Open Access in der eigenen Disziplin implementieren und stärken – Herausforderungen und Chancen

Zweiter Workshop von open-access.network zum Schwerpunkt „Open Access und Fachinformationsdienste – Multiplikator*innen für eine offene Wissenschaft“

Am 14. Januar 2021 lud das Projekt open-access.network Vertreter*innen der Fachinformationsdienste zum eintägigen Train-the-Trainer-Workshop im Onlineformat ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe stehen, neben dem Erwerb didaktischer Kenntnisse, die Vernetzung untereinander und das Community-Building. Während kurzer Diskussionsrunden, rund um einzelne Themenfelder von Open Access, gelang ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch, der Raum für mögliche Kooperationen der Teilnehmer*innen in der Zukunft bietet.

20 Vertreter*innen der Regional-, Rechts-, Sozial-, Wirtschafts-, Geistes- und Kulturwissenschaften gestalteten gemeinsam die eintägige Veranstaltung. Den Auftakt zum Austausch bot ein Inputvortrag zum Thema „Bücher und Buchfächer im Open Access“ von Dorothee Graf. Die Referentin der Universität Duisburg-Essen präsentierte die Ergebnisse des BMBF-geförderten Projektes OGeSoMO (Förderung von Open-Access-Publikationen in den Geistes- und Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Monografien), das sie in leitender Position von 2018 bis 2020 betreute. Daran anschließend deckten die Zuhörer*innen gemeinsame und fachspezifische Herausforderungen bei der Implementierung von Open Access auf. Angeführt wurden die hervorgehobene Stellung von Buchpublikationen innerhalb einzelner Disziplinen oder das Vorliegen heterogener Kenntnisstände gegenüber der Thematik.


Interaktive Gruppenarbeiten, die Möglichkeit zum Austausch im Plenum sowie die individuelle Aktivierung über einzelne Tools förderten eine intensive Zusammenarbeit. „Die hohe Motivation der Teilnehmer*innen und Ihre Expertise in verschiedenen Bereichen gaben dem Workshop eine angenehme und produktive Atmosphäre“, sagt Organisatorin Linda Martin, Mitarbeiterin im Projekt open-access.network und der Universitätsbibliothek Bielefeld: „Durch die direkte Möglichkeit zur Anwendung verschiedener didaktischer Methoden, erhielten die Vertreter*innen der Fachinformationsdienste Ideen zur Ausgestaltung eigener Trainingsformate.“ Bei der Entwicklung eines kleinen Mini-Trainings ließen die Teilnehmer*innen ihre im Workshop erworbenen Kenntnisse im Anschluss mit großem Erfolg einfließen. Die Kleingruppen planten unter Auswahl eines eigens erwählten Open-Access-Schulungsschwerpunktes fiktive Veranstaltungen. Dabei stimmten sie den Ablauf und die Wahl der Methoden auf zuvor per Zufall erwählte Zielgruppen und Gruppenstärken ab.

Die Materialien zum zweiten Train-the-Trainer-Workshop finden sich unter diesem Link: https://zenodo.org/record/4442514.

Die nächste Veranstaltung in der Reihe findet am 25. Februar 2021 statt. Sie richtet sich im Besonderen an Universitäten mit einem geringen Open-Access-Anteil. Zielgruppe der eintägigen Online-Veranstaltung sind Open-Access-Beauftragte und Berufsgruppen, die in direktem Austausch mit den Wissenschaftler*innen und Nutzer*innen stehen bzw. den wissenschaftlichen Publikationsprozess unterstützen. Der Fokus liegt auf der Vermittlung von Trainingsmethoden und didaktischen Kenntnissen, um Informationen zu Open Access zielgruppengerecht zu vermitteln. Hintergründig sollen die Teilnehmer*innen für Open Access sensibilisiert werden.

Bei Fragen oder Wünschen zu den Train-the-Trainer-Workshops schreiben Sie uns gerne an info(at)open-access.net.