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Offener Zugang zu Daten

 

Ob es sich um Ergebnisse klinischer Versuche, die Klimaforschung, sozialwissenschaftliche Statistiken oder den Datenstrom einer Sonnensonde handelt: Data Sharing wird zukünftig in vielen Disziplinen zum Alltag gehören und den Mehrwert internationaler Kooperationen potenzieren. Das gilt auch für die Helmholtz-Zentren, die einerseits große Datenmengen generieren und andererseits durch offenen Zugang zu Daten anderer die Qualität ihrer wissenschaftlichen Arbeit verbessern können. 


Deshalb ist der offene Zugang zu Daten ein Schwerpunkt des Arbeitskreises Open Access der Helmholtz-Gemeinschaft.

 

Trotz positiven Erfahrungen auf diesem Gebiet, z.B. in  der Astrophysik oder der Molekularbiologie, gibt es noch eine Reihe von Problemen, die sowohl technische und organisatorische Aspekte betreffen als auch die Wissenschaftskultur selber. Zu den noch ungelösten Fragen gehört zum Beispiel die Sicherstellung von Findbarkeit, Vertrauenswürdigkeit und Persistenz der Datenquellen. Auch Lizenzmodellen zum Schutz von Urheberrechten gebührt entscheidende Bedeutung.

 

Einen wichtiger Schritt auf diesem Weg war das DFG-Projekt "Publication and Citation of Scientific Primary Data" (STD-DOI). Dieses Projekt zielte darauf, wissenschaftliche Primärdaten zitierbar zu machen. Dabei wird ein Datensatz dem jeweiligen Forscher als Autor zugeschrieben, genauso  wie für einen konventionellen wissenschaftlichen Artikel. Damit werden Primärdaten nicht nur als Teil einer wissenschaftlichen Veröffentlichung angesehen, sondern können ihre eigene Identität haben.

 

Erfahrungen aus diesem Projekt sind vor allem in die Veröffentlichungen von Daten in der PANGAEA-Datenbank des Weltdatenzentrums für Marine Umweltwissenschaften (WDC-MARE) des Alfred-Wegener-Instituts und der Universität Bremen eingeflossen, ebenso wie in Datenveröffentlichungen aus dem "International Continental Drilling Project". In der vom GeoForschungsZentrum Potsdam betriebenen "Scientific Drilling Database" werden Daten nach den Prinzipien des Offenen Zugangs zunächst als Ergänzung zu Abbildungen aus qualitätsgesicherten Publikationen in institutionellen Repositorien veröffentlicht. Darüber hinaus wird über die eigenständige Publikation von Datensätzen oder -kompilationen diskutiert.

 

 

 

Überblicksartikel zum Thema Offener Zugang zu Daten finden Sie hier: 


H. Pfeiffenberger, J. Klump (2006): Quantensprung in der Kooperation. Wissenschaftsmanagement 1/2006 Special Open Access, Lemmens Verlags- & Mediengesellschaft mbH

J. Klump et al. (2006):  Data Publication in the Open Access Initiative. Data Science Journal, 5, 79-83