Im Folgenden sind einige Informationen über Open Access im Bereich Erziehungswissenschaften zusammengestellt. Wenn Sie weitere Tipps und Anregungen zu diesem Bereich haben, zögern Sie nicht, uns eine E-Mail zu schicken!
Der Deutsche Bildungsserver bietet allen Interessierten grundlegende und hochwertige Informationen und Internetquellen - schnell, aktuell, umfassend und kostenfrei. Er informiert auf seiner Webseite ausführlich über Open Access und hat eine übersichtliche Linksammlung zum Themenbereich Open Access und zu Open-Access-Zeitschriften im Bereich der Erziehungswissenschaften zusammengestellt. Das BildungsWiki, ein Lexikon zum Bildungswesen, stellt derzeit etwa 750 Artikel bereit (Stand Dezember 2007), die teilweise aus der Artikelkollektion von Wikipedia ausgewählt, importiert und bearbeitet wurden.
Das Fachportal Pädagogik ist der zentrale Einstieg in die pädagogische Fachinformation und bietet Informationen zu Institutionen und Projekten. Über die Metasuche bietet das Fachportal eine umfassende Literatursuche an und, wo immer möglich, den entgeltfreien elektronischen Zugriff auf Volltexte. Derzeit wird der fachliche Dokumentenserver pedocs aufgebaut. Dieser hat das Ziel, elektronische Volltexte der Bildungsforschung und Erziehungswissenschaft zu bündeln, diese langfristig zu sichern und Qualitätsmerkmale zu benennen. Durch die Einbettung in das Fachportal Pädagogik, die FIS Bildung Literaturdatenbank und den Deutschen Bildungsserver sowie durch Auffindbarkeit der Volltexte in Suchmaschinen und Bibliothekskatalogen wird eine globale Verfügbarkeit sichergestellt.
Besonders offen für Open Access sind in den Erziehungswissenschaften die Bereiche, die sich mit E-Learning beschäftigen. Die Nutzung des Internets als Lernmedium, die Möglichkeit, Lerninhalte offen zugänglich zu machen und auf wissenschaftliche Informationen uneingeschränkt zugreifen zu können, sind hier von besonderem Interesse.
Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung praktiziert seit Ende der 1990er Jahre Open Access für den Bereich Weiterbildung. Die Sammlung E-Publikationen texte.online enthält sowohl forschungs- als auch praxisbasierte Dokumente zur Erwachsenen-/Weiterbildung, die zum kostenfreien Download zur Verfügung stehen. Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung beliefert das Fachinformationssystem FIS Bildung mit Metadaten und ist damit auch im Fachportal Pädagogik vertreten. Autor/innen der Texte sind sowohl Angehörige des Instituts als auch Externe (Studierende, Praktiker/innen, Forschende - auch aus verwandten Disziplinen). Darüber hinaus bietet das Institut auf seiner Website kostenfreien Zugang zu Online-Versionen institutsinterner Printpublikationen, sofern sie vom Verlag freigegeben wurden.
Das Comenius Institut hat auf seinen Webseiten eine Rubrik zu Open Access eingerichtet und bietet dort aktuelle Publikationen zum Download an.
Die Webseite reticon - Bildung und neue Medien informiert unter anderem über Open-Access-Entwicklungen in den Erziehungswissenschaften.
Die Literaturdatenbank Berufliche Bildung (LDBB) ist die einzige Literaturdatenbank zur Berufsbildungsforschung in Deutschland; seit 2005 ist LDBB kostenfrei und ohne Zugangsbeschränkungen im Internet recherchierbar. Der Anteil an nachgewiesenen Online-Publikationen mit direkter Verlinkung auf die Volltexte liegt für die Erscheinungsjahre 2004-2007 bei über 25 Prozent.
OnlinePublizieren - Online Literatur Sozialforschung ist ein nützliches Online-Portal zum Thema Open Access und eine Übersicht zu Open-Access-Zeitschriften der Sozialforschung.
Das OpenCourseWare Consortium stellt im OCW Blog Informationen zu Open Educational Resources (OERs) zur Verfügung. OCW Blog ist ein Mitglied von OER Blogs, einer Sammlung von Blogs zu OERs und Open Access.
Der Universitätsverlag Hamburg University Press unterstützt nachdrücklich die Open-Access-Bewegung und veröffentlicht viele geistes- und sozialwissenschaftliche Monographien.
Ein disziplinärer Volltextserver befindet sich derzeit im Aufbau: Pedocs soll elektronische Volltexte aus den Bereichen Bildungsforschung und Erziehungswissenschaft zur Verfügung stellen.
Prof. Dr. Ingrid Gogolin - Universität Hamburg, Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft, Präsidentin der European Educational Research Association (EERA), Mitglied des Akademischen Rates der Universität Hamburg