DFG stärkt Engagement für Open Access

Deutsche Forschungsgemeinschaft weitet Unterstützung für Open Access durch zwei neue Förderprogramme, neue Serviceangebote ihrer Website sowie Mitarbeit in Initiativen aus

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ergreift aussichtsvolle Maßnahmen, um die Open-Access-Transformation voranzutreiben. Im Vorfeld hatte sie ihre Open-Access-Policy überarbeitet: Forschende sind nun aufgefordert, DFG-geförderte Ergebnisse Open Access zu publizieren.

Im Januar 2021 startet die DFG ihr neues Programm Infrastrukturen für wissenschaftliches Publizieren, zu dessen Hauptzielen die Förderung der Open-Access-Transformation durch den Auf- und Ausbau geeigneter Publikationsinfrastrukturen sowie die (Weiter-)Entwicklung struktureller Rahmenbedingungen gehören. Bereits im Herbst 2020 führte die DFG das Förderprogramm Open-Access-Publikationskosten ein, durch das Veröffentlichungsgebühren von Open-Access-Zeitschriftenartikeln und -Monografien bezuschusst werden.

Die Mitarbeit in Initiativen, die für Open Access aktiv sind, komplementiert den Förderprogrammausbau: Die DFG engagiert sich in der Schwerpunktinitiative "Digitale Information", Science Europe sowie Knowledge Exchange und ist der Community ENABLE!- Bibliotheken, Verlage und Autor*innen für Open Access in den Geistes- und Sozialwissenschaften Ende 2020 beigetreten, die ein Netzwerk für gemeinsame Open-Access-Publikationen aufbauen möchte.

Die Maßnahmen erweitert die Forschungsgemeinschaft mit einer neuen Website zum Thema Open Access, die unter anderem alle neuen Fördermaßnahmen beschreibt sowie Hintergrundinformationen liefert und die wissenschatspolitischen Positionen der DFG darstellt: www.dfg.de/lis/openaccess.

„Ich freue mich sehr, dass die DFG ihre Unterstützung des Open Access mit diesen Maßnahmen konsequent ausbaut“, so DFG-Präsidentin Prof. Dr. Katja Becker in der Original-Pressemitteilung der DFG. „Die Coronavirus-Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der offene und rasche Austausch von wissenschaftlichen Ergebnissen ist, um sowohl Erkenntnisfortschritt als auch gesellschaftliche Entwicklungen voranzubringen. Die DFG möchte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen dabei bestmöglich unterstützen.“