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Open Access in der angewandten Forschung

Bei einer Forschungseinrichtung, die wie Fraunhofer in der angewandten Forschung häufig mit der Industrie zusammenarbeitet, stellt sich die Forderung, open access zu publizieren etwas anders als in der reinen Grundlagenforschung dar. So erhält Fraunhofer etwa 40 % aller Erträge aus der Wirtschaft und die Forschungsergebnisse werden oftmals über Patente verwertet. Ein weit verbreitetes und entscheidendes Argument für Open Access, "das es nicht sein kann, dass öffentlich geförderte Forschungsergebnisse von der öffentlichen Hand über Bibliotheken zurückgekauft werden müssen", greift hier nicht unbedingt.

Gleichzeitig profitiert Fraunhofer sehr nachhaltig von dem Prinzip: Gerade die freie Zugänglichkeit der Innovationsleistungen der Institute ermöglicht eine ungeahnte Sichtbarkeit. Die Kundenakquise in der Wirtschaft wird damit stark verbessert. Fachwissen und Expertinnen bzw. Experten lassen sich von Interessierten über weltweit frei zugängliche Texte viel einfacher identifizieren. Zugleich behalten natürlich alle anderen Argumente für Open Access ihre Gültigkeit: Innovationen sind heute nur durch schnellen und freien Austausch von Wissen möglich, Hindernisse jeglicher Art (finanziell, technisch, politisch) müssen überwunden werden.

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