Die Herstellungskosten für Open-Access-Zeitschriften sind signifikant niedriger als im Falle von Printzeitschriften (und auch von elektronischen kostenpflichtigen Zeitschriften), weil Open-Access-Zeitschriften in der Regel nur online zugänglich sind, Kosten für das Handling der Abonnements und der Identifikation von autorisierten und nicht-autorisierten Nutzerinnen und Nutzern, für Mahnungen usw. entfallen, und weil mittlerweile Open-Source-Software für den Betrieb elektronischer Zeitschriften zur Verfügung steht.
Gleichwohl fallen selbstverständlich Kosten an: dass Artikel in Open-Access-Zeitschriften für alle Interessierten frei zugänglich sind, bedeutet nicht, dass deren Produktion kostenlos wäre. Bereits mit der Budapest Open Access Initiative (BOAI) wurden verschiedene Vorschläge zur Kostendeckung im Falle von Open-Access-Zeitschriften gemacht, insbesondere "(Misch-) Finanzierungen (...), z.B. durch private und staatliche Stiftungen und Fördereinrichtungen, durch Universitäten und andere Institutionen, die Forschende beschäftigen, durch Stiftungs- und Fördergelder, die disziplinär gebunden vergeben werden, durch Spenden von Einzelpersonen oder Einrichtungen, (...), durch Einnahmen aus Werbe-Add-ons auf den Texten, durch Mittel, die frei werden, indem überteuerte Zeitschriften, die nicht bereit sind, freien Zugang zu gewähren, abbestellt werden, oder durch finanzielle Beiträge, die die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen selbst zu zahlen bereit sind"; siehe auch ausführlicher die Geschäftsmodelle für Open-Access-Zeitschriften.