MONTAG I DIENSTAG I MITTWOCH

 

09:30 – 11:00 Uhr

SESSION 9

Raum: B305 / Info

Überregionale Lizenzierung und Open Access Publizieren
Holzer, Angela (https://orcid.org/0000-0002-9009-8093)
Abstract

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat in den vergangenen zehn Jahren über zwei Förderprogramme die Versorgung der Wissenschaft mit wissenschaftlicher Literatur unterstützt. Beide Programme zielen auf die bessere und umfassendere Verfügbarkeit von wissenschaftlicher Informationen im digitalen Kontext ab. Beide Programme haben sowohl durch Mitteleinspeisung als auch durch Elemente der Standardsetzung eine Markt- und Systemwirkung auf das wissenschaftliche Publikationswesen nicht zuletzt in dessen kommerziellen Bereichen. Sie dienen beide dazu, wissenschaftsfreundliche Rahmenbedingungen im Bereich der Vertrags- und Preisgestaltung sowie der Abläufe an wissenschaftlichen Einrichtungen zu entwickeln. Über die Programme werden jedoch auch unterschiedliche Zugangsmodelle, zum einen das Lizenzierungsmodell, zum anderen die Open-Access-Publikation, unterstützt. Diese beiden Ansätze werden aktuell im Bereich der Verhandlungen mit Verlagen zusammengeführt.
Im Jahr 2019 wurde die Auswertung beider Programme abgeschlossen. Der Vortrag stellt wesentliche Ergebnisse der Programmauswertung vor. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen müssen neue Lösungen für die Finanzierung des Zugangs zu wissenschaftlichen Publikationen gefunden werden. Im Jahr 2020 werden Gremien der DFG auch auf der Basis der Auswertungsergebnisse über zukünftige Mechanismen der Förderung beraten.

Erwerbungsmodelle mit OA-Komponente – eine Bestandsaufnahme
Klein, Annette (https://orcid.org/0000-0001-8825-6446)
Abstract

Bibliotheken verstehen sich als maßgebliche Akteure bei der Transformation zum Open Access. Ihr Engagement kann darin bestehen, den Autor*innen ihrer eigenen Einrichtungen Wege aufzuzeigen, wie sie OA publizieren können, sie können Publikationsgebühren übernehmen, indem sie diese von ihrem Literaturbudget zahlen oder indem sie OA-Fonds ihrer Einrichtung verwalten.
Um den Autor*innen der eigenen Einrichtung günstigere Publikationskonditionen zu verschaffen, können Bibliotheken Mitgliedschaftsbeiträge zahlen, wodurch sich die Article Processing Charges entweder verringern oder auch ganz entfallen.
Neben diesen individuellen Aktivitäten haben sich auch Konsortien etabliert, die mit Read-and-Publish- oder Offsetting-Verträgen auf eine verlagsweite Transformation hinarbeiten. Bekannt ist natürlich auch das Projekt DEAL mit seinen Verhandlungen über Publish-and-Read-Vereinbarungen.
Die Vielfalt von Modellen wird ergänzt durch Verträge, die eine DFG-Transformationsförderung enthalten oder vom Nationalen Open Access Kontaktpunkt zum Beispiel gemeinsam mit einem Fachinformationsdienst gestaltet wurden.
Hinzu kommen noch diverse kommerzielle Angebote zum Beispiel von Knowledge Unlatched, die zum Teil in experimenteller Weise versuchen, Bibliotheksmittel zum Freikauf von Büchern und Zeitschriften zu bündeln.
Wie lassen sich nun all diese Modelle in eine konsistente Erwerbungsstrategie einbinden? Wie müssen die Erwerbungsrichtlinien und Etatverteilungsmodelle von Bibliotheken weiterentwickelt werden, um Transformationskosten stabil planbar zu machen? Wie werden zukünftig die Aufgaben von Erwerbungsabteilungen und ihren Leiter*innen aussehen?
Der Vortrag möchte im Rahmen dieser Diskussion eine Orientierung insbesondere mit dem Schwerpunkt auf bibliothekarische Erwerbungsfragen geben.

