei herkömmlichen Zeitschriften. Zunächst einmal erfolgt die Auswahl einer geeigneten Open-Access-Zeitschrift, z.B. über das Directory of Open Access Journals (DOAJ) oder die Elektronische Zeitschriftenbibliothek Regensburg (EZB). Das Webportal Journal Info führt Informationen über alle Arten von Zeitschriften zusammen, hierunter Angaben zur Zugänglichkeit für Leser/innen, Kosten und Qualitätsindikatoren. Viele Journale informieren auf ihren Webseiten ausführlich über ihr Profil, ihre Ziele und ihre Themenschwerpunkte (z.B. Forum Qualitative Sozialforschung, Atmospheric Chemistry and Physics). Hilfreich ist auch die auf den Webseiten vieler e-Journale vorhandene Rubrik FAQ (z.B. BioMed Central, German Medical Science). Scheuen Sie sich nicht, bei weiterem Unterstützungsbedarf der Redaktion eine E-Mail mit Ihren Fragen zu schreiben.

    Was ist rechtlich bei der Open-Access-Selbstarchivierung bereits veröffentlichter Monografien zu beachten?

    Im deutschen Recht gibt es keine gesetzliche Verankerung, wann eine bereits veröffentlichte Monografie auch anderweitig veröffentlicht werden darf. Eine Nachfrage beim Verlag kann klären, ob der Verlag Einwände gegen die Bereitstellung der Monografie auf einem Dokumentenserver hat.

    Reicht es bei einem Artikel mit mehreren Autor/innen aus, wenn ein/e von ihnen der Veröffentlichung auf einem Dokumentenserver zustimmt?

    Nein, für die Veröffentlichung auf einem Dokumentenserver, wie für die Rechteübertragung an die jeweilige Institution müssen alle Urheber/innen zustimmen. Möglicherweise haben jedoch die Autor/innen einen unter ihnen beauftragt, der für alle zusammen sprechen kann. Dann ist diese Person berechtigt, Rechte zu übertragen.

    Was bedeutet Print-on-Demand?

    Beim Print-on-Demand (oder auch Book-on-Demand) kann ein bereits Open Access publiziertes Buch auf Nachfrage hin auch als kostenpflichtige gedruckte Version veröffentlicht werden. Dies ist bereits ab einem Exemplar möglich. Insbesondere Universitätsverlage und Wissenschaftsverlage, die ein hybdrides Open-Access-Modell verfolgen, praktizieren diese Möglichkeit (z.B. Karlsruher Universitätsverlag, Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat) und arbeiten mit Print-on-Demand-Diensten zusammen.