Aktuelle Diskussion um Open Access und Urheberrechte
Ausgelöst durch den Artikel Eine heimliche technokratische Machtergreifung des Heidelberger Germanisten Roland Reuß in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 11. Februar 2009 kam es in den deutschen Medien zu einer anhaltenden Debatte um Open Access, die Publikationsfreiheit wissenschaftlicher Autor/innen und die Zukunft mittelständischer Wissenschaftsverlage. Im Zentrum der Kontroversen stand der Vorwurf, dass Open-Access-Mandate oder etwa die Bindung der Vergabe von Fördermitteln an eine Open-Access-Publikation von Forschungsergebnissen Wissenschaftler/innen in ihrer Publikationsfreiheit einschränkten und mittelständische Verlage in ihrer Existenz bedrohten.
Zeitgleich intensivierte sich in Deutschland die Diskussion um die Auswirkungen des Google Book Settlement. Mit dem Google Book Settlement legte Google im Oktober 2008 seine Urheberrechtsstreitigkeiten mit amerikanischen Autoren- und Verlegerverbänden bei. Die erste Version des Vergleichs betraf auch Autor/innen und Verlage in Deutschland. Nach zahlreichen, auch deutschen Protesten, die vor allem in dem Vergleich Verstöße gegen das geltende Urheberrecht sahen und eine Monopolosierung befürchteten (z.B. Börsenverein des Deutschen Buchhandels), und der Aufforderung des US-amerikanischen Justizministeriums, den Vergleich zu überarbeiten, wurde dem New Yorker Gericht am 13.11.2009 ein geänderter Vergleichsvorschlag vorgelegt. Dieser bezieht sich nun nur noch auf Bücher, die in den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und dem Vereinigten Königreich veröffentlicht oder in den Vereinigten Staaten bei der Urheberrechtsbehörde registriert wurden; deutsche Bücher sind somit nicht mehr vollumfänglich Bestandteil des Vergleichs. Deutsche Bücher sind nur dann betroffen, wenn sie beim Copyright-Office gemeldet wurden.
Obwohl das Google Library Project und Open Access in keinem sachlichen Zusammenhang stehen, wurden beide Themenkomplexe in der Debatte vermischt. Die Vorbehalte und Widerstände gegen Google weiteten sich aus zu Ressentiments auch gegenüber Open Access.
Diese wissenschaftspolitische und argumentative Ausgangssituation veranlasste Vertreterinnen und Vertreter der Open-Access-Bewegung zu entsprechenden Stellungnahmen. Das Aktionsbündnis "Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft" veröffentlichte im Mai eine Empfehlung an die Unterzeichner und alle anderen Wissenschaftler, zum Verhalten gegenüber dem Google Book Settlement, die Anfang Juni als Reaktion auf den Beschluss der VG Wort zum Umgang mit dem Google Book Settlement um weitere Empfehlungen ergänzt wurde. Die neue Version des Google Book Settlement schätzt das Urheberrechtsbündnis nachteilig für Wissenschaft und Bildung in Deutschland und die Sichtbarkeit des in Deutschland produzierten und publizierten Wissens ein(Pressemitteilung des Urheberrechtsbündnisses). Selbst der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, einer der größten Gegner des Google Book Settlements, kritisierte die neue Version des Vergleichs und befürchtet, dass durch die Beschränkung auf Bücher aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Großbritannien ein Großteil Europas von der Buch-Digitalisierung abgeschnitten werde (vergleiche focus.de).
Die folgende Zusammenstellung soll einen Überblick über die Diskussion ermöglichen.