Förderbedingungen für Publikationsfonds: Open Access – ganz oder gar nicht?
Capellaro, Christof (https://orcid.org/0000-0001-8812-1613)
Kaier, Christian (https://orcid.org/0000-0002-8750-6666)
Abstract

Welche Förderbedingungen für Open-Access-Publikationsfonds sind sinnvoll oder gar notwendig? Sind die damit verbundenen Hürden bzw. Einschränkungen mit dem Ziel einer vollständigen Transformation des Publikationssystems zu Open Access vereinbar?
Der Vortrag stellt zunächst ein umfassendes Papier zum Thema „Open Access Publikationsfonds – Einrichtung und Förderbedingungen“ vor, das im Rahmen des Projekts „Austrian Transition to Open Access – AT2OA” erstellt wurde. In dessen Teilprojekt 3 wird der Auf- und Ausbau von Publikationsfonds vorangetrieben und finanziell unterstützt.
Unter Einbindung zahlreicher Institutionen erarbeitet, stellt das Papier ein wichtiges Werkzeug für die Entwicklung von Publikationsfonds an österreichischen Universitäten dar. Es versteht sich zugleich als Werkzeug für die Evaluierung und Weiterentwicklung der Förderbedingungen bereits bestehender Fonds. Ziel ist unter anderem, die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Förderbedingungen – und somit Einschränkungen – transparent darzustellen. Anknüpfend an vergleichbare Überlegungen – etwa der TU9-Bibliotheken in Deutschland – enthält das Papier auch Impulse zur Vereinheitlichung der Förderbedingungen in einigen zentralen Punkten.
Der Vortrag geht auch auf den Prozess der Erstellung des Papiers durch eine Arbeitsgruppe ein, die aus VertreterInnen sehr unterschiedlicher Einrichtungen – von der Kunsthochschule bis zur Medizinuniversität – zusammengesetzt war. Anknüpfend an die Diskussionen der Arbeitsgruppe werden Spannungsfelder thematisiert, die sich bei der Ausgestaltung möglichst einheitlicher Förderbedingungen aus disziplinspezifischen Unterschieden („one size fits all“?) sowie den unterschiedlichen Publikationsstrategien verschiedener Einrichtungen und WissenschaftlerInnen ergeben. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage aufgeworfen, in wieweit sich einzelne Vorbedingungen für die Förderung aus einem Fonds überhaupt glaubwürdig mit dem Ziel einer vollständigen Transformation hin zu Open Access vereinbaren lassen. Abschließend wird die Reichweite des Begriffs „Publikationsfonds” thematisiert und damit die Frage, welche Arten von Ausgaben und welche Open-Access-Finanzierungsmodelle für eine Förderung aus den Mitteln eines Publikationsfonds in Frage kommen könnten – oder auch nicht.

Moderation: Alexandra Jobmann

SESSION 10

Raum: A310 / Info

Der Weg einer Zeitschrift zu Open Access in einem inter- und transdisziplinären Setting
Klee, Andreas
Krehl, Angelika
Abstract

Die seit 1936 bestehende Zeitschrift „Raumforschung und Raumordnung Spatial Research and Planning“ (RuR) wurde zum Jahreswechsel 2018/2019 von einem klassischen Subskriptionsmodell in ein Open Access-Modell (goldener Weg) überführt. Die Zeitschrift versteht sich als interdisziplinäres Forum für raumbezogene Themen aus unterschiedlichen Fächern (z.B. Raumplanung, Geographie, Städtebau, Soziologie, Ökonomie, Landschaftsökologie) sowie als Ort wissenschaftlicher Debatten praxisrelevanter Fragen. Damit ist sie nicht nur in unterschiedlichen disziplinären Publikationskulturen verankert, sondern bildet auch die unterschiedlichen Publikationsweisen von Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftlern und Praktikerinnen/Praktikern ab.
 
