Berliner Erklärung

 

Unterzeichner | Berliner Konferenz und Folgekonferenzen

 

Die Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen (engl. Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities) vom 22. Oktober 2003 ist einer der Meilensteine der Open Access Bewegung, der noch heute als Maßstab für den zukünftigen Umgang mit Forschungsliteratur gilt.

 

Die Erklärung wurde von der Max-Planck-Gesellschaft initiiert. Sie war das Ergebnis einer dreitägigen Konferenz über den offenen Zugang zu wissenschaftlicher Information und wurde dort von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen sowie führenden internationalen Forschungs- und Kultureinrichtungen unterzeichnet. Seitdem wächst die Liste mit Unterzeichnern aus der ganzen Welt stetig an.

 

Die Erklärung wurde in englischer Sprache verfasst, deren Wortlaut maßgebend ist. In der Zwischenzeit wurde die Erklärung bereits in mehrere Sprachen (Französisch, Griechisch, Italienisch, Portugiesisch, Polnisch, Spanisch, Chinesisch (simplified / traditional), Russisch, Arabisch) übersetzt und liegt ebenfalls in einer deutschen Fassung vor.

 

Hauptanliegen der Unterzeichner ist es, durch die konsequente Nutzung der sich ständig erweiternden Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation die wissenschaftliche Diskussion zu fördern und sie einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

Dementsprechend weit definiert die Berliner Erklärung die Inhalte, die nach den Open Access Prinzipien veröffentlicht werden sollen:

 

Open Access-Veröffentlichungen umfassen originäre wissenschaftliche Forschungsergebnisse ebenso wie Ursprungsdaten, Metadaten, Quellenmaterial, digitale Darstellungen von Bild- und Graphik-Material und wissenschaftliches Material in multimedialer Form.

 

In diesem Kontext werden die Wissenschaftler der Unterzeichnerinstitutionen aufgefordert, ihre Arbeiten so zu veröffentlichen, dass sie für jedermann dauerhaft kostenfrei zugänglich sind. Entsprechend werden die Kulturinstitutionen ermuntert, ihre Sammlungen der Öffentlichkeit digital verfügbar zu machen. Auf diese Weise soll das kulturelle Erbe der Menschheit einschließlich der aktuellen Forschungsergebnisse in digitaler Form allen kostenfrei zur Verfügung stehen.

 

In einem andauernden Prozess werden von den Unterzeichnern gemeinsam Lösungen hinsichtlich vorherrschender Problemstellungen wie Qualitätssicherung oder Akzeptanz von Open Access Publikationen gesucht. Daraus sind die Berliner Folgekonferenzen entstanden.

Die Berliner Erklärung im englischen Original
Die Berliner Erklärung in deutscher Fassung