Verlage spielen eine wichtige Rolle bei der Informationsversorgung und können durch wissenschaftsfreundliche Konditionen ihre Autoren ganz wesentlich bei der Kommunikation ihrer Ergebnisse unterstützen. Open-Access-Publikationsmodelle bieten hierfür ganz hervorragende Möglichkeiten.
Allerdings gibt es von Seiten der etablierten Verlage eine Reihe von Vorbehalten gegen Open Access:
- Privatwirtschaftlich betriebene Verlage fürchten, der freie Zugang zu den von ihnen vertriebenen Publikationen schmälere die Absatzchancen der kostenpflichtigen Werke oder mache sie sogar gänzlich zunichte.
- Verlage mit einem Community-Geschäftsmodell befürchten, dass dies bei einem unmittelbaren oder gering verzögerten Open Access unpraktikabel werde, wenn etwa bei allgemein freiem Zugang zu einem Verbandsorgan das Interesse an der kostenpflichtigen Verbandsmitgliedschaft sinken könnte. Dies betrifft vor allem nicht-kommerzielle Verlage, die eng mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Fachgesellschaften zusammenarbeiten oder von diesen betrieben werden (z.B. Washington DC Principles for Free Access to Sciences, März 2004; American Association of University Presses [AAUP] Statement on Open Access, Februar 2007)
- Zeitschriftenverleger befürchten, dass ihre Investitionen einem großen ökonomischen Risiko ausgesetzt seien. Parallelpublikation von Pre- und Postprints in Open-Access-Archiven führe zu Abbestellungen von Zeitschriften und unterminiere damit das von den Verlegern organisierte Peer-Review-System (z.B. Brussels Declaration on STM Publishing, Februar 2007).
Bei näherem Hinsehen lassen sich viele dieser Befürchtungen entkräften oder relativieren. Für Buch- und Zeitschriftenverlage sprechen dafür unterschiedliche Argumente.
Buchverlage
Zeitschriftenverlage
Beispiele
Weiterführende Links
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Informationsplattform Open Access
http://open-access.net/de/druck/wissenswertes_fuer/verlage/
letzte Veränderung: 23.06.2008 13:50