Vor diesem Hintergrund geht der Vortrag der Frage nach, welche Strategie die Zeitschrift angesichts der in den einzelnen Disziplinen und der Praxis der räumlichen Planung unterschiedlichen Verständnisse, Praktiken und Wertschätzungen von Open Access verfolgen soll, um als Publikationsort noch attraktiver zu werden. Aufbauend auf einem kurzen Überblick über disziplin- und tätigkeitsspezifische Publikationskulturen und -prozesse werden die Chancen und Risiken bei der Open Access Umstellung von RuR aus der Sicht von Herausgebenden und Schriftleitung skizziert. Ergänzt werden diese Einschätzungen durch verschiedene empirische Grundlagen: die administrativen und redaktionellen Erfahrungen der Editor-in-Chiefs der Zeitschrift mit dem Wechsel zu Open Access, die Ergebnisse einer Befragung von Autorinnen und Autoren der Zeitschrift zum Thema Open Access sowie Gespräche mit Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichen, in RuR vertretenen Disziplinen. Die Auswertung der empirischen Grundlagen erfolgt, indem die Erwartungen von Herausgebenden und Editors-in-Chief an die Open Access-Umstellung an der Wahrnehmung und Bewertung dieser Umstellung seitens der Autorinnen/Autoren sowie Expertinnen/Experten gespiegelt werden.
 
Der Vortrag schließt mit einem Zwischenfazit, was die Open Access-Umstellung für RuR bedeutet (hat), sowie mit konzeptionellen Überlegungen, die über die Weiterentwicklung der Zeitschrift hinausreichen. Sie beinhalten Hinweise, wie Open Access im wissenschaftlichen Publizieren disziplinspezifisch wie disziplinübergreifend professionalisiert werden kann und welche Auswirkungen für disziplinspezifische Qualitäts- und Exzellenzkriterien bestehen.

CEUR-WS.org: Open-Access as a Community Effort
Lange, Christoph
Abstract

Conventional wisdom says that open-access (OA) publishing is not sustainable without a proper financial basis. Commercial OA publishers charge authors, their employers, or their roof organizations considerable fees to cover the costs and to generate income for the OA publishers. This may lead to undesired effects such as giving preference to authors who can afford the fee over those who do not have the resources.
CEUR-WS.org (CEUR Workshop Proceedings) selected a different path in 1995 when it was founded as a service operated under the umbrella of Sun SITE Central Europe ar RWTH Aachen University. We deliberately focussed on computer science workshop proceedings, which had diffculities to find publishers at that time. More importantly, we designed the service with a team of volunteer scientists who perform the publication service in their free time and without charging any fee from authors, editors, or readers.
Now, after more than 20 years, the service is still operating and growing every year. In the last year, we published more than 250 proceedings volumes, making CEUR-WS.org one of the largest open-access publication channels for computer science proceedings.
In this talk, we discuss the success factors of CEUR-WS.org and some of the challenges that we encountered over the past two decades. We also give some glimpses into future extensions of the service such as open data, semantification, and improved interoperability with neighbor services such as DBLP and the indexing by national libraries.
We believe that scientists should take a greater role in the publication value chain. We know best our needs for future publication models, the ethical conditions for fairness, and the rules governing scientific publication.
Many thanks go to the team of Sun SITE Central Europe for hosting the service and the members of the CEUR-WS.org Team who run the service for free, for you.

Community Proofreading: Zielstellung, Implementation, Evaluation
Nordhoff, Sebastian
Abstract

