Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) befürwortet Open Access: Bereits 2006 beschloss ihr Hauptausschuss Leitlinien für die Verfügbarmachung von Ergebnissen aus DFG-geförderten Projekten im Open Access. Diese fordern Förderempfänger zur Bereitstellung von aus DFG-geförderten Projekten hervorgegangenen Publikationen im Open Access auf, sind aber nicht verpflichtend.

Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wirbt für Open Access  und setzt sich auf einer Informationsseite des Ministeriums für dessen Stärkung ein, man trifft jedoch keine Aussagen zur Nutzung von Open Access als Publikationsoption in Förderungsrichtlinien.

Ebenso wie die DFG und der Wissenschaftsrat hat auch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) die Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen unterzeichnet und sich so zum aktiven Fördern von Open Access bekannt.

Die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, als Verbund von Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der DFG, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz Gemeinschaft, der HRK, der Leibniz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und des Wissenschaftsrates, zielt darauf „die Finanzierung des Goldenen Weges voranzubringen, Kriterien für die Übernahme von Open-Access-Publikationsgebühren zu definieren, den inhaltlichen Ausbau der Open-Access-Repositorien zu verstärken und die internationalen Open-Access-Infrastrukturen kooperativ zu unterstützen.“.

Die meisten der genannten Allianz-Partnerorganisationen verfügen zudem zusätzlich über eigene Positionierungen und Leitlinien zu Open Access, so u.a. die Helmholtz Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft oder die Leibniz-Gemeinschaft.

Auch eine von der Bundesregierung einberufene Expertenkommission für Forschung und Innovation spricht sich in einem 2013 publizierten Gutachten für die Förderung von Open Access aus und begründete sie mit dessen innovationssteigernder Wirkung. Folgerichtig betont der Koalitionsvertrag  von CDU/CSU und SPD mehrmals die Wichtigkeit einer umfassenden Open-Access-Strategie. Ziele sind vor allem der Zugang zu Lehrmaterialien und die Vernetzung der Wissenschaft. Eine Übersicht der Open-Access-Positionen einzelner Parteien in ihren Wahlprogrammen zur Bundestagwahl 2013 erstellte Christian Reinboth in den ScienceBlogs.

Eine Besonderheit in der deutschen Open-Access-Diskussion stellte der sogenannte Heidelberger Appell dar: Mit ihm mobilisierte der Literaturwissenschaftler Roland Reuß im Jahr 2009 Widerstand gegen die Digitalisierung urheberrechtlich geschützter Werke durch Google Books und gegen Open Access. Der Appell hatte die Form einer Unterschriftenaktion und wurde von zahlreichen Wissenschaftler/innen und Verleger/innen sowie nicht-wissenschaftlichen Autor/innen unterzeichnet. Der Heidelberger Appell war seinerseits Ziel intensiver Kritik durch zahlreiche Autor/innen und Wissenschaftler/innen, etwa durch das Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“. So wurde ihm vorgeworfen, voneinander unabhängige Themen, die Digitalisierung durch Google und Open Access, zu vermischen. Zum anderen postulierte der Appell zu Unrecht einen Zwang, wissenschaftliche Dokumente im Open Access zu veröffentlichen. Kritiker/innen sahen im Appell eine Kampagne der Verlagswirtschaft zur Propagierung eines wirtschaftsfreundlichen, aber wissenschaftsfeindlichen Urheberrechts.

Der Schweizerische Nationalfonds verlangt in der Weisung vom 17.07.2008 Open Access für alle Publikationen der Beitragsempfänger. In der grundsätzlich verpflichtenden Open Access Policy sind Sperrfristen von bis zu 6 Monaten für die Hinterlegung von Zeitschriftenartikeln in Repositorien sowie Ausnahmen möglich. Artikel in reinen Gold Open Access-Journals werden mit bis zu CHF 3‘000 aus Projektmitteln unterstützt. Die Policy wurde im Juli 2014 auf Buchpublikationen ausgeweitet. Analog zur Finanzierung von Zeitschriftenartikeln, werden nun auch Buchpublikationen unterstützt, die digital und in Open Access erscheinen. Hierfür gilt, dass diese nach einer maximalen Sperrfrist von 24 Monaten  frei zugänglich sein müssen. Ausnahmen sind nur bei unüberwindbaren rechtlichen und/oder technischen Hindernissen möglich.Unabhängig von SNF-Forschungsprojekten  werden Pauschalbeträge vergeben, mit denen die Herstellungskosten für eine digitale Buchpublikation (inkl. Qualifikationsschriften) subsidiär unterstützt werden.

Auch die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften hat im Januar 2008 Empfehlungen an ihre Mitgliedsgesellschaften für die Umsetzung von Open Access veröffentlicht und fördert aktiv die Entwicklung der Digital Humanities sowie die Umstellung der Zeitschriften ihrer Tochtergesellschaften auf  Open Access. Als weiteres Mitglied der Akademien der Wissenschaften Schweiz hat die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) im Jahr 2014 ein Positionspapier zu Open Access veröffentlicht.

