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01.05.2012 23:10

Harvard drängt zu Open Access

 

In einem am 17. April 2012 veröffentlichten Memorandum ruft der Fakultätsrat der Harvard University Wissenschaftler/innen aller Fakultäten dazu auf, Artikel im eigenen Open Access Repositorium (DASH) oder extern möglichst in Open Access-Journalen zu veröffentlichen. Dies sei unumgänglich geworden aufgrund von unverhältnismäßigen Preissteigerungen, insbesondere bei elektronischen Publikationen. Die Preise für den Online-Zugriff auf Inhalte zweier Verlage seien in den vergangenen sechs Jahren sogar um 145 Prozent angestiegen. Einige Zeitschriften schlügen mit bis zu 40.000 US-Dollar pro Jahr zu Buche. Durch diese, selbst für die Harvard University, finanziell untragbare Entwicklung sei es nicht mehr möglich Subskriptionsverträge mit mindestens zwei bisher als wichtig erachteten Verlagen zu verlängern. Gegen deren anhaltende Preistreiberei, vor allem durch das Schnüren von unnötigen Publikationspaketen, die zumeist nur wenige relevante Journale beinhalteten, sieht Robert Darnton, Direktor der Universitätsbibliothek, langfristig nur eine Lösung, nämlich das Publizieren in Open Access. Hierfür wären allerdings konzertierte Aktionen vieler Open-Access-Befürworter nötig. So hofft Harvard in der Zukunft auf viele Nachahmer.

 

Quellen: Faculty Advisory Council Memorandum on Journal Pricing

Guardian: Harvard University says it can't afford journal publishers' prices

Tagesspiegel: Harvard wehrt sich gegen teure Fachjournale

 

 


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Information Platform Open Access
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last changed: 12.01.2010 04:39 pm