Impact-Faktor und die Anerkennung von Open-Access-Publikationen
Die Wirksamkeit und Sichtbarkeit wissenschaftlicher Veröffentlichungen spielt für den Reputationsgewinn und damit für die Karrierechancen einzelner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine wichtige Rolle. Studien haben ergeben, dass die Zitierhäufigkeit frei zugänglicher wissenschaftlicher Inhalte weitaus höher ist als bei Veröffentlichungen in Printmedien. Einige Open-Access-Zeitschriften verfügen bereits über einen Impact-Faktor, der häufig höher ist als bei vergleichbaren kostenpflichtigen Journalen. Neben dem Impact-Faktor ist auch die Anzahl der Downloads von Open-Access-Dokumenten ein Maß für die Sichtbarkeit der bereitgestellten wissenschaftlichen Ergebnisse.
Die zunehmend öffentliche Positionierung vieler Wissenschaftseinrichtungen zu Open Access und die Empfehlungen der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und des Wissenschaftsrates, Arbeitsergebnisse vermehrt digital nutzbar zu machen, wird einen Wandel der Einstellung auch gegenüber Open-Access-Beiträgen zur Folge haben. Renommierte Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck-Gesellschaft und die Helmholtz-Gemeinschaft fördern offensiv den Open-Access-Gedanken, und Fördereinrichtungen wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fordern die von ihnen unterstützten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf, ihre Ergebnisse (zusätzlich) im Open Access bereitzustellen. Bei der Vergabe von Forschungsmitteln werden auch im Open Access verbreitete Arbeiten zunehmend von vielen wissenschaftlichen Einrichtungen und Organisationen anerkannt.