Pressespiegel
Heidelberger Appell und unterstützende Stimmen
- Roland Reuß: Eine heimliche technokratische Machtergreifung, FAZ vom 11. Februar 2009
- Heidelberger Appell vom 22. März 2009
- Materialsammlung rund um den Heidelberger Appell bei Infobib
- Joachim Müller Jung: Was Autoren von der Bundeskanzlerin erwarten FAZ.net vom 21. April 2009
- Andreas Wilkens: "Heidelberger Appell" gegen Google, Heise Online am 21. April 2009
- Susanne Gaschke: Im Netz der Piraten, Die Zeit vom 23. April 2009 und Gegenstimme dazu von Michael Voigt: Was Open Access, "Google Books", Pirate Bay und Kinderpornografie gemeinsam haben, Telepolis vom 24. April 2009
- Zypries unterstützt "Heidelberger Appell", FAZ.net vom 25. April 2009
- Hendrik Werner unterstützt in Ablasshandel-in-Sachen-geistiger-Enteignung den Heidelberger Appell gegen Google, nicht aber gegen Open Access, Welt Online vom 28. April 2009
- Politicians Back 'Heidelberg Appeal': German Authors Outraged at Google Book Search in Spiegel Online International vom 27. April 2009
- Michael Hagner: Open access als Traum der Verwaltungen, FAZ.net vom 6. Mai 2009 wendet sich gegen den "Zwang" zu Open Access
Weitere Artikel gegen Open Access
- Andreas Barth: Es droht eine Kultur des Copy & Paste börsenblatt.net vom 5. März 2009
- Rudolf Walther: "Open Enteigung" durch GoogleBooks in der taz vom 20. März 2009, Kommentare dazu in der taz
- Uwe Jochum: Im Namen der Freiheit in der FR vom 6. April 2009
- Volker Rieble: Open Access: Forscher sind nicht normale Angestellte in FAZ.net vom 29. April 2009
- Volker Gerhardt: Die Folgen des Publizierzwangs in FAZ.net vom 11. Juni 2009 (als "Open Exzess: Die Folgen des Publizierzwangs" gedruckt erschienen in der FAZ vom 10. Juni 2009)
Gegenstimmen:
- Joachim Eberhard: Die Angst des Roland Reuß vor Open Access (Teil 1), Blogeintrag vom 11. Februar 2009
- Joachim Eberhard: Die Angst des Roland Reuß vor Open Access (Teil 2), Blogeintrag vom 13. Februar 2009
- Joachim Eberhard: Die Angst des Roland Reuß vor Open Access (Teil 3), Blogeintrag vom 25. März 2009
- Eric Steinhauer: Open Access "unsittlich und verwerflich"? , Blogeintrag vom 11. Februar 2009
- Gudrun Gersmann: Wer hat Angst vor Open Access?, FAZ vom 18. Februar 2009
- Weitere Kommentare in der FAZ
- Eine Art offener Brief Wissenschaftler für Open Access, formuliert von Klaus Graf, vom 22. März 2009
- Eric Steinhauer: Heidelberger Leimrute. Wissenschaftsurheberrecht, Blogeintrag vom 23. März 2009
- Thomas Pany: Schärferes Urheberrecht versus Künstlersozialabgaben für Google. Heise online vom 23. März 2009
- Matthias Spielkamp: Open Excess: Der Heidelberger Appell, Perlentaucher vom 24. März 2009
- Robert A. Gehring: Ein Kulturkampf um das Wissen. Die Medienkampagne gegen Google Books und Open Access, Golem.de vom 24. März 2009
- Markus Beckedahl: Roland Reuß im Kreuzzug gegen Open Access. Netzpolitik.org vom 24. März 2009
- Interview mit Andreas Hübner, Deutschlandradio vom 25. März 2009
- Gemeinsame Erklärung der Wissenschaftsorganisationen: Open Access und Urheberrecht: Kein Eingriff in die Publikationsfreiheit, vom 25. März 2009
- Pressemitteilung des Aktionsbündnis Urheberrecht Was ist uns Wissenschafts- und Publikationsfreiheit wert? Verlieren wir den Gedanken der Sozialpflichtigkeit von Wissen, verlieren wir unsere Zukunft. vom 25. März 2009
- Ben Schwan: Open Access oder "Open Enteignung"?, taz vom 26. März 2009
- Roland Bertelmann: Ein Segen für die Wissenschaft, taz vom 31. März 2009
- Matthias Spielkamp: Uwe Jochum: Im Namen der Freiheit (jeden Blödsinn erzählen zu dürfen, der einem einfällt), Blogeintrag vom 7. April 2009
- Joachim Eberhardt: Was wissen Sie über Open Access?, Blogeintrag vom 8. April 2009
- Christoph Drösser: Das Denken ist frei, Die Zeit vom 8. April 2009
- Thomas Anz: Interview mit Gerhard Lauer: Freiheit oder Enteignung der Wissenschaft? Ein Gespräch über die Open-Access-Bewegung und ihre Kritiker. Rezensionsforum literaturkritik.de vom 9. April 2009
