Open-Access-Tage 2019: Nachhaltigkeit von Open Access

Aktuelle Open-Access-Entwicklungen verändern die Dynamik im Open-Access-Feld. Neue Fördererauflagen (Plan S) und nationale Verträge (DEAL/Wiley) versuchen, die Umstellung auf Open Access zu beschleunigen. Die Nachhaltigkeit der Open-Access-Transformation spielt dabei häufig eine geringe Rolle. Neue pragmatische Ansätze verursachen hohe Kosten, deren dauerhafte Finanzierbarkeit unklar ist, und stärken womöglich Verlagsoligopole. Bisherige Formate (oder ihre Workflows) wie Open-Access-Fonds und Repositorien haben Schwächen bei Interoperabilität und Skalierung. Neue Regeln greifen häufig bisherige Praktiken auf, anstelle neue Möglichkeiten und Dienste zu priorisieren.

Für die Open-Access-Tage 2019 waren Einreichungen zu allen Aspekten - insbesondere zum Thema Nachhaltigkeit - des Open Access erwünscht: Wie schaffen wir interoperable, vernetzte, widerstandsfähige Dienste? Wie gewährleisten wir Kontrolle durch akademische Einrichtungen? Wie machen wir Kosten transparent und wie sichern wir die dauerhafte Finanzierung?

Vorträge

Es konnten Vorträge mit einer maximalen Länge von 15 Minuten eingereicht werden. Aus ausgewählten Einreichungen wurden thematisch passende moderierte Sessions durch das Programmkomitee gebildet. Jede Session dauert 90 Minuten und beinhaltet höchstens 3 Vorträge. Dem Programmkomitee ist es wichtig, ausreichend Zeit für Diskussionen und Interaktion zu lassen.

Gefordert war ein Abstract mit maximal 300 Wörtern und kurze biografische Angaben zu den beteiligten Personen. Wenn Einreichungen in einem Zusammenhang zu anderen Einreichungen standen bzw. die Behandlung in einer gemeinsamen Session gewünscht wurde, sollte dies vermerkt werden.

Workshops

Es konnten praxisorientierte Workshops eingereicht werden. Diese sollten sich einem spezifischen Thema widmen und 90 Minuten dauern. In den Workshops stehen nicht Vorträge im Mittelpunkt, sondern die gemeinsame Erarbeitung von Ergebnissen.

Gefordert war ein Abstract mit maximal 300 Wörtern und kurze biografische Angaben zu den beteiligten Personen.

Poster

Die Poster sind vollwertige Konferenzbeiträge und können aktuelle Forschungsergebnisse oder Projekte zu Open Access präsentieren. Alle ausgewählten Poster werden während der Konferenz in einer Poster-Session vorgestellt. Poster-Autor*innen sollten während der Konferenz anwesend sein, um den Tagungsteilnehmer*innen Gelegenheit zur Diskussion zu geben.

Die Einreichungen unterlag einem Auswahlverfahren. Neben inhaltlichen Aspekten wurde darin auch die Umsetzung als Poster berücksichtigt (klare Struktur, Aussagekraft, Lesbarkeit, innovative Umsetzung). Es wird während der Open-Access-Tage eine Auszeichnung der besten Poster geben.

Alle fristgerecht eingereichten Beiträge wurden vom Programmkomitee begutachtet. Im Falle der Annahme durch das Programmkomitee muss das Poster unter der Lizenz Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0) publiziert werden. Die dafür ggf. nötige Rechteklärungen muss vorab durchgeführt werden.

Das fertige Poster (keine Abstracts) musste als Datei (DIN A0, PDF-Format) eingereicht werden.

Tool-Marktplatz

Der Tool-Marktplatz ist eine Demo-Session für Software-Anwendungen (bevorzugt Open Source) mit einem Bezug zu Open Access.

Für Einreichungen zur Session Tool-Marktplatz sollten folgende Angaben gemacht werden:

  • Beschreibung des Tools
  • nach Möglichkeit Link zu einer lauffähigen Version der Anwendung
  • Angaben zur Softwarelizenz
  • Angaben zum Verhältnis der Einreichenden zur vorgestellten Software
  • Angaben zu besonderen technischen Anforderungen für die Präsentation

Gefordert war zudem ein Abstract mit maximal 300 Wörtern. Das Abstract musste einen Link auf das Projekt enthalten.

Moderation

In diesem Jahr soll ein spezielles Augenmerk auf die Qualität der Sesssion-Moderationen gelegt werden. Daher wurde nach besonders engagierten, kommunikativen Teilnehmer*innen der Open-Access-Tage gesucht, die als Moderator*innen zum Gelingen der Tagung beitragen möchten. Voraussetzung war eine gewisse Erfahrungen mit der Moderation von Vorträgen, Workshops oder Diskussionsveranstaltungen. Zu den Aufgaben gehört die Vorstellung der Vortragenden, die Moderation der Plenumsdiskussion und ein verbindliches Zeitmanagement.

Die Moderator*innen wurden vom Programmkomitee ausgewählt und erhalten im Vorfeld einen Moderationsleitfaden und nehmen an einem Briefing per Videokonferenz teil.