Um eine widerstandsfähige und tragfähige wissenschaftsgeführte OA-Publikationsplattform wie z.B. Language Science Press aufzubauen und zu betreiben, ist die Einbindung der Community zentral. Nur wenn die Community die Verlagsplattform als "ihre" Plattform annimmt und ihr eine wesentliche Position in der Publikationslandschaft zuschreibt, kann solch eine Plattform längerfristig Bestand haben.
Eine neuartige Form des Community-Buildings ist das sogenannte Community-Proofreading. Hierbei wird statt eines klassichen Korrektorats die formale Qualitätssicherung an die Leser "crowdgesourct". Einzelne Forscher*innen lesen und korrigieren die Vorabversion je eines Kapitel eines neuen Buches. Hierzu wird die Plattform PaperHive verwendet. Westedt (2018) hat eine erste qualitative Analyse dieses Vorgehens vorgenommen. Ihre Arbeit wird in diesem Vortrag ergänzt um eine quantitative Analyse von über 43.000 Kommentaren von 228 verschiedenen Accounts in insgesamt 52 Büchern, die bei Language Science Press Community-Proofreading durchlaufen haben.
Hierbei zeigt sich, dass diese Kommentare (unter CC-BY-Lizenz) eine eigene Textsorte darstellen, die Einblicke in psychologische Prozesse beim Lesen und Korrigieren ermöglicht. Die Verwendung einer interoperablen und vernetzten Plattform wie PaperHive mit einer offenen API eröffnet hier ganz neue Nachnutzungsmöglichkeiten von Daten, die im Publikationsprozess bisher eher als Nebenprodukt angesehen wurden. Durch den Verzicht auf eine Gatekeeper-Funktion des Verlages können diese Daten der Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden.
In einer weiteren Analyse wird gezeigt, dass die Autorenbindung durch Community-Proofreading gestärkt wird und dass zukünftige Autoren schon während des Studiums an die "community-eigene" Plattform herangeführt werden.
Die strikte Trennung der Rollen von Autor*in, Leser*in und Gutachter*in verschwimmt in kollaborativen Prozessen, wie wir sie bei Open-Access-Publikationen finden. Community-Proofreading bildet die stärkere Einbindung der Leserin in den Publikationsprozess ab und leistet so einen wichtigen Beitrag zu community-based/scholar-led Publishing.
Referenz
Westedt, Lole. 2018. Community Proofreading am Beispiel Language Science Press: „Gratis-Korrekturlesen“ oder auch inhaltlich anreichernd? Unveröffentlichte Bachelor-Arbeit, Humboldt-Universität Berlin.
Skripte und Daten werden unter eine freien Lizenz zur Verfügung gestellt

Moderation: Isabella Meinecke

WORKSHOP 11

Raum: A320 / Info

Was darf Qualität kosten? Geschäftsmodelle für neue, nicht-APC-finanzierte Open-Access-Journals
Vor dem Hintergrund der Diskussionen um faire Open-Access-Bedingungen und die Plan-S-Prinzipien favorisieren viele Redaktionen Geschäftsmodelle, die ohne Artikel- bzw. Publikationsgebühren auskommen. Speziell für Zeitschriften, die mit kurzfristiger institutioneller Förderung und Anschubfinanzierung (z.B. DFG) als Open-Access-Projekte gegründet wurden und erst seit kurzer Zeit bestehen, ist allerdings der Zugang zu alternativen Finanzierungsstrukturen schwierig: Konsortien legen den Schwerpunkt ihrer Förderung oft auf etablierte Zeitschriften und Zeitschriften, die ‚geflippt‘ werden sollen.
Im Workshop sollen Strategien im Umgang mit der ungeklärten Finanzierungssituation für Academic-led, Non-APC Open Access Journals entwickelt werden.
Arbeitsform: zwei Diskussionsrunden, eingeleitet jeweils mit Kurzimpulsreferat.
Zuordnung und Zuständigkeit: Eine Herausforderung vor allem in geisteswissenschaftlichen Zusammenhängen ist die Inter- und Transdizplinarität von Publikationsprojekten: Auf der einen Seite schließen viele interdisziplinäre Open-Access-Zeitschriften Lücken auf dem Publikationsmarkt. Auf der anderen Seite fehlen eindeutige Zuordnungen und damit Budgetierungswege. Welche disziplinären Förderangebote könnten trotzdem einschlägig sein und genutzt werden? Gibt es Lösungsstrategien in anderen wissenschaftlichen Kontexten? Welche Anreize könnten für fördernde Einrichtungen wie Bibliotheken, FIDs, Stiftungen etc. erarbeitet werden? Mit welchen Argumentationsstrategien und Vernetzungsstrukturen könnten innovative Publikationsbestrebungen in interdisziplinären Fachkontexten für fördernde Einrichtungen attraktiv gemacht werden?
Finanzierung von Qualität: Open-Access-Journals sehen sich einerseits mit der Aufgabe betraut, Prozessqualität durch Transparenz und Ressourceneinsatz zu verbessern. Welche Mittel und Prioritäten sollten Redaktionen aber angesichts des hohen Kostendrucks kompetentem Redaktionsmanagement, einem aufwendigen Lektorat oder professionellem Design bzw. Layout einräumen? Was muss ein Journal investieren, um professionelle Arbeitsabläufe und qualitativ hochwertige Ergebnisse zu ermöglichen? Wie kann oder soll das Verhältnis von unbezahlter zu bezahlter Arbeit sein? In der Diskussion sollen das Bewusstsein für Kosten und Verteilung von redaktioneller Arbeit geschärft und die Möglichkeiten der Kooperation erörtert werden.
Die Diskussionsimpulse kommen von Vertreter*innen der Open Gender Platform sowie der Zeitschriften Open Gender Journal, Internet Policy Review, Middle East Topics & Arguments (META), On_Culture und CROLAR. Die Ergebnisse der Diskussion werden dokumentiert und auf Zenodo.org veröffentlicht.