Im Förderprogramm 2013-2016 P-2 "Wissenschaftliche Information: Zugang, Verarbeitung und Speicherung" der Schweizer Universitätskonferenz wurde Open Access zu Publikationen und zu Daten als eines der strategischen Ziel zur Verbesserung der universitären Informationsversorgung gesetzt. Konkrete Umsetzungen auf nationaler Ebene werden finanziell unterstützt.

Nebst nationalen Organisationen haben die meisten Schweizer Universitäten die Berliner Erklärung unterzeichnet. Einige Universitäten haben Open Access-Policies formuliert, in denen die Forschenden der Hochschule grundsätzlich zu Open Access zu ihren Publikationen verpflichtet werden.

In Österreich unterstützt und propagiert der FWF den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und Forschungsdaten im Internet und verpflichtet geförderte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Sinne von Open Access zu publizieren.

Unter dem organisatorischen Dach von FWF und UNIKO wurde 2012 das Open Access Netzwerk Austria (OANA) eingerichtet. Zu den Kernaufgaben des Netzwerks zählen die Abstimmung der OA-Aktivitäten der österreichischen Forschungsstätten, Fördergeber und Forschungspolitik sowie die gemeinsame Positionierung gegenüber den Informationsanbietern (v.a. Verlage). Zudem sieht sich OANA als Ansprechpartner und Informationsquelle für WissenschafterInnen, Forschungsstätten und (Forschungs-) Politik.

Im Januar 2014 wurde das dreijährige Partnerprojekt e-Infrastructures Austria initiiert. Gesamtziel ist der koordinierte Aufbau und die Weiterentwicklung von Repositorieninfrastrukturen für Forschung und Lehre in ganz Österreich. Auch das Thema  „Forschungsdaten“ ist ein wichtiger Teil des Projektes. So wurde beispielsweise 2015 eine groß angelegte Umfrage zum Umgang mit Forschungsdaten an österreichischen Forschungseinrichtungen durchgeführt.  

In den USA wird teils recht kontrovers über die Verankerung von Pflichten zur Open-Access-Publikation von geförderten Inhalten debattiert: So wurde Ende 2011 mit dem Research Works Act RWA vergeblich der Versuch unternommen, Open-Access-Mandaten in den USA ein Ende zu bereiten. Nahezu zeitgleich existierte mit dem Federal Research Public Access Act FRPAA eine geradezu gegenläufige Gesetzesinitiative, der zufolge Publikationen aus öffentlich geförderten Projekten spätestens sechs Monate nach Veröffentlichung frei zugänglich gemacht werden  sollten. Ähnliche Ziele verfolgt die aktuelle Gesetzesinitiative Fair Access to Science and Technology Research Act FASTR, allerdings wären von FASTR nur Einrichtungen betroffen, die mehr als 100 Millionen US-Dollar pro Jahr für Forschung aufwenden.

Die Europäische Kommission befürwortet Open Access in ihrer Research and Innovation Policy und gibt das Ziel aus, Open Access sowohl auf europäischer Ebene und auf der Ebene der Mitgliedstaaten voranzutreiben. Bereits 2007 verfasste sie ein entsprechendes Grundsatzpapier. Genauso nimmt der European Research Council (ERC) in seinen Guidelines for Open Access Stellung pro Open Access. Ähnliche Positionierungen treffen die UNESCO und die International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA).

Ein weiteres, die Open-Access-Bewegung unterstützendes Projekt ist z.B. die Scholarly Publishing & Academic Resources Coalition (SPARC), eine Allianz von Universitäts- und Forschungsbibliotheken, die kostengünstige Alternativen zu den herkömmlichen Publikationsstrategien fördert und entwickelt. Die Open Access Scholarly Publishers Association (OASPA) hingegen agiert als Interessensverband von Open-Access-Verlagen mit dem Ziel der Verbreitung und Entwicklung des goldenen Open Access für Buch- und Zeitschriftenpublikationen.

Darüber hinaus bekennen sich immer mehr Hochschulen zum Open-Access-Gedanken und ermöglichen auf ihren Repositorien die entgeltfreie Archivierung sowie den freien Zugriff auf wissenschaftliche Dokumente. Zunehmend entwickelt sich ein Standardset an Maßnahmen, die von Hochschulen und anderen Einrichtungen in diesem Bereich erwartet werden. Als Blaupause solcher Maßnahmensets kann die Informationsbroschüre „Open-Access-Strategien für wissenschaftlichen Einrichtungen - Bausteine und Beispiele“ der Arbeitsgruppe Open Access der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen gelten. Diese beschreibt detailliert und teils anhand von konkreten Umsetzungsbeispielen Maßnahmen zum Aufbau und Betrieb eines Repositoriums oder Open-Access-Verlags, Schritte zur Schaffung von Publikationsfonds mittels derer Publikationsgebühren in Open-Access-Journalen bestritten werden können sowie weitere Aktivitäten zur Verankerung von Open Access an wissenschaftlichen Einrichtungen.  

In dem Verzeichnis Registry of Open Access Repository Material Archiving Policies (ROARMAP) findet sich eine Übersicht über institutionelle Selbstverpflichtungen und Policies zu Open Access.

Eine Übersicht zu Open-Access-Vorgaben von Forschungsförderern ist im Informationsangebot SHERPA/JULIET der University of Nottingham zu finden.