Chemie

Im Folgenden sind einige Informationen über Open Access im Bereich Chemie zusammengestellt. Wenn Sie weitere Tipps und Anregungen zu diesem Bereich haben, zögern Sie nicht, uns eine E-Mail zu schicken!

 

Allgemeine Informationen zu Open Access in der Chemie

Akzeptanz und Verbreitung von Open Access sind in der Chemie weniger weit fortgeschritten als beispielsweise in den Nachbarfächern Biologie oder Physik. Zwar liegt bei einem Vergleich mit der Physik die Zahl der frei zugänglichen Zeitschriften etwa in der gleichen Größenordnung (123 Titel im Directory of Open Access Journals) und über 500 frei zugängliche Titel in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (Stand August 2010), die in frei zugängliche Repositorien (Preprint-Archive, Hochschulschriften-Server etc.) eingestellten Chemie-Beiträge machen aber nur etwa die Hälfte der in vergleichbare Repositorien eingestellten Physik-Beiträge aus (wenn man die Zahlen der über OAI-Schnittstellen zugänglichen Dokumente zugrunde legt).

Die Einschätzung und Förderung von Open Access durch Fachgesellschaften sind uneinheitlich: Die American Chemical Society (ACS) war lange Zeit ablehnend gegenüber Open Access und bekämpfte als einer der größten Anbieter von Chemie-Datenbanken und bedeutendes Verlagsunternehmen für Chemie-Zeitschriften Open-Access-Konkurrenzprodukte wie beispielsweise PubChem. (Die ACS finanziert ihr umfangreiches Personalbudget aus den Verkaufsgewinnen ihrer Informationsprodukte.) Inzwischen bietet die American Chemical Society ihren Autorinnen und Autoren des National Institutes of Health (NIH) nach Ablauf eines 12-Monats-Embargos einen Service zur Publikation auf PubMed Central. Die britische Royal Society of Chemistry (RSC) bietet ab 2007 eine Author Choice Option an, d.h. die Autorinnen und Autoren können gegen Zahlung einer Publikationsgebühr ihre Artikel Open Access stellen. Auch wenn die RSC eine Author-Choice-Option anbietet, steht sie doch dem Open-Access-Gedanken ähnlich kritisch wie die ACS gegenüber.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) unterstützt in einem Diskussionspapier von 2004 zu Open Access "das Ziel von Open Access, einen verbesserten Zugang zu wissenschaftlichen Informationen zu gewährleisten ... im Grundsatz". Die Sicherung der wissenschaftlichen Qualität ist dabei für die GDCh eine unverzichtbare Bedingung, weshalb sie "die Publikation wissenschaftlicher Ergebnisse ohne vorherige Qualitätskontrolle grundsätzlich ab[lehnt]" und auch Sorge und Skepsis hinsichtlich der Qualitätskontrolle in gebührenfinanzierten Open-Access-Zeitschriften äußert. Hier sollte nur die Qualität eines Beitrags über dessen Publikation entscheiden. Auch unter den Gesichtspunkten einer "ausgewogenen und fairen Kostenverteilung zwischen akademischen und Nutzern aus der Industrie" und der finanziellen Chancengleichheit von Autorinnen und Autoren wird das Modell von der GDCh kritisch gesehen.

Chemistry Central, eine Sektion des Verlags BioMed Central, publiziert drei Open Access-Journals. Die Zeitschriften werden über Publikationsgebühren oder institutionelle Mitgliedschaft bei BioMed Central finanziert.

Auch wenn Open Access im Bereich des wissenschaftlichen Publizierens in der Chemie noch weniger verbreitet ist, gibt es eine Reihe fachtypischer und interessanter Open-Access- bzw. Open-Source-Angebote außerhalb dieses Bereichs [s. Todd, 2007]

Auch Initiativen im Bereich Open Source sind erwähnenswert:

Quellen

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Open-Access-Zeitschriften

Wenn nicht anders erwähnt, sind die folgenden Zeitschriften publikationsgebührenfrei. Die Journal-Impact-Faktoren sind der Online-Ausgabe der Journal Citation Reports (Edition und Copyright 2010) entnommen.

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Disziplinäre Repositorien und Datenbanken

Repositorien

Datenbanken

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Beiratsmitglied der Informationsplattform aus dem Bereich Chemie

 

Prof. Dr. Wolfram Koch - Geschäftsführer der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)

 

Weitere Beiratsmitglieder

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Information Platform Open Access
http://open-access.net/de/print/oa_in_verschiedenen_faechern/chemie/
last changed: 03.15.2011 01:13 pm