Neue Kriterien der AG Universitätsverlage: Verpflichtung zu Open Access und Stärkung von Open Science

Die AG Universitätsverlage hat ihre Kriterien für eine Mitgliedschaft erneuert – die Ausrichtung auf Open Access sowie das Bekenntnis zu Open Science sind jetzt obligatorisch

 

Die Arbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage – ein Zusammenschluss von Verlagen aus Deutschland, Österreich und Italien, die vorrangig Publikationen ihrer zugehörigen wissenschaftlichen Einrichtungen veröffentlichen – hat neue Mitgliedschaftskriterien beschlossen. "Dazu gehören die verbindliche Open-Access-Ausrichtung der Verlage und die verbesserte Auffindbarkeit der Open-Access-Publikationen, die weitere Stärkung der Autor*innenrechte sowie das Bekenntnis zu neuen Publikationsformen und Open Science", teilten Margo Bargheer und Dagmar Schobert, Sprecherinnen der AG, mit. Durch die neuen Kriterien will die AG Universitätsverlage ihr Profil weiter schärfen: "So wird sie sich künftig noch aktiver und klarer in politische Entscheidungsprozesse rund um das Publizieren von Open-Access-Büchern einbringen", so die Sprecherinnen. Bislang engagieren sich 30 deutschsprachige Verlage in der AG. Sie publizieren jährlich etwa 1.000 Bücher, davon ungefähr 500 im Open Access.

Die AG Universitätsverlage unterstützt das Prinzip des Open Access bereits seit langem: Sie sieht das elektronische Publizieren und den freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen als wesentlichen Beitrag zu höherer Effizienz der wissenschaftlichen Arbeit in Forschung, Lehre und Studium und als wichtige Infrastrukturmaßnahme für die wissenschaftliche Entwicklung.