Geschichtswissenschaften

Im Folgenden sind einige Informationen über Open Access im Bereich Geschichtswissenschaften zusammengestellt. Wenn Sie weitere Tipps und Anregungen zu diesem Bereich haben, zögern Sie nicht, uns eine E-Mail zu schicken!

Allgemeine Informationen zu Open Access in den Geschichtswissenschaften

Generell besteht bei Historikerinnen und Historikern eine Offenheit gegenüber allen Formen von Open Access. Neben Gudrun Gersmann, Paris, ist auch Winfried Schulze, München, als einer der bekannten Protagonisten zu erwähnen.

Das ECHO Projekt hat schon früh (2002) auf seiner Webseite eine Erklärung zur Förderung von Open Access veröffentlicht. Die Partner dieses EU-Projekts, einem Netzwerk aus Forschungsinstituten, Museen, Archiven, Bibliotheken und anderen Institutionen, betonten in der Open Access Charter die Verfügbarkeit aller von ECHO entwickelten IT-Werkzeuge sowie aller Inhalte des europäischen Kulturerbes. ECHO bietet eine umfassende digitale Sammlung zu verschiedenen Bereichen der Kultur- und besonders der Wissenschaftsgeschichte.

Der Census of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance hat seine umfangreiche Datenbank mit etwa 6.500 erfassten antiken Monumenten, die mit ca. 28.000 Bild- und Schriftzeugnisse der Renaissance verlinkt sind, seit Juni 2007 für das Internet im Open Access freigeschaltet. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW), die frühzeitig die Berliner Erklärung unterzeichnet hat, sieht dies als einen weiteren Schritt zur Förderung von Open Access. Mehr Informationen hierzu im Heise Newsticker.

 

Das Internetportal historicum.net bietet viele geschichtswissenschaftliche Informationen an.

Der Universitätsverlag Hamburg University Press unterstützt nachdrücklich die Open-Access-Bewegung und veröffentlicht viele geistes- und sozialwissenschaftliche Monographien.

 

Unter der Projektleitung von Prof. Dr. Gudrun Gersmann, Direktorin des Deutschen Historischen Instituts in Paris, entsteht perspectivia.net, eine Kommunikations- und Publikationsplattform für die deutschen geisteswissenschaftlichen Auslandsinstitute, die seit dem 31. Oktober 2008 online ist.

 

Die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften unterstützt die Umsetzung von Open Access. Sie empfiehlt ihren Mitgliedgesellschaften und den in ihrem Kreis organisierten Forschenden, ihre Publikationen frei zugänglich zu machen. Sie verfolgt das Ziel, dass alle Autor/innen von Periodika, die von der Akademie subventioniert werden, das Recht haben, ihre Artikel Open Access zu publizieren. Die SAGW ersucht deshalb ihre Gesellschaften, bei den Verlagen die entsprechenden Rechte für ihre Autor/innen einzuholen, und führt auch selber Verhandlungen mit diesen Verlagen, wobei sich positive Resultate abzeichnen.

Ziel des Projekts e-codices ist es, alle mittelalterlichen Handschriften und eine Auswahl der frühneuzeitlichen Handschriften der Schweiz durch eine virtuelle Bibliothek zu erschliessen und zugänglich zu machen.

E-rara.ch ist ein nationales Gemeinschaftsprojekt, das im Rahmen des Schweizer Innovations- und Kooperationsprogramms E-lib.ch: Elektronische Bibliothek Schweiz realisiert wird. Auf der Plattform e-rara.ch werden digitalisierte alte Drucke aus Schweizer Bibliotheken öffentlich und kostenlos angeboten. Einen ersten Schwerpunkt bilden die Schweizer Drucke des 16. Jahrhunderts.

Literatur

Open-Access-Zeitschriften

Deutschsprachige Open-Access-Zeitschiften in den Geschichtswissenschaften:

Internationale OA-Zeitschriften der Geschichtswissenschaften:

In der Schweiz werden im Rahmen des Projekts retro.seals.ch wissenschaftliche Zeitschriften retrodigitalisiert und über das Internet frei zugänglich gemacht. Der Schwerpunkt liegt auf in der Schweiz erschienenen Zeitschriften und beinhaltet auch historische Ausgaben. Im Bereich „Geschichte“ sind mehrere Zeitschriften erfasst.

Disziplinäre Repositorien und Datenbanken

  • Historisches Forum ist eine Reihe von Themenheften und bietet ausgewählte Beiträge und Berichte aus den Geschichtswissenschaften. Die Hefte erscheinen in Zusammenarbeit mit den Partnern von Clio-Online und der Humboldt-Universität zu Berlin.
  • H-Soz-u-Kult, die massgebliche Kommunikations- und Informationsplattform in der Geschichtswissenschaft. Hier werden auch immer wieder kurze Beiträge zum Thema Open Access ins Netz gestellt.
  • Clio-Online bietet als das zentrale Fachportal für die Geschichtswissenschaft ein umfangreiches Webverzeichnis. In der Rubrik Materialien finden sich umfangreiche Verweise zu Ausstellungen, Lehrmaterial, Publikationen, Multimedia-Material, Quellen und Software.
  • Die virtuelle Fachbibliothek Kunstgeschichte arthistoricum.net bietet unter der Rubrik E-Publishing Möglichkeiten des elektronischen Publizierens von fachwissenschaftlichen Texten.
  • Propylaeum, Virtuelle Fachbibliothek Altertumswissenschaften
  • Census of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance - interdisziplinäre Forschungsdatenbank mit Fokus auf Renaissanceforschung und Antikenrezeption
  • SavifaDok, Publikationsplattform für Südasienwissenschaften
  • Das Wörterbuch-Netz, ein Projekt des Kompetenzzentrums für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier
  • Gutenberg-e, ein Programm der American Historical Association und der Columbia University Press. Die elektronischen Monographien der Columbia University Press sind frei zugänglich.
  • MALTE, die Universitätsbibliothek der LMU München bietet digitalisierte Münchener Altbestände zur freien öffentlichen Nachnutzung an.
  • perspectivia.net, Publikationsplattform, auf der ausgewählte Publikationen der deutschen geisteswissenschaftlichen Auslandsinstitute und deren Partnerinstitutionen frei zugänglich zur Verfügung stehen
  • Leipzigeronline-Beiträge zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie, Jahrgang 2007 (Leipzig 2008), Beiträge von 2003 - 2009

Beiratsmitglieder der Informationsplattform aus dem Bereich Geschichtswissenschaften

 

Prof. Dr. Gudrun Gersmann - Deutsches Historisches Institut Paris, Herausgeberin Zeitenblicke

 

Prof. Dr. Jürgen Renn - Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG), Berlin

 

Weitere Beiratsmitglieder

Inhaltliche Betreuung der Seite

Bearbeitet/erstellt von: Dr. Joachim Losehand, Universität Oldenburg, Institut für Geschichte