OA2020 Initiative gestartet

23.03.2016

Unter dem Titel „Open Access 2020“ ist gestern eine Initiative zur Open-Access-Transformation gestartet. Internationale Wissenschaftsorganisationen rufen damit zu einer weitgehenden Umstellung wissenschaftlicher Fachzeitschriften auf Open Access auf und nehmen dabei insbesondere die wissenschaftlichen Bibliotheken in die Pflicht. Ziel ist es, eine Mehrheit der existierenden Fachzeitschriften von Subskription auf Open Access umzustellen, die Initiative nimmt Anleihen bei dem SCOAP³-Vorhaben (zur Umstellung von Zeitschriften der Hochenergiephysik auf Open Access) und bei Analysen der Max Planck Digital Library zum Finanzvolumen des existierenden Subskriptionsmarkts.
Wesentlich an der Initiative ist die Orientierung auf eine Umstellung des bestehenden Status unter Einbeziehung der jetzigen Akteure (inkl. Verlage) und mit den derzeitigen finanziellen Mitteln sowie die Transparenz über die Kosten und Abläufe.
Die Initiative ist im Kontext der Berliner Erklärung („Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities“) verortet und ein Ergebnis der letzten Berlin Conference,  ausgerichtet von der Max-Planck-Gesellschaft, die den Start der Initiative auch bekanntgegeben hat.
Zu den Erstaunterzeichnern gehören aus Deutschland DFG, HRK, WR, MPG, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz Gemeinschaft, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina sowie die Alexander von Humboldt Stiftung. Die komplette Liste findet sich hier

Quelle: Wissenschaftsorganisationen rufen zur Open-Access-Transformation auf