Aufbau von Repositorien

Repositorien sind relativ schnell und günstig aufzusetzen, in der Regel ist ein Standardserver und eine Open-Source-Software ausreichend.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Softwarelösungen zum Aufbau von Repositorien. Sie alle verfügen über ähnliche Funktionen: Dokumente können angemeldet, mit Metadaten versehen und über eine OAI-PMH Schnittstelle eingesammelt (geharvested) werden. Die meisten Softwarelösungen sind Open Source und damit kostenlos herunterladbar.

Das in Deutschland am weitesten verbreitete Softwarepaket ist OPUS. Weitere bekannte Anbieter sind EPrints, DSpace, MyCoRe und Fedora.  

Nähere Informationen zu Software für Repositorien bietet der vom Open Society Institute (OSI) veröffentlichte Guide to Institutional Repository Software. Im Verzeichnis OpenDOAR können Repositorien nach der eingesetzen Software selektiert und dementsprechend auch Optik und Funktionalität der verschiedenen Systeme verglichen werden.

Die technische Ingangsetzung von Repositorien nimmt nur wenige Tage in Anspruch, und auch die weitere technische Betreuung lässt sich in der Regel gut in die vorhandene EDV-Unterstützung einer Institution einbinden (Detailliertere Angaben zum Arbeitsaufwand). Werden jedoch starke Anpassungen an die Institution, Import- und Exportschnittstellen gewünscht, so entsteht zusätzlicher Aufwand.

Mehr Aufwand ist mit der Etablierung der Repositorien in den jeweiligen Institutionen und mit dem Einwerben von Texten zum Einstellen in die Repositorien verbunden. Da viele Universitäten ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zwar ausdrücklich auffordern, ihre Arbeiten in Repositorien verfügbar zu machen, dies aber in den wenigsten Fällen verpflichtend ist, ist meist sehr viel Überzeugungsarbeit nötig. Eine gut durchdachte Öffentlichkeitsarbeit und Werbung lohnt sich allerdings. Einmal aufgeklärt, sind die meisten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gerne bereit, ihre Beiträge in Repositorien einzustellen. Eine Studie zeigt, dass die meisten Autorinnen und Autoren ihre Beiträge Open Access publizieren würden, wenn die Vergabe von Fördergeldern an diese Bedingung geknüpft wäre. (JISC/OSI Journal Authors Survey Report).