Berliner Konferenz und Folgekonferenzen

 

Die Berliner Erklärung ist das Ergebnis einer Konferenz, die im Oktober 2003 im Harnack-Haus in Berlin-Dahlem stattfand (Berlin 1). Sie wurde von der Max-Planck-Gesellschaft und European Cultural Heritage Online (ECHO), einer Initiative zur Integration sozial- und geisteswissenschaftlicher Inhalte in ein digitales Umfeld, initiiert und organisiert. Zielsetzung der Konferenz war die Ermittlung von Wegen für die Entwicklung einer neuen web-basierten Forschungsumgebung der Zukunft für die verschiedenen Wissenschaftsfelder. An der Konferenz beteiligten sich mehr als 120 deutsche und internationale Experten und Entscheidungsträger aus folgenden Bereichen (siehe auch Teilnehmerliste):

Bei den Diskussionen über neue Zugangsmöglichkeiten zu Forschungsergebnissen war Open Access das herausragende Thema.

 

Am Ende der Konferenz wurde die Berliner Erklärung, in der sich die Unterzeichner deutlich zu Open Access bekennen, veröffentlicht.

 

Die Unterzeichner einigten sich in Berlin darauf, regelmäßig Folgekonferenzen zu organisieren. Die erste dieser sogenannten Berlin Konferenzen (Berlin 2) fand im Mai 2004 in Genf/Schweiz bei CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung unter dem Titel Steps Toward Implementation of the Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities unterzeichnete diese europäische Großforschungseinrichtung ebenfalls die Berliner Erklärung.

 

Im Februar 2005 folgte die Berlin 3 Konferenz mit dem Titel Progress in Implementing the Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities an der University of Southampton/England. Im Rahmen dieser Konferenz wurde der Berliner Erklärung eine Präambel, die sogenannte Roadmap, vorangestellt. In ihr werden Schritte zur Einführung von Open Access zusammengefasst.

 

Die Berlin 4 Konferenz Open Access - From Promise to Practice wurde im März 2006 in Potsdam am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik veranstaltet. Einer der thematischen Schwerpunkte der Konferenz war der freie Zugang zu wissenschaftlichen Rohdaten um einerseits die Transparenz in der wissenschaftlichen Forschung, andererseits grenz- und disziplinübergreifende Kooperationen zu fördern.

 

Die Berlin 5 Konferenz From Practice to Impact: Consequences of Knowledge Dissemination fand im September 2007 an der Universität Padua/Italien statt. Neben zahlreichen weiteren Themen wurde insbesondere über den Übergang vom Grünen zum Goldenen Weg mittels neuer Finanzierungsmodelle informiert sowie über die Einführung von Policies für den freien Zugang zu Publikationen und Forschungsdaten diskutiert.

 

Vom 11. bis 13. November 2008 wird die Berlin 6-Konferenz mit dem Titel Changing Scholarly Communication in the Knowledge Society in Düsseldorf stattfinden.