Ganz, Kathrin (https://orcid.org/0000-0003-3968-3470)
Runge, Anita (https://orcid.org/0000-0001-8673-1979)
Wrzesinski, Marcel (https://orcid.org/0000-0002-2343-7905)

WORKSHOP 12

Raum: C311 / Info

Spontane Session

11:00 – 11:30 Uhr

KAFFEEPAUSE

Lichthof


11:30 – 12:30 Uhr

KEYNOTE 3: MIKAEL LAAKSO
Infrastructure for data on open access: openness, sustainability, reproducibility

Lichthof / Info

Mikael Laakso (Hanken School of Economics)

Abstract
There are still considerable limitations for conducting comprehensive open access. monitoring. Over the last decade science policy has been pushing hard for open access, but open data and tools for monitoring the current status and in particular development over time are still lacking. Current bibliometric databases used for publication analysis in the context of openness have their biases and limitations in how comprehensively journals across disciplines, countries, and languages are selected for inclusion. Being commercial, access to them is limited, and datasets created on the basis of such data can rarely be freely redistributed in their most usable form. In order to understand how the landscape is changing over time it would be important to be able to capture the publisher, journal, and article-level developments in a consistent and reliable way. Key questions that will be discussed: What pieces of the infrastructure are still missing? What questions still go unanswered because of this? Why and how should the information environment for open access be improved?

Biografie
Mikael Laakso works as an Associate Professor at Hanken School of Economics in Helsinki Finland. He has been researching the changing landscape towards openness in scholarly publishing by studying combinations of bibliometrics, web metrics, business models, science policy, and author behaviour for over 10 years. In addition to research he is also active in open access advocacy as part of national and international working groups, most recently in the European Commission Expert Group "Future of Scholarly Publishing and Scholarly Communication”.

Moderation
Paul Schultze-Motel

12:30 – 13:00 Uhr

SCHLUSSVERANSTALTUNG UND BEKANNTGABE DES VERANSTALTUNGSORTES 2020

Lichthof

13:00 – 14:00 Uhr

FINGERFOOD

Lichthof


13:45 – 15:00 Uhr

OPTIONAL:BIBLIOTHEKSFÜHRUNG

TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften / Info

Als weltweit größte Fachbibliothek für Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek ermöglicht die TIB u. a. den Zugriff auf einen einzigartigen Bestand. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen.

Treffpunkt: Konferenzbüro/Lichthof

Anmeldung erforderlich
Begrenzte Teilnehmer*innenzahl!
Teilnahme kostenfrei

Adresse: TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften, Welfengarten 1B, 30167 Hannover

14:00 – 16:00 Uhr

POST-KONFERENZ-VERANSTALTUNGEN

Info

OERcamp
Raum: Vortragsraum der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften
Birr, Hannah
Fahrenkrog, Gabi (https://orcid.org/0000-0002-7835-5114)

Informationen und Anmeldung

 