- Gesammelte Gegenstimmen gegen den Artikel "Open Enteigung" durch GoogleBooks von Rudolf Walther in der taz vom 20. März 2009 auf Klaus Grafs Archivalia: Blütenlese, Blogeintrag vom 9. April 2009
- Thomas Anz. Interview mit Albrecht Götz von Olenhusen: Publikationsfreiheit und ihre Grenzen. Ein Gespräch über Open Access, Google, Raubdrucke und das Urheberrecht. Rezensionsforum literaturkritik.de vom 12. April 2009
- Wenke Richter: OpenAccess fördert die Wissenschaft!, Blogeintrag im Meine-Verlag-Blog vom 14. April 2009
- Matthias Spielkamp und Florian Cramer: Die Autoren werden gestärkt, Frankfurter Rundschau online vom 20. April 2009
- Peter Glaser: Heidelberger Appell: De-Appellation, Blog in der Stuttgarter Zeitung vom 20. April 2009
- Das Literatur-Café: Heidelberger Appell: Matthias Spielkamp im Interview (Podcast-Sonderfolge). 22. April 2009
- Michael Voigt: Was Open Access, "Google Books", Pirate Bay und Kinderpornografie gemeinsam haben, Telepolis vom 24. April 2009
- Richard Sietmann: Heidelberger Halali, c't Magazin vom 27. April 2009
- Fritz Effenberger: Geistiges Eigentum als Heidelberger Postkartenidylle, Telepolis vom 28. April 2009
- Wenke Richter: Heiße Diskussion um den “Heidelberger Appell” – unsere Position dazu, Blogeintrag im Meine-Verlag-Blog vom 28. April 2009
- Kunsthistoriker Hubertus Kohle: Was in Zukunft nicht im Netz steht, gibt es nicht, Interview in der Süddeutschen vom 29. April 2009
- Peter Mühlbauer: Angriff der Ahnungslosen, Telepolis vom 29. April 2009
- Eric Steinhauer: Open Access und "staatsferne Wissenschaft", Antwort auf Volker Riebles: "Forscher sind nicht normale Angestellte" Blogeintrag vom 29. April 2009
- Richard Sietmann: Open-Access-Streit - zweiter Akt. Heise online vom 29. April 2009
- Peter Mühlbauer: FAZ gegen Marktwirtschaft, Telepolis vom 30. April 2009
- Literaturcafe.de: Heidelberger Appell: Matthias Spielkamp im Interview, Podcast im April 2009
- Armin Medosch: "Die Zeit" und die "intellektuelle Finsternis", Blogeintrag vom 4. Mai 2009
- Dieter Kassel: Interview mit Ulrich Johannes Schneider: "Das wird sicher gelegentlich gefährlich werden". Leipziger Universitätsbibliotheksdirektor über den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen. Deutschlandradio Kultur vom 7. Mai 2009
- Hubertus Kohle: Open Access und die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens, Telepolis vom 11. Mai 2009
- Interview von Armin Medosch mit Falk Reckling vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) über Open Access in Österreich: Freier Zugang zu geförderter Forschung, ORF Futurzone vom 12. Mai 2009
- Mathias Bröckers: Das Ende des Holzwegs, Telepolis vom 13. Mai 2009
- Martin Zähringer: Demokratisierung oder digitaler Raubzug? Die zwei Seiten von Open Access, Deutschland-Informationen des Goethe-Instituts vom 14. Mai 2009
- Peter Mühlbauer: Willenserklärungs-Exegese, Telepolis vom 18. Mai 2009
- Florian Rötzer: Google Books, Open Access und der Heidelberger Appell: Unklarheiten bei den Unterzeichnern, heise online vom 18. Mai 2009
- Joachim Losehand: Der Zwang zur Freiheit, Der Freitag vom 20. Mai 2009
- Philip Banse: Wem gehört das Wissen? Der Streit um Google und das Urheberrecht im Netz, Deutschlandfunk vom 21. Mai 2009
- Statement des Thüringer Literaturrates: Neue Wege nicht verbauen vom 26. Mai 2009 und die dazugehörige Pressemitteilung: Literaturrat begrüßt Digitalisierung von Wissenschaftsliteratur
- David Harnasch: Die intellektuelle Elite weiß nichts vom Internet. "Wer den „Heidelberger Appell“ unterzeichnet, hat ihn nicht verstanden" Kommentar im Tagesspiegel vom 3. Juni 2009
- Martin Grötschel und Joachim Lügger: Befreit forschen. Direkter Zugriff auf Daten: Warum kostenfreie Inhalte im Internet für die Wissenschaft unverzichtbar sind. Tagesspiegel vom 11. Juni 2009 "„Nichts verstanden!“, möchte man etwa Roland Reuß, dem Autor des Heidelberger Appells, zurufen. Dessen pauschale Verurteilung von Open Access verkennt, was die Bewegung für die Wissenschaft leisten kann."
