Initiativen und Positionspapiere

 

Initiativen

In den letzten Jahren verpflichtete sich eine wachsende Zahl an Institutionen und Projekten, den Open-Access-Gedanken weiterzutragen und durch Aufrufe und Deklarationen bzw. deren Unterzeichnung zu unterstützen.

Das Open Society Institute (OSI) erklärte in der Budapester Open Access Initiative (BOAI), "seine Ressourcen und seinen Einfluss geltend [zu] machen, um institutionelle Bemühungen des Self-Archiving weiter zu fördern und um bei der Gründung alternativer Zeitschriften und bei deren Bemühen um finanzielle Sicherung zu helfen." Ende Mai 2008 hatten knapp 4.770 Einzelpersonen und 434 Institutionen die BOAI unterschrieben.

Das Bethesda Statement on Open Access Publishing weist zunächst mit Blick vor allem auf die Biomedizin auf die Notwendigkeit hin, wissenschaftliche Forschungsergebnisse schnell und effizient zu verbreiten, und hebt die Möglichkeit (und die Pflicht) hervor, wissenschaftliche Ergebnisse, Ideen und Entdeckungen entgeltfrei mit der Scientific Community und der Öffentlichkeit zu teilen.

Das EU Projekt European Cultural Heritage Online (ECHO) fördert den Open-Access-Gedanken durch eine eigene Policy (Charter of ECHO) und unterstützt wissenschaftliche und kulturelle Institutionen und Projekte in Europa, das kulturelle Erbe Europas frei zugänglich zu machen.

Die Unterzeichnenden der Berliner Erklärung fordern, das Internet für die wissenschaftliche Kommunikation und Publikation konsequent zu nutzen. Bis Mai 2008 unterstützten mehr als 250 Institutionen aus der ganzen Welt die Forderung der Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen.

Ein weiteres, die Open-Access-Bewegung unterstützendes Projekt ist z.B. die Scholary Publishing & Academic Resources Coalition (SPARC), eine Allianz von Akademien, Universitätsbibliotheken und Forschungsorganisationen, die kostengünstige Alternativen zu den herkömmlichen Publikationsstrategien fördert und entwickelt.

Von führenden internationalen Wissenschaftsorganisationen wurde eine Petition Anfang des Jahres 2007 an die Europäische Kommission initiiert. Die Unterzeichnenden drücken gegenüber der Europäischen Kommission ihre Unterstützung bei der Umsetzung von Open Access im wissenschaftlichen Publikationswesen aus und fordern die Kommission auf, ihre bisherigen Bestrebungen zur Förderung von Open-Access-Publikationen zu intensivieren. Die EU-Petition Petition for guaranteed public access to publicly-funded research results wurde von ca. 27.000 Einzelpersonen und Institutionen unterzeichnet (Stand Mai 2008). In ihren im April 2008 veröffentlichten "Empfehlungen der Europäischen Kommission zum Umgang mit geistigem Eigentum" spricht sich die Europäische Kommission stark für Open Access aus. Die Kommission empfiehlt ihren Mitgliedstaaten "die weite Verbreitung von Wissen, das mit öffentlichen Mitteln geschaffen wurde, zu fördern, indem Schritte für einen offenen Zugang zu Forschungsergebnissen angeregt werden, wobei gegebenenfalls der Schutz des betreffenden geistigen Eigentums zu ermöglichen ist" (S. 4).

Darüber hinaus bekennen sich immer mehr Universitäten zum Open-Access-Gedanken und ermöglichen auf ihren Repositorien die entgeltfreie Archivierung sowie den freien Zugriff auf wissenschaftliche Dokumente.

In dem Verzeichnis ROARMAP (Registry of Open Access Repository Material Archiving Policies) finden Sie eine Übersicht über institutionelle Selbstverpflichtungen und Policies zu Open Access.

Weitere Positionspapiere und Stellungnahmen

Forschungsorganisationen

Förderorganisationen

Verzeichnisse der Open-Access-Policies der Förderorganisationen finden Sie unter:

Fachgesellschaften

Universitäten

Eine Übersicht der Hochschulen, die Open-Access-Policies unterzeichnet haben, findet sich im Registry of Open Access Repository Material Archiving Policies (ROARMAP). Darüber hinaus positionieren sich viele Universitäten auf ihren Webseiten zu Open Access.