Wissenschaftliche Informationskuratierung im Open Research Knowledge Graph
Raum: A320
Stocker, Markus
Abstract

Der Open Research Knowledge Graph (ORKG) ist ein Wissensgraph, der im Besonderen wissenschaftliche Information, die in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlicht und kommuniziert wird, enthält – und zwar so, dass die Information maschinenlesbar ist. Maschinenlesbarkeit ist der zentrale Aspekt, denn in der Form wie heute wissenschaftliche Information kommuniziert wird – mittels natürlicher Sprache, Daten in Tabellen und Bildern als digitale PDF-Dokumente –, unterstützen uns Maschinen in der Informationssuche und -exploration nur sehr bedingt. In dieser Session stellen wir den ORKG vor und werden gemeinsam Ansätze zur Kuratierung gewonnener wissenschaftlicher Information insb. unter Einbezug von Fachreferent*innen entwickeln. Solche Kuratierung ist für die Qualitätssicherung zentral und wir laden speziell Fachreferent*innen ein an dieser Session teilzunehmen.

Anmeldung per E-Mail an markus.stocker(at)tib.eu

 

Anwendertreffen im Rahmen des DEAL-Vertrags mit Wiley: Effizientes Arbeiten mit dem WOA Account Dashboard
Raum: A310
Sikora, Adriana (https://orcid.org/0000-0002-4180-0288)
Planck, Tina
Schlachter, Michael (https://orcid.org/0000-0001-6486-7621)
Scheer, Eva Maria

Informationen und Anmeldung

Überblick

Der DEAL-Vertrag mit Wiley (Publish and Access Agreement) ermöglicht korrespondierenden Autoren aus teilnahmeberechtigen Einrichtungen ihren Artikel in goldenen, als auch in hybriden Zeitschriften, Open Access zu publizieren. Jeder Artikel, der über den Vertrag Open Access publiziert werden soll, muss geprüft werden, ob die Berechtigungskriterien erfüllt sind. Dafür stellt Wiley seit dem 01.07.19 ein Wiley Open Access (WOA) Account Dashboard zur Verfügung. Das WOA Account Dashboard ist ein Web-Tool, in dem Wiley Autorenangaben und Publikationsdaten für die Verifizierung zur Verfügung stellt, die dann durch einen Administrator geprüft und bestätigt werden. Zudem gibt es im WOA Account Dashboard verschiedene Exportmöglichkeiten der Publikationsdaten.

Nutzen

Dieses erste Anwendertreffen soll vornehmlich dem Erfahrungsaustausch dienen. Zur Einleitung wird ein Einblick in die Publikationsprozesse gegeben, von der Einreichung des Manuskripts bis zur Publikation des OA Artikels. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen MPDL Services GmbH und Wiley wird auch kurz erläutert. Im Hauptteil geht es um den Austausch von Tipps und Tricks zur optimalen Benutzung der Funktionen des Dashboards. Mit Blick in die Zukunft sind die Teilnehmer gefragt, ihre Vorschläge zur Weiterentwicklung des WOA Account Dashboards und zur Optimierung des Workflows einzubringen.

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Administratoren von WOA Account Dashboards im Rahmen des DEAL-Vertrags mit Wiley.

Zur Teilnahme registrieren Sie sich bitte unter: https://secure.wiley.com/DEAL_Learning_Event2

­

Vernetzungsworkshop “Open Access für die Tiermedizin”
Raum: C311
Dickel, Julia (https://orcid.org/0000-0002-9401-0976)
Leonhard-Marek, Sabine (https://orcid.org/0000-0002-2203-4071)
Marutschke, Christoph (https://orcid.org/0000-0002-4810-6918)

Abstract

Tiermedizin ist ein stark interdisziplinär geprägtes Fachgebiet. Neben Wissenschaft und Forschung leisten Veterinärmediziner*innen in zahlreichen Kliniken und Praxen, bei Aufgaben in Tierschutz und -haltung, der Lebensmittelsicherheit, der Seuchenbekämpfung und in der pharmazeutischen Industrie einen großen gesellschaftlichen Beitrag.