- Ben Kaden: Treffer! Versenkt!: Volker Gerhardts "bürokratischer Imperativ des Open Access" und die Schriftkultur Blogeintrag vom 10. Juni 2009
- Joachim Eberhardt: Philosoph Volker Gerhardt gegen Open Access - warum eigentlich? Blogeintrag vom 11. Juni 2009
- Matthias Martin Becker: "Es hilft nicht, an den alten Geschäftsmodellen festzuhalten." Der Münchner BWL-Professor Dietmar Harhoff ist gegen ein stärkeres Urheberrecht, Telepolis vom 15. Juni 2009
- Markus Beckedahl: Netzpolitik-Podcast 079: Open Access und der Heidelberger Appell: Interview mit Informationswissenschafts-Professor Rainer Kuhlen netzpolitik.org vom 24. Juni 2009
- Peter Mühlbauer: Vertragspiraten. "Das Verwenden von Texten ohne Wissen der Autoren wird in der FAZ (vor allem seit dem Heidelberger Appell) rechtlich unzutreffend, aber werbewirksam, als "Enteignung" bezeichnet. Mit diesem Begriff rührt die Zeitung die Werbetrommel für eine neues Leistungsschutzrecht, mit dem angeblich diese "Enteignung" von Autoren verhindert werden soll. Tatsächlich dürfte solch ein neues Monopolrecht die Position von Autoren aber eher verschlechtern als verbessern, weil diese dann deutlich weniger Verfügungsgewalt über ihre eigenen Texte hätten, ohne das die Verlage zur Zahlung von mehr Honorar verpflichtet wären." telepolis vom 27. Juni 2009
- Malte Welding: Appell an die Vergangenheit Der »Heidelberger Appell« offenbart den Konservatismus seiner Urheber. Jungle world vom 2. Juli 2009
- Rüdiger Wischenbart: Jenseits von Heidelberg. "Lässt man die Debattenbeiträge zu Digitalisierung und E-Books aus der europäischen Buch-Profession seit März 2009 Revue passieren, ist beklemmend, wie sich bei diesem Schlüsselthema für Verlagsindustrie und Lesekultur eben gerade keine kontroverse Diskussion entfaltet hat, sondern eine zunehmend enger werdende Appellsequenz mit Zielpunkt Denk- und Innovationsverbot. Es werden keine alternativen Zukunftsmodelle verglichen. Selbst die brancheneigenen Lösungsansätze wie das deutsche Libreka führen ein Schattendasein gegenüber den Verbotsstrategien. Das Buch der Zukunft hat so zu sein wie jenes, das man sich für die Gegenwart als ideal vorstellt (und das so schon jetzt nicht mehr Wirklichkeit ist)" Perlentaucher.de vom 22. Juni 2009
- Peter Mühlbauer: Springer-Konzern will neue Zwangsabgabe auf Computer. Telepolis vom 2. Juli 2009
- Thierry Chervel: Hört nicht auf die Heidelberger Bocksgesänge. Perlentaucher vom 5. Juli 2009
- Dagmar Giersberg: Offener Zugang zu allem? Die Diskussion um den „Heidelberger Appell“. Online-Redaktion des Goethe-Instituts, Juli 2009
- Wissenschaftliche Dienste des Bundestages: Das Für und Wider der urheberrechtlichen Diskussion im Zusammenhang mit dem „Heidelberger Appell“. Google Buchsuche und Open Access (PFD). Stellungnahme zum Heidelberger Appell vom 28. Juli 2009
- Literaturcafe.de: Wissenschaftliche Dienste des Bundestages sehen Vorteile in der Google Buchsuche und halten Heidelberger Appell für überzogen vom 29. Juli 2009
- Michael Roesler-Graichen: Der Grüne Weg des Open Access. Interview mit Günther Hansen von Pedocs, Börsenblatt vom 6. August 2009
- Peter Mühlbauer: Enteignende und enteignete Autoren. Durch die nun von Google praktizierte IP-Nummernsperre schaden die Unterzeichner des Heidelberger Appells nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Kollegen. Telepolis vom 15. September 2009
- Daniel Leisegang: Die Zukunft des Wissens. Google Books, Open Access und die Informationsgesellschaft von morgen. In: Blätter für deutsche und internationale Politik. Ausgabe 11/2009, 2. November 2009
- Frank Hartmann: Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit. In: Telepolis, 5. November, 2009
- Meike Laaff: Freier Zugang zu Forschungsergebnissen. In:
taz.de, 11. Dezember 2009
Veranstaltungen zum Urheberrecht und im Kontext des Heidelberger Appells
- Urheberrechtskonferenz des Bundesjustizministeriums, Berlin, 7.-8.5.2009: Die Zukunft des Urheberrechts - Was ist der richtige Schutz? Programm (PDF, 0,46 MB)
- Stefan Krempl: Schlagabtausch zwischen Befürwortern und Gegnern von "Open Access", heise online vom 8. Mai 2009
- Benjamin Lahusen: Zukunft des Urheberrechts: Ein Schutzschirm für die Kreativen in FAZ.net vom 11. Mai 2009
- Rainer Kuhlen: Nachlese zur Berliner Urheberrechtskonferenz vom 7. und 8. Mai 2009 (PDF, 1 MB)
- Vom Eigentum geistiger Arbeit im Zeitalter elektronischer Reproduzierbarkeit. Podiumsdiskussion, organisiert von der Grazer Autoren/Autorinnen Versammlung und dem Republikanischen Club – Neues Österreich am 24. Juni 2009 in Wien.
