Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung

Die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung, die Förderorganisationen zur Unterstützung von Open Access verfolgen, sind vielfältig und reichen von entsprechend gestalteten Seitenbereichen im Webauftritt der jeweiligen Förderorganisation über Broschüren und anderes Informationsmaterial bis zur Durchführung von Untersuchungen zum Kenntnisstand über Open Access bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Im Fall der Informationsplattform open-access.net fördert die DFG gezielt ein Projekt zur Steigerung des Bekanntheitsgrades von Open Access und zur Förderung der Vernetzung von Akteuren im Bereich Open Access. Andere Beispiele bilden etwa die Briefing Papers von JISC (Open Access), die Broschüre A Guide to Open Access des Wellcome Trust, die DFG-Studie Publikationsstrategien im Wandel oder auch die Web-Informationen der EU-Kommission zum FP7-Pilot.

Die wichtigste Maßnahme ist jedoch, die eigene Open-Access-Policy und die mit ihr verbundenen Fördermaßnahmen und -schwerpunkte klar zu kommunizieren und transparent zu machen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tendieren dazu, die Verbreitung ihrer Forschungsergebnisse in bewährten konventionellen Publikationsformen dem Erproben neuer Verbreitungswege vorzuziehen. Dies gilt besonders, wenn sie die Haltung einer Förderorganisation zum Thema Open Access nicht kennen und davon ausgehen, dass elektronische Publikationen z.B. in Förderanträgen nicht das gewünschte Maß an Anerkennung finden. Einige, vor allem geisteswissenschaftliche Autorinnen und Autoren haben darüber hinaus Vorbehalte gegenüber Open Access, und es gilt, ihre Befürchtungen aufzunehmen und Vorurteile zu entkräften.