Die Einrichtung von Publikationsfonds hat an vielen Hochschulen und auch in der Tiermedizin in den letzten Jahren zu einer Zunahme von Publikationen im Open Access geführt. Das Grundgerüst der Wissenschaftskommunikation bilden jedoch immer noch Veröffentlichungen in oft hochspezialisierten Fachzeitschriften ohne kostengünstige APCs. Proceedings erfahren kaum Beachtung im Rahmen der Open-Access-Transformation. Eine Erhöhung der Open Access-Quote könnte nicht nur den wissenschaftlichen Austausch beschleunigen, sondern auch die Literaturversorgung bei den praktizierenden Tierärzt*innen ohne Hochschulanbindung entscheidend verbessern und damit den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis sowie die flächendeckende Anwendung von evidenzbasierter Tiermedizin entscheidend fördern.

Tiermedizin kann im deutschsprachigen Raum nur an wenigen Standorten studiert werden, damit existieren nur wenige spezialisierte Fach- und Bereichsbibliotheken. Mit diesem Vernetzungsworkshop möchten wir ein Forum für kollegialen Austausch bieten und mit den Mitarbeiter*innen der verschiedenen tiermedizinischen Fakultäten über das Thema Open Access ins Gespräch kommen.

Im Rahmen dieses interaktiven Workshops können alle Teilnehmer*innen von ihren Erfahrungen und Aktivitäten zu den Themen Open Access und Predatory Publishing berichten. Dabei möchten wir besonders die aktuelle Situation erörtern und folgende Ergebnisse erzielen:

  •     Austausch zu bestehenden Aktivitäten der Bibliotheken zum Thema Open Access
  •     Anfragen von Wissenschaftler/innen und deren Bearbeitung
  •     gemeinsame Handlungsfelder identifizieren
  •     Kooperationsmöglichkeiten untereinander und mit weiteren Stakeholdern prüfen
  •     Lohnende Inhalte für Transformationsverträge diskutieren

 

Ist Open Access in den Künsten anders? Vernetzungstreffen für die Künste und alle Interessierten
Raum: E242
Kramer, Friederike
Wilde, Anika

Abstract

Der Aufbau von open-access-Strukturen in künstlerischen Bereichen bringt viele Fragen mit sich. Die Informations- und Weiterbildungsangebote sind in der Regel auf klassische wissenschaftliche Textpublikationen ausgerichtet, die Belange der Künste werden wenn nur am Rand thematisiert. Aber was sind die Belange? Wo sind die Künste wirklich anders?
Wir möchten der Frage in einer offenen Diskussion nachgehen und ergründen, welche Erfahrungen künstlerische Einrichtungen im Bereich Open Access bereits gemacht haben und welche Besonderheiten gerade von Nicht-Textpublikationen aufgefallen sind. Gesammelt werden auch Fragen zu Urheber- und / oder Verwertungsrechten, um herauszufinden, ob es hier künstlerische Spezifika gibt und wenn ja, welche es sind. Es ist uns wichtig, konkrete Bedarfe zu ermitteln und daraus Anforderungen an zukünftige Angebote abzuleiten. Zusätzlich möchten wir die Diskussion nutzen, um den Status Quo der künstlerischen Einrichtungen festzustellen und eine Vernetzung anzustoßen. Es soll geklärt werden, in welchem Rahmen eine Vernetzung sinnvoll und welche Kommunikationswege hierfür genutzt werden können.
Die ermittelten und diskutierten Besonderheiten, rechtlichen Fragen und Kommunikations- bzw. Vernetzungswege sollen auf Diskussionskarten festgehalten und thematisch sortiert fotodokumentiert werden. Die Fotodokumentation soll an Initiativen wie z. B. das Berliner Open-Access-Büro weitergegeben werden und als Grundlage für die Entwicklung von Fort- und Weiterbildungsangeboten dienen.
Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Angehörige künstlerischer Einrichtungen, sondern an open-access-Interessenten aus allen Bereichen. Mit ihrem Input hoffen wir feststellen zu können, wo es Schnittstellen gibt, wie diese genutzt werden können und wo die Künste wirklich anders sind.