- Karl Schönswetter: Dr. Evil im Copy-Shop. ORF online vom 30. Juni 2009
- Wem gehört das Wissen? Diskussion über Open Access, Google Books und den Heidelberger Appell - Erste Veranstaltung der neuen Reihe "Die ZMI-Wissenschaftslounge" des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI) der Universität Gießen am 9. Juli 2009
- Autorschaft als Werkherrschaft in digitaler Zeit. Tagung, organisiert von der FAZ und dem Reußschen Verein "Institut für Textkritik", 15. Juli 2009 im Literaturhaus, Frankfurt am Main
- JF: Thema in Frankfurt: Der Heidelberger Appell und Autorschaft als Werkherrschaft in digitaler Zeit Buchmarkt.de vom 15. Juli 2009
- Wolfgang Tischer: Heidelberger Appell im Frankfurter Literaturhaus: Dramatisierte Bühnenversion im Open Access Literaturcafe.de vom 16. Juli 2009
- Thierry Chervel: Die Früchte des Internets. "Aber profitieren, so Peukert, werden die Autoren bei dem, was aus diesem "Meinungskampf um die Kontrolle der wirtschaftlichen Früchte aus dem Internet" herauskommt, nicht. Die Diskussion nach seinem Vortrag machte das deutlich. Er war nach dem Google Book Settlement davon ausgegangen, dass Google 37 Prozent der Einnahmen aus der kontextsensitiven Werbung in der Nähe digitalisierter Bücher bekommt und der Autor 63 Prozent. Nein, korrigierte Christian Sprang vom Börsenverein mit gespitzten Lippen. Es heißt "bis zu" 63 Prozent. Der Rest geht je nach Vertrag an die Verlage - und bei künftigen Verträgen dürfte dieser Rest genau hundert Prozent von 63 Prozent groß sein." Perlentaucher vom 15. Juli 2009
- Andrea Diener: Open Exzeß mit Viagra-Werbung. Blogeintrag vom 16. Juli 2009
- Thomas Severiens: Im Dunkeln irren, ohne den Blick zum Horizont zu wagen! Blogeintrag vom 16. Juli 2009
- Markus Beckedahl: Die Selbsthilfegruppe “Heidelberger Appell” tagt. netzpolitik.org vom 16. Juli 2009
- Christoph Schröder: Ein ungeheurer Mentalitätswandel. Frankfurter Rundschau online vom 16. Juli 2009
- Michael Adrian: Mein Buch gehört mir. Der Tagesspiegel vom 17. Juli 2009
- Hendrik Werner: Raubritter im Netz. Welt online vom 17. Juli 2009
- Volker Breidecker: Entwarnung nach dem Appell. Süddeutsche Zeitung vom 17. Juli 2009
- Kai Biermann: Wer kriegt wie viel vom Werbekuchen? In Zeit Online vom 17. Juli 2009
Weitere Beiträge und Diskussionen
- Guido Graf: Wissen und Eigentum. Vom ewigen Wandel des Urheberrechts. Deutschlandradio Kultur, 20.5.2009
- Ilja Braun: Angriff der E-Book-Piraten. Die Verlage bekommen Konkurrenz, das Urheberrecht wird aufgeweicht: Hilft eine Kultur-Flatrate? Welt online vom 21. März 2009
- Christian Sickendieck: Wie wollen wir die Kreativen im Netz bezahlen? Blogeintrag vom 24. Juni 2009
- Auf InetBib, der Diskussionsliste Internet in Bibliotheken, fand eine intensive Diskussion zum Thema statt. Eingesehen werden können die Diskussionsbeiträge im Listenarchiv unter der Betreffzeile Ulmer-Brief.
Sich entwickelnde Diskussion um neue Leistungsschutzrechte für Verlage
- Ilja Braun: Wer den Weg zum Leser ebnet. Welt online vom 17. Juli 2009
















