Im Folgenden sind einige Informationen über Open Access im Bereich Psychologie zusammengestellt. Wenn Sie weitere Tipps und Anregungen zu diesem Bereich haben, zögern Sie nicht, uns eine E-Mail zu schicken!
Die Kommission "Information und Kommunikation" (IuK) der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) hat sich im September 2004 mehrheitlich für den Beitritt zur Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen ausgesprochen. Auch die Neue Gesellschaft für Psychologie (NGfP) unterstützt Open Access und hat Anfang 2008 die Budapester Open Access Initiative sowie die EU-Petition for guaranteed public access to publicly-funded research results unterzeichnet.
Das Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) der Leibniz-Gemeinschaft ist das überregionale Fachinformationszentrum für die Psychologie in den deutschsprachigen Ländern. Es stellt eine Reihe von Angeboten für Forschung, Studium, Fort- und Weiterbildung, Unternehmen, Medien, Politik und die interessierte Öffentlichkeit zur Verfügung. Darunter fällt z.B. PsychSpider, eine psychologiespezifische Internet-Suchmaschine, das psychologische Datenarchiv PsychData mit empirischen Datensätzen aus wichtigen psychologischen Forschungsprojekten, und PsychLinker, ein umfassender psychologiespezifischer Internet-Linkkatalog. Das Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation tritt gemäß der Berliner Erklärung für den freien Zugang zu Informationen aus den Wissenschaften ein, da dieser freie Zugang Kennzeichen demokratisch-pluralistischer Gesellschaften, aller Wissenschaften und der wissenschaftlich fundierten Anwendungspraxis ist (Leitbild des ZPID).
Seit 1966 existiert an der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek (SULB) das Sondersammelgebiet Psychologie, seit 1998 das mit der Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ins Leben gerufene Projekt Virtuelle Fachbibliothek Psychologie. Im Gemeinschaftsprojekt "Digitale Psychologie-Information (DPI)" setzten sich das ZPID und die SULB das Ziel der Verbesserung des Informationsangebots und -nachweises im Fach Psychologie, bezogen auf Online-Informationen und digitale Publikationen. Zu den Arbeitspaketen des DPI-Projekts gehörte der Aufbau des disziplinären Volltextservers PsyDok. Seit Sommer 2003 steht PsyDok Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftlern aus der Psychologie zur Publikation und Archivierung ihrer wissenschaftlichen Arbeiten (z.B. Monographien, Artikel, Dissertationen) offen.
Wir danken Herrn Ulrich Herb (SULB) und Herrn Dr. Erich Weichselgartner (ZPID) für die Bereitstellung ihrer Texte und weitere wichtige Hinweise.