Wirtschaftswissenschaften

Im Folgenden sind einige Informationen über Open Access im Bereich Wirtschaftswissenschaften zusammengestellt. Wenn Sie weitere Tipps und Anregungen zu diesem Bereich haben, zögern Sie nicht, uns eine E-Mail zu schicken!

 

Allgemeine Informationen zu Open Access in den Wirtschaftswissenschaften

Viele Ökonominnen und Ökonomen stehen der Preispolitik mancher Verlage kritisch gegenüber, dennoch gibt es in der Ökonomie bislang keine breite Open-Access-Bewegung.

In den vergangenen Jahren gab es als Reaktion auf eine unzufriedene Verlagspolitik einige Neugründungen von Open-Access-Zeitschriften. Neben dem zum Teil exorbitant hohen Preis für Abonnenments liegen die konkreten Gründe auch in der sehr langen Dauer des Publikationsprozesses und dem Erkennen der Vorteile von Open Access:

"Open Access enables authors to obtain the maximum possible exposure for their work. Freely available papers are read more, cited more, and have more impact than ones available only to paid subscribers." (Theoretical Economics)

Spektakulär war der Wechsel der European Economic Association (EEA) mit ihrer Mitgliedszeitschrift von Elsevier zu MIT Press Anfang 2003. Anstelle des European Economic Review (EER) gündete die EEA 2003 das Journal of the European Economic Association (JEEA), versehen mit der Kennzeichnung "SPARC Alternative", um das politische Zeichen bewusst zu dokumentieren.

Wie beim JEEA findet man auch an anderer Stelle im Bereich Wirtschaftswissenschaften keine reinen Open-Access-Angebote, sondern vielmehr Mischformen. Dies trifft z.B. für Berkeley Electronic Press zu, die eine Reihe von ökonomischen Zeitschriften rein elektronisch veröffentlichen, aber momentan noch - wenn auch relativ moderate - Zugangsgebühren für Einzelpersonen und Institutionen verlangen.

Seit vielen Jahrzehnten spielen die Diskussionspapiere in den Wirtschaftswissenschaften eine sehr große Rolle. Mit der zunehmenden Bedeutung des Internet wurden diese Diskussionspapiere im Netz zugleich Open-Access-Material. Mischformen gibt es aber auch hier bei den kostendeckend arbeitenden Nonprofit-Betreibern großer Working-Paper-Reihen wie NBER oder CEPR.

Im September 2007 begann das Projekt Network of European Economists Online (NEEO). NEEO ist eine Initiative des Nereus Konsortiums akademischer Bibliotheken. Aus Deutschland ist die ZBW an NEEO beteiligt, die hier die Publikationen des Instituts für Weltwirtschaft bereitstellt. Die Mitglieder des Konsortiums wollen zusammen mit anderen führenden europäischen Forschungsinstitutionen im Bereich der Ökonomie ein umfassendes Open-Access-Angebot zur Verfügung stellen. So sollen, basierend auf dem Inhalt der Dokumentenserver der beteiligten Institutionen, Zeitschriftenartikel, Arbeitspapiere, Tagungsbände, Daten u.v.m. Open Access genutzt werden können.

Quellen

Weitere Literatur

Open-Access-Zeitschriften

Im Directory of Open Access Journals sind über 130 wirtschaftswissenschaftliche Zeitschriften aufgelistet, getrennt nach

Die renommiertesten Zeitschriften darunter sind

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel gibt die Open-Access-Zeitschrift Economics heraus. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und verfügt über ein u.a. mit fünf Nobelpreisträgern sehr hochrangig besetztes Advisory Board.

Neu gestartet ist im Mai 2008 die Zeitschrift BusinessResearch, die offizielle Open-Access-Zeitschrift des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V.

Disziplinäre Repositorien