Bereitstellung von Dokumenten in Repositorien

In der Praxis stellt sich Autorinnen und Autoren ebenso wie Repositorienbetreibern oft die Frage: Dürfen wir dieses Dokument in Repositorien bereitstellen? Erfreulicherweise lässt sich diese Frage in vielen Fällen mit einem klaren Ja beantworten.

Die meisten Verlage haben keine Einwände gegen die Selbstarchivierung, solange dabei die letzte Autorenversion (akzeptiertes Manuskript) verwendet wird. Was welche Verlage bei der Selbstarchivierung erlauben, zeigt die SHERPA/RoMEO Liste. Zudem ist eher nicht damit zu rechnen, dass ein Verlag, der mit der Open-Access-Veröffentlichung eines Preprints oder Postprints im Internet nicht einverstanden ist, dem eigenen Autor bzw. der eigenen Autorin gegenüber die Löschung gerichtlich durchsetzt. Der Verlag könnte sich allerdings an den Betreiber des Repositoriums wenden.

Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt es sich von Fall zu Fall zu prüfen, ob die Einstellung unbedenklich ist. Die folgenden Sachverhalte sollen einen Überblick darüber bieten, was jeweils rechtlich zu beachten ist.

Haftungsrechtliche Risiken

Die neuen internetbasierten Wege der Wissenschaftskommunikation führen auch zu der Frage, wer im Falle einer Rechtsverletzung für die öffentlich bereitgestellten Informationen haftet. Hinausgehend über die Verantwortung des einzelnen Autors bzw. der einzelnen Autorin gilt es, die haftungsrechtlichen Konsequenzen zu ermitteln, die sich für die Betreiber von Repositorien ergeben können. So können haftungsrechtliche Risiken im Vorfeld eingeschätzt und durch entsprechendes Verhalten bzw. entsprechende Vertragsgestaltung begrenzt werden. Näheres siehe unter Haftungsrecht.

 

Lizenzierung der Inhalte

Open Access in der ganzen Bandbreite bedeutet nicht allein den kostenfreien Zugang zu wissenschaftlichen Dokumenten, sondern auch die Beseitigung von Permission Barriers (Peter Suber). Um Autorinnen und Autoren, Nutzerinnen und Nutzer von Open-Access-Inhalten Rechtssicherheit zu geben, sollten diese nur unter einer Open-Content-Lizenz publiziert werden, die den Nutzungsumfang der Werke eindeutig regelt.

Bekannte Open-Content-Lizenzen, die im Wissenschaftsbereich breite Verwendung finden, sind die Creative-Commons-Lizenzen und die Digital-Peer-Publishing-Lizenzen.

Weiterführende Links

Bitte beachten Sie, dass die hier dargestellten Inhalte nur der Information dienen und keine rechtsverbindlichen Auskünfte sind.