Im Falle der Gründung einer Open-Access-Zeitschrift sind viele Dinge zu bedenken, die auch im Falle der Gründung einer Print-Zeitschrift geklärt werden müssen. Eine eigene Zeitschrift zu betreiben, bedeutet einigen Aufwand für die, die in redaktionelle Arbeit involviert sind. Es ist deshalb essentiell wichtig, sich möglichst (selbst-) kritisch darüber Rechenschaft abzulegen, ob ein solches Projekt prinzipiell Sinn macht und gerechtfertigt ist. Unter Umständen kann die Mitarbeit an bzw. die Kooperation mit einer bereits existierenden Zeitschrift eine sinnvolle Alternative sein; siehe für Verzeichnisse von Open-Access-Zeitschriften das Directory of Open Access Journals (DOAJ) oder die Titel mit frei zugänglichen Volltextartikeln in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) der Universitätsbibliothek Regensburg.
Fragen, die in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen, sind beispielsweise:
Einige Anregungen hierzu und zum Verfertigen eines Geschäfts- und Finanzplans gibt eine von der Scholarly Publishing and Academic Resources Coalition (SPARC) für das Open Society Institute (OSI) herausgegebene Broschüre Guide to Business Planning for Launching a New Open Access Journal, Edition 2 (PDF, 217 kb), die sich vor allem an eine universitäre Klientel mit Interesse an der Gründung von Zeitschriften oder Repositorien richtet. Sie ist Teil einer Reihe von drei SPARC/OSI-Broschüren für Herausgeberinnen und Herausgeber von Open-Access-Zeitschriften. Auch die dritte Broschüre Model Business Plan (PDF, 176 kb) liefert hilfreiche Tipps bei der Finanzplanung im Zusammenhang mit der Neugründung einer Open-Access-Zeitschrift.