Open Access in der Medien­wissenschaft

Medienwissenschaft beschäftigt sich mit der Theorie, Geschichte und Ästhetik von Medien und Mediensystemen. Die Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) listet in den DACH-Ländern 36 Bachelor- und 51 Masterstudiengänge auf, in denen das Fach, zum Teil in Kombination mit verwandten Fächern (Theaterwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte u. a.) gelehrt wird. Filmwissenschaft wird zum Teil als eigener Abschluss geführt, zum Teil ist sie fester Bestandteil medienwissenschaftlicher Studiengänge.

Die kulturwissenschaftliche Medienwissenschaft ist in Deutschland in den 1970er Jahren vor allem entstanden auf dem Nährboden der germanistischen Literaturwissenschaft, hat ihre Begriffe und Methoden aber auch aus der Theaterwissenschaft, der Kunstgeschichte und der Philosophie entlehnt. Sie unterscheidet sich von der sozialwissenschaftlich und empirisch ausgerichteten Publizistik und Kommunikationswissenschaft, wobei es in manchen Instituten und Studiengängen zu Überschneidungen kommen kann.

Open-Access-Zeitschriften

Wie in den meisten geisteswissenschaftlichen Fächern erfolgt der Umstieg auf Open Access im Fach in breiter Front erst seit wenigen Jahren. Eine der ersten Zeitschriften, die nach einem Embargo online verfügbar waren, war das filmwissenschaftliche Journal montage AV. Online verfügbar (wenn auch nicht immer CC-lizensiert) sind u. a. folgende Zeitschriften:

Disziplinäres Repositorium

Seit Oktober 2018 ist das Repositorium für Medienwissenschaft media/rep/ online. Das Fachrepositorium  sammelt medienwissenschaftliche Publikationen und macht diese ohne Zugangsbeschränkungen verfügbar.  Zu den gesammelten Dokumenten gehören Artikel und Beiträge, Monographien, Schriftenreihen sowie komplette Zeitschriftenarchive. Unter anderem sind dort montage AV, der AugenBlick, die Navigationen, die Zeitschrift für Medienwissenschaft, Digital Culture & Society und NECSUS European Journal of Media Studies verfügbar.

Open Access bei Büchern

Unter dem Stichwort "Media and communication" listet das DOAB aktuell fast 200 Titel auf. Bei OAPEN liefert eine Suche nach "media" insgesamt ca. 2000 Titel, davon mehr als 100 deutsche Titel (Stand: Juli 2019).

Zu den wichtigsten deutschen Verlagen, die medienwissenschaftliche Titel als Open Access veröffentlichen, gehören De Gruyter, Springer, transcript und Schüren. Meson press, entstanden aus einem Projekt der Universität Lüneburg, veröffentlicht ausschließlich unter einer CC-Lizenz.

Diese Schriftenreihen stellen eine Auswahl ihrer Titel unter eine Open-Access-Lizenz:

Recherchieren in der Medienwissenschaft

Der Fachinformationsdienst für Medien-, Film- und Kommunikationswissenschaft adlr.link an der Universitätsbibliothek Leipzig ist das zentrale Suchportal des Faches.

 

Literatur und Blogs